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Pädophiler möchte Strafreduktion

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Er wurde von örtlichen Kinderschützern als «einer der fünf schlimmsten Pädophilen Thailands» bezeichnet. Der 75-jährige gebürtige Luzerner war im März 2018 vom Bezirksgericht Greyerz wegen Menschenhandels, sexueller Handlungen mit Kindern, sexueller Nötigung und Pornografie zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Diese Taten waren zwischen 2002 und 2013 in Pattaya begangen worden, wo er eine Schwulenbar führte, die seine Verbrechen und die seiner Freunde deckte. Im Nachbardorf besass der Mann ein Haus mit Schwimmbad, wo er den grossen Zampano gegenüber den Familien der Opfer spielte und sie überredete, nicht gegen ihn auszusagen. Er war denn auch 2014 in einem ziemlich nachlässigen Prozess von der thailändischen Justiz freigesprochen worden. In Bulle wurde er dann aber zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt. Der einstige Erzieher war schon in den 1980er- und 90er-Jahren in Freiburg und im Wallis für ähnliche Fälle verurteilt worden.

Geständnis für Strafreduktion?

Gestern vor dem Kantonsgericht in Freiburg schien der Angeklagte seine Strategie zu ändern. Er gab zu, sich «seiner Krankheit bewusst gewesen zu sein». Er bezeichnete auch die sieben Klägerkinder als «Opfer». Der Mann gab aber nicht alle ihm zur Last gelegten Verbrechen zu. Er habe vor allem pornografische Fotoshootings organisiert und die Kinder und Jugendlichen animiert, untereinander sexuelle Praktiken auszuüben. Nur vereinzelt habe es Berührungen und Masturbation mit Jungen gegeben.

Die beiden Pflichtverteidiger des Mannes hatten im Vorfeld vergeblich eine Annullierung des Urteils beantragt. Die Taten seien ja schon in Thailand beurteilt worden. Nun forderten sie, dass die Anklage wegen Menschenhandels fallen gelassen werde. Auch fehlten die Beweise für ein Netz von Kinderprostitution. Der Angeklagte gab zu Protokoll, dass er fürchte, er müsse im Gefängnis sterben. Deshalb möchte er seine Strafe verkürzt bekommen.

Sein persönliches Schicksal sei das Einzige, was ihn beschäftige, konterten die Zivilkläger sowie Staatsanwältin Yvonne Gendre. Die Magistratin hob hervor, dass die Anklageschrift genügend Beispiele dafür enthalte, dass der Rentner ein ganzes Netz von prostituierten Kindern geführt habe. Das Strafdossier enthalte 2500 Fotos von Knaben – einige davon nur für seine persönliche Befriedigung», sagte Gendre. Das Urteil des Kantonsgerichts steht noch aus.

bearbeitet von chs/FN

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