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Oldtimer-Sammler mit Herz und Seele

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Schon als Fünfjähriger war Jean-Marc Kohler aus La Chaux-de-Fonds fasziniert von Autos. Anfangs sammelte er Miniaturen, mit fünfzehn kaufte er gemeinsam mit einem Freund einen schrottreifen Altwagen. Auf einer kleinen Nebenstrasse fuhren die beiden Jugendlichen ihre Runden. Bis eines Tages die Polizei bei Kohlers Eltern vorbeischaute. «Im ersten Moment verstand ich gar nicht, was ich angestellt hatte. Danach wartete ich brav bis zu meinem achtzehnten Lebensjahr, bis ich wieder ein Auto fuhr», erklärt Kohler und lacht.

Fünf Oldtimer

Seinen ersten Oldtimer, einen Fiat Topolino mit Baujahr 1939, kaufte Jean-Marc Kohler mit 25. Fast zwanzig Jahre lang war es sein einziger. «Dann wurden meine beiden Töchter zu gross, weshalb im Fiat kein Platz mehr war», erzählt der heute 62-Jährige. Ein neuer Wagen musste her; inzwischen sind es fünf. Einer steht bei ihm in der Garage, die anderen vier im Hangar eines befreundeten Garagisten. «Manche sagen, dass man die Zahl Fünf nicht überschreiten sollte. Sonst schafft man es nicht mehr, mit allen Autos zu fahren.» Das liegt Jean-Marc Kohler sehr am Herzen: «Es heisst schliesslich Auto-mobil, nicht Auto-immobil!». Oldtimer, die in einer Garage verstauben: Eine traurige Vorstellung für den passionierten Sammler, der Jahreszahlen, Anzahl Zylinder und Modell jeweils aus dem Stegreif nennt.

Keine Millionäre

Im Gespräch wird schnell klar: Kohler geht es nicht nur um Autos, sondern auch um die Begegnungen, die ihm sein Hobby ermöglicht. In vielen seiner Geschichten geht es um Leute, die er an einer Messe, auf einer Ausfahrt, während einer Oldtimer-Rallye oder auf der Suche nach Ersatzteilen angetroffen hat. Letzteres ist für ihn ein wichtiger Bestandteil seines Hobbys: «Viele denken sich, dass in einem halben Jahr alles repariert und ersetzt ist. Dann kaufen sie sich selbst einen Oldtimer und merken: So schnell geht es nicht». Jahre könnten verstreichen, bis ein Auto wieder fahrtüchtig sei. Oft gleiche die Suche nach einem fehlenden oder zu ersetzenden Originalteil der Arbeit eines Detektivs.

«Die Begeisterung für Oldtimer ist eine wunderbare Krankheit, für die es keine Medizin gibt», meint Kohler. Immer sind die Sammler auf der Suche nach neuen Teilen, Modellen oder Werkzeugen. Das mache das Hobby zwar teuer, Millionäre seien die meisten aber nicht. «Viele Sammler besitzen eines, vielleicht zwei Autos» betont Kohler. Natürlich gebe es auch Leute, die mit dem Handel von Oldtimer nur Geld machen wollen. «Der grösste Teil hat aber einfach Spass am Fahren». Eine Testfahrt mit einem Auto aus dem Jahr 1903 bleibe ihm beispielsweise in besonderer Erinnerung: «Bis ungefähr 1920 gab es nur auf den Hinterrädern Bremsen, die durch einen eigenen Hebel betätigt werden mussten». Die Höchstgeschwindigkeit des Wagens von 40 Kilometern pro Stunde hätte sich mit dem Wissen um die Unmöglichkeit einer Vollbremsung plötzlich viel, viel schneller angefühlt.

Zum Anlass

Weniger Besucher am Oldtimermarkt

Gestern ging der 43. Oldtimer- und Teilemarkt mit einem leichten Besucherrückgang zu Ende. Die genauen Zahlen wollten die Organisatoren auf Nachfrage nicht kommunizieren. Vergangenes Jahr hatte der zweitägige Event einen neuen Besucherrekord feiern können: Über 22 000 Personen waren ins Forum Freiburg gepilgert. Der Grund für den leichten Besucherrückgang sei, dass zeitgleich die zwei wichtigsten Oldtimertreffen Europas in Essen und Stuttgart stattgefunden hätten, heisst es im Communiqué der Organisatoren. «Wir hatten einen Effekt erwartet und sind deshalb mit den Besucherzahlen trotzdem zufrieden», so Joseph Vonlanthen, Direktor des Forums Freiburg. Ausserdem seien die Aussteller sehr zufrieden, sagt der Medienverantwortliche Jean-Marc Kohler auf Anfrage. «Es kam zu wertvollen Kundenkontakten.» Am Oldtimermarkt in Freiburg präsentieren sich jeweils über 350 Aussteller.

fg

 

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