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Nur noch sieben Gemeinderäte

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Der 50-köpfige Generalrat von Marly, der am Mittwochabend wegen der aktuellen Hygiene- und Abstandsvorschriften ausnahmsweise in der Turnhalle Grand-Pré tagte, war mit dem Gemeinderat einig: Der neunköpfige Gemeinderat soll verkleinert werden.

Syndic Jean-Pierre Helbling (CVP) sagte im Generalrat: «Wir haben uns diesen Wechsel gut überlegt.» Nicht nur der Gemeinderat soll neu organisiert werden, sondern auch die Verwaltung. So sollen gleich viele Direktionen geformt werden, wie es Gemeinderatsmitglieder hat, und zwar vor allem, um die Informationsflüsse besser zu bündeln.

«Wir funktionieren seit eineinhalb Jahren zu acht», sagte Helbling. Vize-Syndic Eric Romanens (FDP) ist krank. «Wir haben gesehen, dass es funktioniert und dass wir zu siebt vielleicht etwas präsenter sein und uns auf strategische Aufgaben konzentrieren müssten.»

Klares Ja

Noch sei offen, wie genau die Direktionen künftig aufgeteilt würden. «Wir wollen zuerst mit den Gemeindeangestellten sprechen und den Kredit des Generalrats für die begleitenden Studien haben, bevor wir weiter überlegen», so Helbling.

Der Generalrat stimmte der Verkleinerung des Gemeinderats kommentarlos und einstimmig zu; nur ein Generalratsmitglied enthielt sich der Stimme.

Mehr zu diskutieren gab der Kreditantrag des Gemeinderats über 120 000 Franken für ein Begleitmandat der Reorganisation der Verwaltung. Finanzdirektor Jean-Pierre Oertig (FDP) betonte, dass dieser Kreditantrag eng mit der Abstimmung über die Verkleinerung des Gemeinderats zusammenhänge.

Die Reorganisation der Verwaltung und des Gemeinderats sei angezeigt, da die Fusion Grossfreiburgs wegen der Corona-Pandemie verzögert werde und 2021 Gemeindewahlen stattfinden würden. Die Fusion komme frühestens 2023, vielleicht sogar erst 2025. «Darum möchten wir, dass der neue Gemeinderat über gute Strukturen verfügt.» Deshalb sei es wichtig, dass Spezialisten den Prozess begleiteten.

Vincent Adamo (FDP) fragte den Gemeinderat, welche Garantie es gebe, dass die neue Organisation auf die nächste Legislatur hin bereit sei. «Ein Jahr ist kurz, ja», sagte Syndic Helbling. «Aber wir haben schon viel angedacht, und wir werden den Mandatsträgern die Richtung vorgeben.» Er stelle sich vor, dass der jetzige dem neuen Gemeinderat im Mai 2021 einen Vorschlag unterbreiten könne; danach müssten neue Posten ausgeschrieben und besetzt werden. «Dieser grosse Wechsel wird sich über Monate hinziehen, wir werden das neue System nach und nach umsetzen», sagte Helbling.

Ein Gegenvorschlag

Robert Girardin (SP) verlas eine Stellungnahme von Ratspräsident Sylvain Grandjean (SP): Heute herrsche laut der Untersuchung ein sehr gutes Arbeitsklima in der Verwaltung von Marly. «Ich bezweifle, dass dies mit einer neuen Organisation, die hierarchischer geprägt ist, so bleibt», las Girardin vor. In Firmen zeige sich oft, dass die Mitarbeitenden weniger motiviert und damit auch weniger engagiert seien, wenn die Informationen zentralisiert würden. «Mir ist Teamarbeit lieber als starke Hierarchien», verlas Girardin. Darum schlug er im Namen von Grandjean vor, eine dritte, sehr präzise Offerte für die Projektbegleitung einzuholen: Bei einem Unternehmen, das beim Wechsel auf mehr Partizipation in der Verwaltung setze.

Ein kurzer Sitzungsunterbruch erlaubte es den Fraktionen, diesen Gegenvorschlag zu diskutieren. Helbling meinte danach: «Es ist normal, dass man sich bei einem Wechsel zahlreiche Fragen stellt und dass ein neues Organigramm Ängste auslöst.» Doch werde der Prozess von Spezialisten begleitet, die bereits vielen Gemeinden bei einer Umstellung geholfen hätten. Und: «Jetzt noch einmal eine Offerte einzuholen würde bedeuten, dass wir in Verzug kommen.»

Der Generalrat akzeptierte den Vorschlag des Gemeinderats mit 26 Stimmen; nur 12 Ratsmitglieder sprachen sich für den Gegenvorschlag aus – bei 3 Enthaltungen.

Analyse

Die Aufgaben klarer aufteilen

Eine externe Analyse der Verwaltung in Marly hatte im Dezember gezeigt: «Jeder werkelt vor sich hin.» Eine klare Aufgabenteilung zwischen Gemeinderäten und Dienstchefs und schlankere Strukturen sollen Abhilfe schaffen – dazu gehört auch die Verkleinerung des Gemeinderats. Das Audit hatte fünf oder sieben Mitglieder vorgeschlagen, der Gemeinderat betrachtet die Siebner-Variante als einen guten Kompromiss. Die sieben Posten sollen sieben Direktionen in der Gemeindeverwaltung entsprechen, dazu analysiere der Gemeinderat derzeit mit den Amtsleitern die Aufgaben.

njb

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