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Pandemie-Szenario: Den Offenverkauf einstellen und Heimarbeit einführen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Irmgard Lehmann

In ein paar Wochen sei es soweit, meinte ein Filialleiter eines Supermarktes in Freiburg: Dann könne keine Kundin, kein Kunde mehr nach der Tomate oder nach dem Apfel greifen, ohne sich den Plastikhandschuh überzuziehen. Eine Nachfrage bei Migros, Coop und Manor zeigt allerdings unterschiedliche Ansichten punkto Nützlichkeit solcher Massnahmen. Urs Peter Naef beispielsweise, Pressesprecher der Migros Schweiz, hat für solches nur Kopfschütteln übrig. Ein Plastikhandschuh schade mehr, als er nütze. «Mit einem Handschuh fassen die Kunden Früchte und Gemüse viel weniger vorsichtig an als ohne.» Ausserdem würden Viren auf solchen Lebensmitteln nicht lange überleben. «Da müsste einer auf den Apfel niesen und ihn gleich dem Kollegen zum sofortigen Verzehr überreichen.» Weil das Niesen die grösste Gefahr sei, werde Fleisch und Käse durch Glas geschützt. Naef empfiehlt, Gemüse und Früchte vor dem Verzehr zu waschen.

Desinfektionsmittel

Als Schutzmassnahme fasst die Migros unter anderem den Einsatz von Desinfektionsmitteln ins Auge. Migros-Kunden sollen aufgefordert werden, mit Desinfektionsmittel die Hände zu waschen. Wie Naef sagt, sind die 84 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Migros-Filialen der Schweiz informiert und auf eine allfällige Grippepandemie vorbereitet. Der Einsatz von Schutzmasken stehe dabei an erster Stelle.

Offenverkauf

Nicht so rigoros steht Coop den Plastikhandschuhen gegenüber. Das Warenhaus sieht darin immerhin eine der Schutzmöglichkeiten. Primär aber setzt Coop auf Abgepacktes: «Bei einer Pandemie werden wir als erstes den Offenverkauf einstellen», sagt Nicolas Schmied, Mediensprecher von Coop Schweiz. Auch die Abgabe von Schutzmasken ist Teil des Massnahmenplanes.

Und was sind die Strategien ganz im Allgemeinen? Schmied nennt drei Szenarien: Non-Food-Geschäfte schliessen, nur noch Abgepacktes in den Verkauf und Schutzmassnahmen mit Mundschutz und Desinfektionsmittel. Vom Personal an der Kasse wird verlangt, zur Kundschaft Abstand zu halten. «Beim Niesen ist der Ellbogen zu benützen», betont Schmied. Auch die 54 000 Angestellten von Coop Schweiz sind informiert.

Schutzmaske

Als Vorsichtsmassnahme zieht Manor den Plastikhandschuh in Betracht. Doch mit Vorbehalt: «Der Einsatz von Schutzhandschuhen im Lebensmittelbereich ist eine Möglichkeit, die diskutiert wird, aber noch nicht entschieden ist», sagt Markus Laub, Mediensprecher bei Manor. Handhygiene hingegen sei bereits jetzt prioritär – ebenso der Einsatz von Schutzmasken. In allen Manor-Filialen sei der Vorrat an Schutzmasken genügend.

Heimarbeit

Der Krisenstab der Manorgruppe hat verschiedene Pandemie-Szenarien entwickelt. Die Betriebsbereitschaft der Warenhäuser zwecks Versorgung der Bevölkerung stehe dabei im Vordergrund, betont Laub. Das Kassen- und Verkaufspersonal verfüge über eine spezielle Grundausrüstung. «Die Strategie sieht auch vor, dass ein Teil der Belegschaft von zu Hause aus arbeitet.» Die Manorgruppe zählt über 11 000 Angestellte.

Vogelgrippe

Seit dem Bekanntwerden der Schweinegrippe verfolgt die Manorgruppe in enger Zusammenarbeit mit den Behörden und den arbeitsmedizinischen Fachstellen die aktuelle Entwicklung der Grippe A (H1N1). Bereits vor zwei Jahren hatte Manor im Zusammenhang mit der Vogelgrippe einen Krisenstab gebildet. Dieser Krisenstab ist Ende April wieder aktiviert worden.

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