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Nochmals davongekommen

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Nochmals davongekommen

Für 2003/04 können an der OS Sense alle Stellen besetzt werden

Die Rechnung 2002 des Gemeindeverbandes OS Sense schliesst um 285 000 Franken besser ab als budgetiert. Getrübt wird diese erfreuliche Tatsache durch das Problem des Lehrermangels an der OS.

Von ANTON JUNGO

«Aus finanzieller Sicht wäre eigentlich ein sehr positiver Rückblick für die OS Sense auf das Jahr 2002 angebracht», betonte Walter Fasel, Präsident des Gemeindeverbandes, gestern an der Delegiertenversammlung in Rechthalten. Alle Verantwortlichen seien bemüht gewesen, die Budgetvorgaben einzuhalten und hätten Notwendiges vom Wünschbaren getrennt.

«Diese positive Tatsache verblasst jedoch neben dem grossen Problem des Lehrermangels. Eine materiell gut eingerichtete Schule und neue Schulgebäude bilden allein keine Jugendlichen aus. Sie sind bestenfalls eine gute Ausgangsbasis und motivieren», führte er weiter aus. Der Schulvorstand habe die Zeichen schon seit einiger Zeit erkannt und sei bei den verantwortlichen Stellen des Kantons vorstellig geworden. Mit einiger Mühe konnten 2002 die Stellen schliesslich besetzt werden.

Auch für das kommende Schuljahr 2003/04 waren die Anzeichen nicht besser. Nicht weniger als 20 freie Stellen schrieben die vier OS-Zentren des Sensebezirks im Amtsblatt vom 7. März 2003 zur Besetzung aus. Mit Erleichterung konnte Werner Zurkinden, Direktor der OS Düdingen, gestern bekannt geben, dass alle Stellen besetzt werden konnten. Er fügte aber auch gleich bei, dass es für eine Entwarnung zu früh sei.

Wie er ausführte, gingen – zwar von Zentrum zu Zentrum verschieden – sehr viele Bewerbungen ein: darunter Wiedereinsteiger, Zuzüger aus andern Kantonen und vor allem Bewerber mit sehr spezialisierten Diplomen und auch solche ohne Diplom.

Noch keine Entwarnung

«Es gibt keinen Notstand, aber dringenden Handlungsbedarf», blickte Werner Zurkinden in die Zukunft. Sorgen bereitet ihm vor allem, dass die Zahl der Sekundarlehrerkandidaten an der Universität Freiburg sehr stark abnimmt. Ein Unsicherheitsfaktor ist auch die neue Pädagogische Hochschule. Man kann noch nicht absehen, ob auch weiterhin Primarlehrer sich zum Sekundarlehrer ausbilden lassen. Freiburg konnte bis jetzt auch immer von Sekundarlehrern profitieren, die nach ihrem Studium in Freiburg «hängen» blieben. Jetzt gibt es aber andere Kantone – wie Luzern -, die selber ein Sekundarlehrerstudium anbieten.

Gemäss Werner Zurkinden sind die Gründe vielfältig, weshalb sich viele Studienabgänger nicht mehr zum Lehrerberuf hingezogen fühlen: Die Lehrer fühlen sich von der Vielfalt der Aufgaben, die ihnen zugemutet werden, überfordert; sie müssen an Stelle der Eltern Erziehungsaufgaben übernehmen; die Kinder sind oft verwöhnt und unmotiviert; die Eltern mischen sich in den Schulbetrieb ein; die Karrierechancen sind gering usw.

Für die Zukunft erachtet Werner Zurkinden ein Personalmanagement und eine ständige Betreuung der Lehrpersonen für unbedingt notwendig. Doch auch die Anstellungsbedingungen und die Entlöhnung der Lehrer müsste überprüft werden. Er befürchtet, dass bei einem zukünftigen wirtschaftlichen Aufschwung wiederum Lehrer in andere Berufe abwandern. Doch auch der Berufsauftrag der Lehrer muss klar definiert werden und die Lehrer selbst müssen an ihrem Image arbeiten.

Positiver Abschluss

Die Rechnung 2002 des OS-Verbandes wurde von Kassier Berthold Rauber vorgestellt. Die Betriebskosten belaufen sich auf 8,873 Millionen Franken (budgetiert waren 9,141 Mio.). Davon müssen die 19 Verbandsgemeinden 8,399 Millionen Franken (285 000 Franken weniger als budgetiert) übernehmen. Dazu kommen Finanzkosten von rund 266 000 Franken. Der Anteil der Gemeinden beläuft sich demnach auf total 8,665 Millionen Franken. Die Rechnung wurde von den Delegierten einstimmig genehmigt.

Erwin Grossrieder, Delegierter und Gemeinderat von Wünnewil-Flamatt, orientierte über die Planung für den Ausbau des OS-Zentrums Wünnewil. Eigentlich wollte die Gemeinde Ende Mai die Resultate des Studienauftrages veröffentlichen und dann der Gemeindeversammlung den Planungskredit beantragen. Da noch der Entscheid über einen Rekurs zu einem der fünf Studienprojekte aussteht, verzögern sich die Planungsarbeiten um einige Monate.

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