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Optimalen Lernprozess ermöglichen

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Berufsausbildungsstätte St-Joseph weiht Neubauten ein

Autor: Von DAVID SPIELMANN

95 junge Männer aus 18 verschiedenen Schweizer Kantonen erlernen zurzeit an der «Spezialisierten Berufsausbildungsstätte St-Joseph» (CFPS) einen Beruf. Ein beträchtlicher Teil davon lebt auch am Arbeitsplatz. Ambitiöses Ziel des CFPS ist es, diese Jungen mit Lernschwierigkeiten innerhalb von etwa drei Jahren mit dem nötigen professionellen Rüstzeug zu versehen, damit sie als Garagist, Sattler, Koch, Bodenleger, Möbelschreiner, Plattenleger, Maler, Gärtner oder Abwart danach in der Berufswelt der freien Marktwirtschaft bestehen und ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

Gerade weil es sich beim CFPS um Jugendliche handelt, die es aus unterschiedlichen Gründen mit dem Lernen weniger leicht als ihre Altersgenossen haben, ist es gemäss Hugo Stulz besonders wichtig, dass die zur Verfügung stehende Infrastruktur einen optimalen Lernprozess ermöglicht: «Ich bin sehr froh, dass wir neue Gebäude haben», sagt der am CFPS für die Berufsausbildung Verantwortliche.

Beträchtliche Investitionen

Zum neuen baulichen Rahmen der Bildungsstätte gehören – seit rund einem Jahr – das Internat mit zwei Foyers und – seit bald zwei Jahren – geräumige Hallen für den Gärtnerei-Unterricht. Zwar nicht völlig neu gebaut, doch einer Gesamtrenovation unterzogen worden ist die Küche, die laut Hugo Stulz nun seit etwa einem halben Jahr in Betrieb ist. Das Ganze habe fünfzehn Millionen Franken gekostet.

In einer Wohnung – modern und praktisch – leben jeweils vier Jugendliche. Küche, Polstergruppe und Fernsehgerät sind für alle da, als Privatsphäre bleibt das eigene Zimmer. «Wir leben hier nach den Regeln der Realität», sagt Hugo Stulz zum Modus Vivendi der CFPS-Bewohner: «Die Jugendlichen müssen sich selbst organisieren, etwa um morgens rechtzeitig bei der Arbeit zu erscheinen.» Zwar böten die Erzieherinnen und Erzieher Unterstützung. Ziel sei jedoch die Autonomie der Jugendlichen. Die Selbständigeren der momentan 75 internen CFPS-Lehrlinge leben bereits in Wohnungen in Freiburg oder Belfaux und pendeln täglich zur Berufsausbildungsstätte.
Die zwei Vierer-Gruppen, welche jeweils auf dem gleichen Stockwerk leben, teilen sich eine Erzieherin oder einen Erzieher. Im Gegensatz zu früher, als acht Jugendliche hinter der gleichen Wohnungstür gelebt hatten, bietet die jetzige Wohnform laut Hugo Stulz einen individuelleren Rahmen.
Neben den Wohnungen beherbergt der Internatskomplex ebenfalls diverse Räume, welche die Jugendlichen am Abend und nach verrichteter Arbeit mit Rekreativem wie etwa Tischfussball, Billard oder Gesellschaftsspielen erwarten. Ein Saal ist ebenfalls fürs Zeichnen eingerichtet. Zudem, erklärt der Berufsausbildungsverantwortliche, wird Sport getrieben. So bestehe etwa die Möglichkeit, das Rettungsbrevet zu erwerben.

Nicht für den Kompost

Im beruflichen Bereich machen die Lehrlinge laut Hugo Stulz unter der Aufsicht ihrer Lehrmeister zwar auch Übungen, bieten jedoch vorwiegend ihre Dienste zu «Marktpreisen» auswärtiger Kundschaft an. Erzeugnisse zu verkaufen, habe jedoch nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen pädagogischen Sinn: «Es wäre entwertend, bloss für den Kompost zu produzieren», bemerkt Hugo Stulz. Die Produktion sei jedoch nicht nur ein Mittel, sondern auch Ziel des Lernens.

Die zehn angehenden Landschaftsgärtner können dies in einer neuen Halle tun: «Wir haben hier alle Geräte beisammen, was die Sache vereinfacht. Die Bedingungen sind nun besser, da wir während der schlechteren Jahreszeit in der Halle üben können. Die Ausbildung wird dadurch effizienter», sagt einer der beiden CFPS-Landschaftsgärtnermeister. Auch diese Berufsgruppe arbeitet für private Kunden.
Das Arbeiten in der Marktwirtschaft ermöglicht den Auszubildenden ein realitätsnahes Erlernen und Anwenden von Kenntnissen und Fertigkeiten. Im Sinne der Realitätsnähe ist es für Hugo Stulz auch wichtig, dass im CFPS mit der ganzen Palette an Maschinen und Geräten gearbeitet wird, die in einem Unternehmen Verwendung finden. So trainieren die angehenden Köchinnen und Köche ihre Künste sowohl am elektrischen als auch am Gas-Herd.
Ebenfalls den Bedürfnissen des Marktes entsprechen soll das Berufsangebot. Gemäss dem Berufsausbildungs-Verantwortlichen sind Studien über eine mögliche Erweiterung der Berufsfelder im Gange.

«Des 21. Jahrhunderts würdig»

Nach einer ausgedehnten Besichtigung der Einrichtungen versammelten sich am Einweihungsakt die zahlreichen Besucherinnen und Besucher im Festzelt. Gaston Mauron, Präsident des CFPS-Vorstandes, gab in seiner Ansprache seiner Freude über die Räumlichkeiten Ausdruck, welche «des 21. Jahrhunderts würdig» seien. Albert Spicher, Ammann von Courtaman, strich die «solide» wirtschaftliche Auswirkung des «Foyer St-Joseph» auf seine Gemeinde hervor. Staatsrat Urs Schwaller überbrachte dem CFPS schliesslich die «Dankbarkeit und Anerkennung des Staates».

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