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Neue «Gypsera» vielleicht schon im Winter 2005

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Neue «Gypsera» vielleicht schon im Winter 2005

Aktionäre der Kaiseregg-Bahnen genehmigten Aufnahme einer Hypothek für Wiederaufbau

Die vor sieben Monaten abgebrannte «Gypsera» am Schwarzsee wird wieder aufgebaut. Die Aktionäre der Kaiseregg-Bahnen haben der Aufnahme einer Hypothek zugestimmt. Sie konnten ausserdem von einem Rekord-Betriebsjahr Kenntnis nehmen.

Von IMELDA RUFFIEUX

Der Verwaltungsrat der Sesselbahn und Skilifte Schwarzsee-Kaiseregg AG will das Restaurant Gypsera wieder aufbauen, wie dies auch im Businessplan des Unternehmens festgehalten ist. Nach dem Brand am 16. November 2003 war innert kurzer Zeit ein Provisorium erstellt worden, das am 1. Januar 2004 in Betrieb genommen werden konnte. An der Jahresversammlung vom Samstag wurden nun die Weichen für den Neubau gestellt.

«Wir sind bei den finanziellen Mitteln eingeschränkt. Wir dürfen uns nicht gross zusätzlich verschulden», hielt Verwaltungsratspräsident Alfons Ackermann vor 127 Aktionären fest. Der Ertrag aus dem Restaurant soll die Kosten für die Rückzahlung des IHG-Darlehens von 2,6 Mio. Franken (für Gypsera-Areal) und der Bankhypothek von 500 000 Franken decken – etwa 150 000 Franken jährlich.

Verhandlungen
mit der Gebäudeversicherung

Die kantonale Gebäudeversicherung (KGV) schätzte den Schaden auf rund 2,48 Mio. Franken. Zuerst bot die KGV der Gesellschaft 1,7 Mio. Franken Entschädigung bei einem Wiederaufbau sowie 125 000 Franken für die Material-Räumung.

Erst nach einer Einsprache und einer neuen Verhandlungsrunde konnte ein Vergleich erzielt werden: Die KGV zahlt nun 2,2 Mio. Franken, und zwar in vier Tranchen, abgestimmt auf den Fortschritt des Bauprojekts. Der Verwaltungsrat der Kaiseregg-Bahnen stimmte diesem Vergleich zu – nicht zuletzt wegen des Zeitfaktors. Der Gang vor ein Gericht hätte eine Verzögerung von ein bis zwei Jahren mit sich gebracht. So aber kann der neue Gastronomie-Betrieb in absehbarer Zeit realisiert werden.

Die 2,2 Mio. Franken der KGV reichen jedoch gemäss Vorprojektierung nicht für das Projekt. Deshalb beantragte der Verwaltungsrat, eine Hypothek von maximal einer halben Million Franken aufzunehmen. «Mehr darf der Neubau nicht kosten», hielt Alfons Ackermann am Samstag fest. Die Aktionärinnen und Aktionären stimmten diesem Antrag einstimmig und diskussionslos zu.

Auch das Inventar war für rund eine Million Franken seitens der Gesellschaft und etwa 700 000 Franken seitens des Pächters versichert.

Wie Alfons Ackermann erklärte, soll die neue Gypsera etwa dieselben Räumlichkeiten aufweisen wie die alte. Vorgesehen sind eine Wohnung sowie drei Angestelltenzimmer, jedoch keine Hotelzimmer.

Ehrgeiziger Zeitplan

Wenn alles nach Plan verläuft, dann könnte der Neubau auf die Wintersaison 2005 hin eröffnet werden. Das ist allerdings ein sehr ehrgeiziger Zeitplan. Zuerst muss der Verwaltungsrat die Vorprojekte diskutieren und die Detailplanung in Auftrag geben. Dann muss auf dem Baugelände ein Detailbebauungsplan erstellt werden. Im Herbst soll dieser zusammen mit dem Baugesuch öffentlich aufgelegt werden. Falls keine Einsprachen den Ablauf verzögern, könnte im Frühjahr 2005 mit dem Bau begonnen werden.
Heisser Sommer, langer Winter

Durchgehend schönes Wetter im Sommer und – dank Beschneiungsanlage – eine lange Wintersaison führten dazu, dass die Kaiseregg-Bahnen ein Rekord-Ergebnis verzeichnen konnten.

Die Erfolgsrechnung des Geschäftsjahres 2003/04 der Kaiseregg-Bahnen schliesst bei Einnahmen von 1,74 Mio. Franken und einem Aufwand von 1,29 Mio. Franken mit einem Cashflow von rund 374 000 Franken. Trotz des Gewinns von 9934 Franken dürfen die Aktionäre keine Dividende erwarten, da zuerst noch Investitionshilfe-Darlehen zurückgezahlt werden müssen.

Schönes Wetter brachte viele Gäste

«Drei Monate mit anhaltend schönem und heissem Wetter sorgten für den besten Sommer seit dem Betrieb unserer Sesselbahn, also Rekord-Einnahmen», hält der Verwaltungsrat in seinem Jahresbericht fest. Die Einnahmen im Sommer von rund 281 000 Franken waren gegenüber dem Vorjahr wesentlich höher.

Die gute Zusammenarbeit zwischen dem «Bärghuus Riggisalp» und der Sesselbahn (Kombi-Angebote wie Trottikick und Schlitteln) zahlte sich aus: Der Umsatz konnte um 62 Prozent gesteigert werden.
Bei den Wintereinnahmen von rund 1,1 Mio. Franken wurde ein Mehrertrag von 52 217 Franken gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet. Dank der Beschneiungsanlage konnte die Fahrt ins Tal während
86 Tagen gewährleistet werden. Ohne Kunstschnee hätte man rund 40 Prozent weniger Einnahmen verzeichnen müssen. «Wir stellen fest, dass die Beschneiungsanlage für unseren Betrieb lebenswichtig ist», hielt Alfons Ackermann fest.

Aktienkapitalerhöhung geht weiter

Dies bestärkt die Kaiseregg-Bahnen in der Realisierung der weiteren geplanten Projekte. Mit der ersten Tranche der Aktienkapitalerhöhung mit rund 610 000 Franken (im Herbst 2003 notariell beurkundet) konnte die Beschneiungsanlage bis zur Bergstation der Sesselbahn begonnen werden.

Die zweite Tranche wurde mit 163 800 Franken beschlossen und ist noch nicht abgeschlossen. Mit diesem Geld soll die Beschneiungsanlage am Kaiseregghang erweitert und die Sanierung des Trainerlifts in Angriff genommen werden. Für die eigentliche Sanierung dieses Lifts braucht es eine dritte Tranche der Kapitalerhöhung von rund 130 000 Franken. im

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