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«Patente nützen nur den Grossen»

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«Patente nützen nur den Grossen»

Wissenschaftliches Café zum Thema Lizenzen und Patente

Olivier Büchel, Initiant der Diskussionsrunde und Doktorand in Informatik, setzt sich für freie Software mit einer eigenen Lizenzform ein. Diese Meinung vertritt er heute Abend beim Wissenschaftlichen Café in Freiburg.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

«Patente behindern den Zugriff zum Wissen und grenzen aus. Das kommt einem Monopol gleich», ist Olivier Büchel, Forschungsassistent und Doktorant an der Universität Freiburg, überzeugt. Die Patente würden den Zugang zum Wissen für diejenigen verunmöglichen, die es sich nicht leisten können. Eine Entwicklung, die gerade im Zusammenhang von Medikamenten und Drittweltländern verheerend sein kann. «Patente nützen nur den Grossen.»

Dem Doktoranden schwebt dagegen vor, dass eine Idee, eine Methode oder eine Software allen Anwendern zur Verfügung steht und mit ihren Rückmeldungen ständig verbessert und entwickelt wird.

Alternative Betriebssysteme

Diese Form wird bei den alternativen Betriebssystemen im Gegensatz zum weltweit grössten Betriebssysteme-Hersteller angewandt und von den Anwendern akzeptiert. Das liege auch daran, dass die Qualität stimmt und die Kunden das Modell der freien und offenen Software mit einer eigenen Lizenzform schätzten.

Trotz der grossen Vorbehalte, die Büchel gegenüber Patenten hegt, müssen diese nicht a priori schlecht sein. So könne es für einen For-
scher, der zum Beispiel ein Jahr an einer neuen Methode forscht, von grosser Bedeutung sein, durch ein daraus resultierendes Patent finanziell für seine Arbeit entschädigt zu werden.
Eine Welt ohne Lizenzen und Patente gehört gemäss Büchel nicht zu den besten. «Eine Welt mit Lizenzen und Patenten dagegen gehört zu den schlechteren», sagte er.

Service statt Lizenzen

Die Devise Büchels lautet: Weg von der Lizenz, hin zum Service. «Das wird die nächste industrielle Revolution.» Dabei ist er überzeugt, dass namentlich im Bereich der Software, in dem es keine Patente gibt, sich in Zukunft ein serviceorientiertes Angebot durchsetzen wird: Die Software kann gratis bezogen werden, Kosten werden erst bei Serviceleistungen anfallen. Dies ist eine andere Art, mit Software Geld zu verdienen.
Wissenschaftliches Café

Heute Donnerstag, 24. April, lautet das Thema des von der Universität Freiburg einmal pro Monat organisierten Wissenschaftlichen Cafés: «Lizenzen, Patente: Wem nützen sie?»

An der Diskussionsrunde werden teilnehmen: Beat Tschudin vom Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum, Olivier Büchel, Doktorand der Informatik an der Universität Freiburg und Vertreter von Linux User Group Murten, sowie Slah-Eddine Drissi, Direktor der auf Innovation und Technologie-Transfer spezialisierten Firma Tecost.
Die Diskussion findet im Café-Restaurant «Le Central» an der St.-Peter-Gasse in Freiburg statt. Sie beginnt um 18 Uhr und dauert rund eineinhalb Stunden. Der Eintritt ist frei. jlb

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