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«Ohne Umfahrungsstrasse sind Düdinger Verkehrsprobleme nicht zu lösen»

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Autor: Anton Jungo

Rund zwei Stunden dauerte am Freitagvormittag im Grossen Rat die Debatte zum Verpflichtungskredit von neun Millionen Franken für die Umfahrungsstrasse von Düdingen. 20 Ratsmitglieder meldeten sich zu Wort. In zahlreichen Voten wurde darauf hingewiesen, dass Verkehrsprobleme heute nicht mehr nur durch den Bau von Strassen gelöst werden sollten. Es müsse auch nach Lösungen gesucht werden, um den öffentlichen Verkehr zu fördern und dem Langsamverkehr Raum zu geben.

Offene Fragen klären

Sowohl Heinz Etter (FDP, Ried b. Kerzers), Sprecher der parlamentarischen Kommission, wie auch Baudirektor Georges Godel hatten in ihren einleitenden Voten die Antworten auf die meisten aufgeworfenen Fragen schon vorweggenommen. Wie Etter ausführte, war die Kommission zur Überzeugung gekommen, dass die Düdinger Verkehrsprobleme ohne Umfahrungsstrasse nicht gelöst werden können. Für ihn ist aber klar, dass im Rahmen der Vorstudien auch die Fragen des öffentlichen und des Langsamverkehrs studiert werden müssen.

Staatsrat Georges Godel wies darauf hin, dass der Staat Freiburg grosse Anstrengungen zur Förderung des öffentlichen Verkehrs unternehme. Er rechnete vor, dass im Rahmen des Fahrplanwechsels im Dezember 2008 der öffentliche Verkehr auf den Eisenbahnlinien um 40 und jener auf den Buslinien um 28 Prozent verbessert worden sei. Wie er weiter betonte, wird der Umweltbericht ein wichtiger Bestandteil der Vorstudien sein.

Neue Philosophie

«Der Studienkredit ist unerlässlich, um auf alle Fragen eine befriedigende Antwort geben zu können», hielt er fest und wies daraufhin, dass das Kreditverfahren erstmals nach der neuen Philosophie seiner Direktion laufe. Mit dem Studienkredit wird die Planung bis zum Vorprojekt vorangetrieben. Dies ermöglicht, dass bei der Beantragung des Planungskredits auf alle Fragen konkret geantwortet werden kann. Erst in der dritten Phase wird der Projektkredit beantragt.

Für Staatsrat Godel ist klar, dass es die Umfahrungsstrasse braucht für die wirtschaftliche Entwicklung Düdingens und der Region, für die Hebung der Lebensqualität in den Dörfern Düdingen und Flamatt sowie für die Verringerung der Umweltbelastung.

Christian Marbach und Ursula Krattinger-Jutzet (beide SP, Düdingen), wiesen als ehemalige beziehungsweise aktive Gemeinderäte darauf hin, dass die Umfahrungsstrasse jetzt reif zur Ausführung sei. Seit Jahren diskutiere man Varianten. Die Arbeitszone Birch dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden, meinte Marbach. Er forderte aber auch, dass Flamatt nicht auf ewig vertröstet werde.

Ursula Krattinger-Jutzet wies darauf hin, dass der Gemeinderat grosse Anstrengungen zur Förderung des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs unternehme.

Moritz Boschung (CVP, Düdingen) forderte, dass die Umfahrungsstrasse besondere Rücksicht auf die Düdinger Möser und auf die angrenzenden Wohnquartiere nehmen müsse. Deshalb müssten die Begleitmassnahmen unbedingt umgesezt werden. Er erwartet weiter, dass die Verkehrsrichtpläne von Düdingen und der Agglomeration koordiniert werden.

Wirtschaftliche Bedeutung

Markus Bapst (CVP, Düdingen) wies darauf hin, dass mit der Umfahrungsstrasse nicht nur Verkehrsprobleme gelöst würden. Ihr komme eine grosse Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde und der Agglomeration zu. Bruno Jendly (CVP, Düdingen) erwartet, dass bei der Umfahrungsstrasse Düdingen – wie bei jener von Bulle – möglichst viel Rücksicht auf die Bedürfnisse der Bevölkerung, der Umwelt und der Landschaft genommen wird.

Mehrere Grossräte nahmen die Gelegenheit wahr, um auf Verkehrsprobleme in ihrer Region hinzuweisen; so Alfons Piller (SVP, Plaffeien) auf die Strasse Zollhaus-Sangernboden oder Ueli Johner (SVP, Kerzers) auf die Umfahrung von Kerzers. Keine Chance hatte Christa Mutter (MLB, Freiburg), die mit einem Antrag erreichen wollte, dass der Verpflichtungskredit hauptsächlich dafür diene, eine Studie über den öffentlichen und den Langsamverkehr im unteren Sensebezirk zu erstellen. Der Antrag wurde mit 64 gegen 24 Stimmen abgelehnt.

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