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Olympics Wurfpech war Luganos Glück

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Autor: Frank Stettler

Olympic leistete auch gestern gegen das favorisierte, weil eine Spur talentiertere Team aus dem Tessin erbitterten Widerstand. Wie schon am vergangenen Samstag rannten die leidenschaftlich agierenden Gastgeber über weite Strecken einem Rückstand hinterher.

Efevberha dreht das Spiel

Erst im Schlussviertel übernahm Freiburg erstmals die Führung (62:60) und sollte diese auf sieben Punkte ausbauen. Dann allerdings lief Luganos Michael Efevberha, einer der Stars der Mannschaft, zu grosser Form auf und wendete das Blatt schliesslich doch noch. «Meine Spieler brauchen in diesem Finale sicher nichts zu bereuen», sagte Trainer Damien Leyrolles. «Ich aus meiner Trainerposition heraus hadere natürlich trotzdem ein wenig. Wir haben es in dieser Phase verpasst, zum Ball besser Sorge zu tragen, und haben die eine oder andere falsche Entscheidung getroffen.»

Dreier-Trefferquote von 15 Prozent

Er meinte damit den einen oder anderen überhasteten Abschlussversuch. Nichtsdestoweniger ist der Franzose auf die Leistungen seiner Mannschaft in dieser Final-Serie mächtig stolz. «Ohne Petkovic und Vogt konnten wir Lugano fordern. Jeder Einzelne gab sein absolutes Maximum. Alles in allem haben wir eine sehr gute Saison gespielt. Aber es ist natürlich schon so, dass man immer mehr will.»

Unter vielen weiteren Faktoren waren in dieser fesselnden Serie zwischen Olympic und Lugano auch gestern in der erneut vollen St.-Leonhard-Halle zwei entscheidend, die eng miteinander verknüpft sind: die Trefferquote und die Rebounds. Das Wurfglück war den Freiburgern gestern nicht hold. Nur gerade einer von zehn Dreierversuchen konnten die Hausherren in Halbzeit eins verwerten.

Es war Dave Esterkamp, der in der 20. Minute erfolgreich war und damit auf 38:40 verkürzte. Dass Olympic zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch in Schlagweite lag, verdankte es wie bereits am vergangenen Samstag Steve Smith (mit 29 Punkten der Topskorer) und Yuanta Holland, die unter dem gegnerischen Korb Schwerstarbeit verrichteten und sich zahlreiche Bälle nach Fehlwürfen zurückholten. «Wir hatten sicher ein paar offene Würfe weniger als noch bei unserem Sieg vom Samstag», so Vladimir Buscaglia, «dennoch hätten wir diese Punkte heute gebraucht.»

Lugano alles abverlangt

Am Ende lag die Trefferquote des defensiv erneut überzeugenden Olympic bei den Distanzwürfen bei ungenügenden 15 Prozent. Bei den Rebounds lagen ebenfalls die Südschweizer vorne (38:32). Letztlich lässt sich die gestrige Niederlage der Freiburger mit diesen Zahlen auf den Nenner bringen. «Sicher hat uns das fehlende Wurfglück der Freiburger geholfen», gab Luganos 212-Zentimeter-Riese Sean Finn zu Protokoll. «Aber ich denke nicht, dass wir den Sieg und den Titel gestohlen haben. Wir wollten ein fünftes Spiel unter allen Umständen verhindern. Olympic hat uns alles abverlangt, umso schöner ist dieser Titel.»

Während Lugano wie vor Jahresfrist bei dieser Final-Reprise in Freiburg die Champagnerkorken knallen liess, hatte Olympics Captain Dave Esterkamp das zweifelhafte Vergnügen, den kleinen Pokal für den Vize-Meister in Empfang zu nehmen. «It sucks!», sagte der Amerikaner, was frei übersetzt «das stinkt mir» heisst. «Es hat so wenig gefehlt. Trotzdem dürfen wir stolz sein.» Das ist Club-Präsident Philippe Kapsopoulos allemal: «Dieser Final war beste Werbung für den Schweizer Basketball. Ich möchte mich an dieser Stelle bei unseren Fans bedanken, die uns in den beiden Heimspielen bis zuletzt getragen haben.»

«It sucks!»: Für Olympic und Dave Esterkamp blieb wieder nur der kleine Pokal.Bild Alain Wicht

Telegramm

Olympic – Lugano 74:80 (38:40)

St. Leonhard. 2900 Zuschauer. SR: Michaelides/ Clivaz/ Carlini.

Freiburg Olympic:Smith (29 Punkte), Kazadi, Esterkamp (16), Buscaglia (5), Holland (19), Quidome, Savoy, Schwab, Williams (5).

Lugano Tigers:Stockalper (9), Draughan (7), Mladjan D. (5), Sanders, Efevberha (29), Abukar (8), Schneidermann (5), Angley, Finn (17).

Schlussstand Serie:1:3.

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