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Planung und Realität in Stadt und Kanton

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In letzter Zeit sind viele Sachen im Tun, wo man sich als denkender Mitbürger öfters an den Kopf greifen muss. Als Neustes wird darüber nachgedacht, welche Spitäler man im Kanton schliessen sollte, um jährlich 6,2 Mio. Franken zu sparen. Wie viel man aber tatsächlich spart, bleibt eine offene Frage. Wenn man etwa bedenkt, dass bei Notfällen die Leute auf zum Teil viel längeren Wegen als bis anhin ins Kantonsspital transportiert werden müssten und dann bei den zu erwartenden langen Wartezeiten eventuell bleibende gesundheitliche Schäden davontragen würden. Auch die Idee, nur einen Notfalldienst bis Freitagabend und dann wieder ab Montag durchzuführen, grenzt an Absurdität. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass in den grösseren Städten wie etwa Bern oder Basel mit etwa halb so viel Einwohnern wie im Kanton Freiburg jeweils mehrere Spitäler existieren. Auf der anderen Seite spielt beim Strassenbau das Geld offenbar keine Rolle. So kostete schliesslich die Umfahrung von Bulle etwa 150 Millionen mehr als budgetiert, und die Poyabrücke läuft auch schon aus dem Ruder, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass noch immer niemand weiss, wie der Verkehr dann Richtung Stadtzentrum weitergehen soll. Um dann das Ganze, insbesondere für die Einwohner im Schönberg, «zu vereinfachen», soll die Zähringerbrücke für den Personenverkehr gesperrt und wenn möglich noch mehr Lichtsignale bei Fussgängerstreifen entfernt werden. Beim Bahnhof etwa wartet man jetzt schon über zwei Jahre auf die Wiedereinführung des Lichtsignals; «zur Freude» der Privatauto- und insbesondere der Busfahrer. Wie sich dies alles für die Innenstadt und insbesondere für die Perollesstrasse, wo sich schon jetzt wegen der Einbahnregelung weniger Kunden einfinden, noch entwickeln soll, steht in den Sternen geschrieben. Es scheint mir, dass es höchste Zeit wird, ganz allgemein eine vernünftigere Planung zu entwickeln, sonst wird die Innenstadt Freiburg zur Geisterstadt, und der Kanton Freiburg zum Spitalnotstands-staat.

Lukas Schaller, Freiburg

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