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Nicht einfach nur schwarze Vögel

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Nicht einfach nur schwarze Vögel

Ausstellung über Raben und Krähen in Freiburg

Im Naturhistorischen Museum Freiburg laufen die Vorbereitungen für die Ausstellung: «Raben und Krähen – Unglücksvögel?». Im Vorfeld wird ein Wettbewerb um die beste Vogelscheuche lanciert.

Autor: Von KARIN AEBISCHER

In den letzten Jahren hat das Interesse an Rabenkrähen aus vielen Kreisen der Landwirtschaft und der Bevölkerung stark zugenommen. Das kantonale Amt für Wald, Wild und Fischerei hat sich deshalb in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftlichen Institut des Kantons Freiburg stark für die Entstehung der Ausstellung eingesetzt.

Rabenvögel sind Generalisten

Raben und Krähen sind in der Bevölkerung nicht sehr beliebt. Dies ist mit ein Grund dafür, warum sich die Initianten für diese Ausstellung entschieden haben. Sie wollen den Leuten alle Seiten dieser Singvögel präsentieren.«Die Rabenvögel sind Generalisten, dies ist mitunter ihr Erfolgsrezept. Sie sind extrem anpassungsfähig und fressen alles, von Würmern über Pflanzen bis zu Abfall aller Art», erklärt der Biologe Adrian Aebischer. Er liefert zusammen mit Olivier Roth, einem Biologen aus Bern, das Fachwissen an der Ausstellung.«Ausserdem sind Rabenvögel zu Leistungen fähig, die man sich gar nicht vorstellen kann», erzählt Aebischer. Um Nüsse zu knacken, lassen sie diese mitten auf die Strasse fallen und warten, bis ein Auto sie überfährt. Sobald kein Auto mehr in Sichtweite ist, picken sie die Nussstücke von der Strasse auf und fressen sie genüsslich.

Mittel zur Schadensbegrenzung

Es ist kein grosses Geheimnis, dass Rabenvögel in der Landwirtschaft grosse Schäden anrichten können. Sie holen z.B. Samen, Keimlinge oder Setzlinge aus dem Boden, picken Kartoffeln an, sodass sie unbrauchbar werden, oder krächzen schon mal dermassen laut, dass man aus dem Schlaf gerissen wird.«Leider gibt es kein Allerweltsmittel, um diesen Schäden vorzubeugen», erzählt Aebischer. «Man muss jedes Mal die Situation neu einschätzen, um abklären zu können, was zu tun ist.»

Acht verschiedene Arten im Kanton Freiburg

Mittel zur Schadensbegrenzung sind beispielsweise farbige Bänder, welche man am Feld anbringt, Heliumballone oder Abschüsse einzelner Krähen. Diese Mittel sind leider alle nicht sehr effizient. «Effizienter sind Knallkörper, welche automatisch in gewissen Abständen explodieren oder Lautsprecher mit aufgenommenen Angstschreien von Rabenkrähen. Doch auch diese Methoden zeigen längerfristig keine grosse Wirkung, da sich die Vögel daran gewöhnen», muss Aebischer gestehen.Im Kanton Freiburg gibt es acht verschiedene Arten von Rabenvögeln: die Alpendohle, die Turmdohle, den Kolkraben, welcher der grösste Singvogel weltweit ist, die Saatkrähe, die Rabenkrähe (bei uns bekannt als Ggaagger), die Elster und den Eichel- und den Tannenhäher. In der Ausstellung werden vor allem die Raben und die Krähen näher behandelt.Auch auf die Probleme mit den Rabenvögeln in der Landwirtschaft und in den Städten wird eingegangen. Zudem wird die Rolle der Rabenvögel in der Mythologie und in der Namensgebung von Ortschaften und Familiennamen beleuchtet.Ausstellung im Naturhistorischen Museum Freiburg: 2. Dezember 2006 bis 15. April 2007. Eröffnung: 1. Dezember 2006, 17.30 Uhr. Öffnungszeiten: täglich 14 bis 18 Uhr, Eintritt frei.

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