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Neues Flussbett für die Taverna

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Hochwasserschutz

Neues Flussbett für die Taverna

Flamatt Am kommenden Donnerstag wird das Wasser der Taverna in Flamatt zwischen dem Tunnel Chrummatt und der reformierten Kirche in ein neues Flussbett umgeleitet. Dies ist Teil eines Massnahmenpakets, das den Hochwasserschutz verbessern soll.im/Bild ce

Bericht Seite 2

Taverna in Flamatt mit Leben: Um 14 Uhr wird der Bach bei der neuen Strassenbrücke zwischen dem Tunnel Chrummatt und der reformierten Kirche in seinen neuen Lauf umgeleitet. Damit wird die erste Etappe des Hochwasserschutz-Projektes (siehe Kasten) beendet. «So etwas sieht man nicht alle Tage. Die Umleitung mit sämtlichen Vorarbeiten ist für alle Beteiligten eine interessante Sache», sagt der Wünnewil-Flamatter Bauamtleiter Marius Cotting. Das neue Bachbett bietet der Taverna mehr Platz und soll somit Flamatt vor weiteren Hochwasserschäden schützen.

Buhnen leiten das Wasser

Das neue Gerinne der Taverna wurde Stück für Stück im Trockenbauverfahren erstellt und ist zirka 200 Meter lang. Die Strömung des Wassers wird mittels Lenkbuhnen geleitet. «Es gilt die Philosophie, die Strömung auf diese Weise zu lenken, anstatt die Ufer zu verbauen. Dies spart Kosten», sagt der Ingenieuer Niels Werdenberg. Die Lenkbuhnen aus Naturstein leiten die Hauptströmung bereits bei niedrigem Wasserstand in die Flussmitte. Auch bei Hochwasser reduzieren die Lenkbuhnen den Druck in der Aussenkurve und dämmen die Ufererosion ein. Beim neuen Gerinne der Taverna konnte daher auf durchgehenden harten Uferverbau verzichtet werden. «Das kommt Ökologie und Ökonomie zu Gute», so Niels Werdenberg.

Ein weiterer gern gesehener Effekt von Lenkbuhnen sei die Strukturierung des Flussbetts, welche zum Beispiel Lebensräuem für verschiedene Fischarten schafft. Durch die Bepflanzung entlang des neuen Flusslaufes soll dieser möglichst naturnah gebaut werden.

Biotop aus einem «Totarm»

Das alte Bachbett der Taverna wird nach der Umleitung aufgehoben – jedoch nicht ganz. Aus einem «Totarm» wird eine Stillwasserzone, ein Biotop, geschaffen. «Das wird unter anderem eine gute Brutstube für Fische», erklärt der Ingenieur. Für die Umleitung rechnet er nicht mit Überraschungen. «Wir haben alles gut durchgeplant». Autor

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