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Neue Regionalpolitik fordert heraus

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Autor: Von ANTON JUNGO

Mit der Informationsveranstaltung in Schwarzsee wollten die beiden Bezirksparteien den National- und Ständeratskandidaten der CVP – inklusive dem Ständeratskandidaten der FDP – eine Plattform schaffen, sich einem grösseren Publikum vorzustellen. Rund 150 Personen waren der Einladung gefolgt. Im Anschluss an zwei einführende Kurzreferate durch Vertreter des Bundes und des Kantons diskutierten die Kandidierenden unter der Leitung von Grossrat Moritz Boschung.

Weniger infrastrukturlastig

Die neue Regionalpolitik des Bundes sei kein populistisches Thema, doch es sei von zentraler Bedeutung für die zukünftige Entwicklung unseres Kantons, leitete Bruno Boschung, Präsident der CVP Sense die Veranstaltung ein. Rudolf Schiess, Ressortleiter Regional- und Raumordnungspolitik beim Seco, bezweifelte nicht, dass die bisherige Regionalpolitik des Bundes geholfen hat, die Infrastruktur in den Bergregionen zu verbessern. Nach drei Jahrzehnten müsse man aber auch feststellen, dass sich in diesen Regionen strukturell kaum etwas verändert habe. Die grossen wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Zentren und den ländlichen Regionen hätten sich kaum verändert.

Projekte, die Mehrwert und Innovation schaffen

«Die Stärke einer Region hängt von der Exportfähigkeit ihrer Betriebe ab», führte Schiess aus und sieht darin den Motor der neuen Regionalpolitik. In Zukunft soll deshalb mehr in Hirn als in Beton investiert werden. Das heisst, es werden in Zukunft nur noch Projekte unterstützt, die Mehrwert und Innovationen schaffen. Der Wettbewerb soll gefördert und Arbeitsplätze sollen geschaffen und erhalten werden. Es soll in Bildung investiert und der Zugang zu Wissen eröffnet werden.

Verantwortung liegt bei den Kantonen

Die Kantone müssen im Rahmen der neuen Regionalpolitik klare Ziele formulieren und die operative Führung übernehmen. Es wird erwartet, dass sich Regionen und Kantone vernetzen. Am einschneidenstens aber ist, dass in Zukunft für die Regionalpolitik bedeutend weniger Bundesgelder zur Verfügung stehen werden.

Quelle innovativer Projekte

Staatsrat Beat Vonlanthen, kantonaler Volkswirtschaftsdirektor, umriss in kurzen Zügen, wie Freiburg die Herausforderungen der neuen Regionalpolitik umsetzen will. Der Kanton verfolgt eine Strategie auf drei Ebenen. Einerseits will er seine Chance als Bildungsstandort besser nützen. Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft soll verbessert werden. Es gilt weiterhin das Motto «Hightech in the Green». «Wir wollen die hohe Lebensqualität, die der Kanton bietet, erhalten, aber andererseits Unternehmen mit hoher Wertschöpfung ansiedeln», führte der Volkswirtschaftsdirektor aus. Schliesslich muss der Kanton eine aktive Bodenpolitik betreiben. Er erachtet es als grosses Problem, dass im Kanton zurzeit 220 000 Hektaren Industrieland einzoniert sind, doch nur 20 Hektaren zur Verfügung stehen.Staatsrat Vonlanthen hofft, dass die neue Regionalpolitik in der wirtschaftlichen Entwicklung des Kantons eine neue Dynamik auslöst und alte Strukturen aufgebrochen werden. Er erwartet, dass sie zur Quelle neuer, innovativer Projekte wird.

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