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«Ohne Kirchgang kein richtiger Sonntag»

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Es ist Sonntag, kurz nach 9 Uhr. Noch ist er ziemlich leer, der Kiesplatz rund um die Deutsche Kirche in Murten. In einer knappen halben Stunde wird die reformierte Pfarrerin Désirée Aspinen-Zimmermann die Gläubigen zum Pfingstgottesdienst begrüssen.

Vereinzelt treffen Besucherinnen und Besucher ein und begeben sich bedächtigen Schrittes zum Portal des Barockbaus. Der Kies knirscht. Die Türen sind geöffnet, dennoch verharren die Eintreffenden einen Moment davor – aber nicht aus Scheu nach 83 langen Tagen ohne Gottesdienstbesuch: Die Lektüre der Covid-19-Info der Reformierten Kirchgemeinde Murten erfordert etwas Zeit.

Die Stimmung rund um die Kirche ist von Vorfreude geprägt, bei der eine gewisse Anspannung mitschwingt: Wie wird er sich wohl abspielen, der Pfingstgottesdienst unter Schutzmassnahmen?

Viele Reihen bleiben leer

Beim Betreten der Kirche erfolgt als Erstes die obligate Händedesinfektion. Gleich danach nimmt Ruth Wasserfallen als Vizepräsidentin des Kirchgemeinderats die Personalien der Besucherinnen und Besucher auf. Im Mittelgang steht Ratspräsident Andreas von Känel. Er platziert die Gläubigen an beide Enden der Bänke und bestückt die Kirche so von vorne nach hinten. «Wir haben im Kirchgemeinderat das Schutzkonzept ausgearbeitet und wollten nun gleich vor Ort sehen, wie gut es funktioniert», erklärt von Känel. Pro Person solle ein Raum von vier Quadratmetern zur Verfügung stehen. Deshalb sind zwischen zwei besetzten Kirchbänken stets zwei Reihen mit roten Kordeln abgesperrt. Am Ende sind gut 50 Gläubige in der Kirche anwesend. Nebst Seniorinnen und Senioren findet sich auch eine Handvoll Familien.

«Es ist schön, die Leute wieder in der Kirche zu haben.»

Désirée Aspinen- Zimmermann

Pfarrerin

Die meisten älteren Herren erscheinen im Sonntagsanzug, die Jüngeren sind etwas weniger feierlich angezogen. Die Schutzmaske gehört an diesem Pfingstsonntag nicht zum Dresscode. Der an kirchlichen Feiern übliche Gesang muss diesmal Corona-bedingt ausbleiben. Stattdessen sorgen eine Organistin und eine Flötistin für die Musik.

In ihrer Predigt lenkt Pfarrerin Aspinen-Zimmermann den Blick auf positive Zeichen der Solidarität während der Corona-Krise. Auch erinnert sie an die während des Lockdowns Verstorbenen, die ohne Trauergottesdienst verabschiedet werden mussten. «Es waren sehr viele Trauerfamilien anwesend, für die es wichtig war, dass die Namen ihrer Angehörigen heute vorgelesen wurden», so die Pfarrerin nach dem dreiviertelstündigen Gottesdienst.

Alle sind merklich erleichtert, die Wiederaufnahme der Gottesdienste ist reibungslos verlaufen. «Es ist schön, die Leute wieder in der Kirche zu haben», sagt Désirée Aspinen-Zimmermann zufrieden. Die Zeit der Video-Predigten hat ein Ende gefunden. «Ohne Kirchgang ists kein richtiger Sonntag», meint ein Senior, als er ins Freie tritt.

 

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