Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Neubeginn nach Reblaus-Plage

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Im Tessin wird seit 100 Jahren Merlot angebaut

Im Tessin hat der Weinbau eigentlich eine lange Tradition. Dies geht laut Pressedienst für die 100-Jahr-Feiern aus dem um 1840 erschienenen Werk «La Svizzera italiana» von Stefano Franscini hervor. Doch von der Qualität dieses Rebensaftes beziehungsweise von dessen Kelterung war damals noch keine Rede.Als dann Ende des 19. Jahrhunderts die Reblaus fast sämtliche Rebstöcke im Tessin vernichtete, war die Zeit für einen Neubeginn gekommen. Im Jahre 1902 wurde ein erster Versuchsweinberg eingerichtet, um eine widerstandsfähige Rebsorte zu finden. Die Versuche, welche von einem «wandernden Lehrstuhl für Landwirtschaft» begleitet wurden, verliefen erfolgreich. 1906, vor 100 Jahren, wurde zum ersten Mal Merlot hergestellt.Diese Sorte war den Vergleichsweinen von Anfang an wegen ihrer höheren Qualität und ihrem feinen Geschmack überlegen. In den folgenden Jahren wurden 12 000 und dann 50 000 Setzlinge gezogen und gepflanzt. Um die Versuche im Mendrisiotto kantonsweit überprüfen zu können, wurden Ende der Zwanzigerjahre Versuchsweinberge in Tenero, Bellinzona und Bioggio angelegt. Die Sorte Merlot bewährte sich, und 1948 wurde durch einen Kantonserlass die Qualitätsmarke VITI geschaffen, die heute noch für einen hochwertigen Rotwein aus Merlot-Trauben steht.

3,4 Millionen Rebstöcke

Der Weinbau im Tessin hat eine enorme Entwicklung durchgemacht. Auf etwa 82 Prozent der Rebfläche im Tessin wird Merlot angebaut, das sind 3,4 Millionen Rebstöcke. Beliebt geworden ist auch der Merlot bianco, ein aus roten Merlottrauben gekelterter Weisswein. Die Entwicklung der neuen Weinkultur wurde durch die Behörden, aber insbesondere auch durch Gruppierungen wie Weinfreunde, die Ordine dei Grancoppieri, eine Bacchusbruderschaft oder auch die Abteilung der Schweizer Berufs-Sommeliers unterstützt.Die Sorte Merlot stammt wahrscheinlich aus Frankreich, wo sie aus einer natürlichen Kreuzung zwischen Cabernet Franc und einer anderen Cabernet-Sorte hervorgegangen ist. Der vollständige Name lautet Merlot noir und ist vom französischen Wort für Amsel («merle») abgeleitet. Diese Vögel haben eine Vorliebe für die frühreifen Beeren. In Frankreich ist Merlot die dritthäufigste Weinsorte. Im Bordelais ist sie die am häufigsten angebaute Sorte. Weit verbreitet ist sie auch in Gebieten des Bordeaux.

Kultur in der Flasche

In jeder Flasche des edlen Tessiner Tropfens finde sich der Duft, der Geschmack, die Farbe, ein wenig Geschichte und Kultur sowie die Sympathie und Wärme der Landschaften und Leute, schreibt das Komitee. Es hat für die 100-Jahr-Feier ein ausgiebiges Festprogramm erarbeitet.Für das Jubiläumsjahr wurden 100 Weinbauern ausgesucht, die einen 100-Jahr-Jubiläums-Merlot keltern werden. Weinfreunde und -liebhaber dürfen sich auf die nächsten Jahre freuen! ju

Mehr zum Thema