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Portfolio der Fähigkeiten

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Portfolio der Fähigkeiten

Amt für Berufsberatung mit neuem Angebot für Erwachsene

Immer mehr Erwachsene suchen Rat, um ihre berufliche Zukunft zu planen. Das kantonale Amt für Berufsberatung und Erwachsenenbildung bietet deshalb eine neue Dienstleistung an: das Portfolio «Bilanz der Kompetenzen».

Von CAROLE SCHNEUWLY

1332 Erwachsene haben sich 2004 beim Amt für Berufsberatung beraten lassen; das ist fast ein Viertel aller Ratsuchenden. Die Zahl der erwachsenen Ratsuchenden steigt seit 15 Jahren. Diese Tendenz entspricht laut Berufsberater Ismael Jordan den allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen: Die heutige Berufswelt fordere immer grössere Mobilität und Flexibilität.

Das neue Angebot «Bilanz der Kompetenzen» trägt diesen Bedürfnissen Rechnung. Mittels eines persönlichen Portfolios sollen alle Kompetenzen, Kenntnisse und Ressourcen, die jemand bis zu diesem Zeitpunkt in seinem Berufs- und Privatleben erworben hat, erfasst und beurteilt werden. Dabei gehe es nicht nur darum, alle Fähigkeiten aufzulisten, so Jordan. Die Ratsuchenden sollten sich auch bewusst werden, was sie alles könnten, ihre Interessen definieren und ihre Stärken entdecken.

Analysieren und planen

Die neue Dienstleistung wird vom Amt für Berufsberatung und Erwachsenenbildung ausserhalb seines Pflichtenheftes angeboten und ist deshalb kostenpflichtig. Die Teilnahme kostet 800 Franken. Inbegriffen sind acht dreistündige Gruppenateliers sowie eine individuelle Beratung und Betreuung. Einige Arbeit muss ausserdem zu Hause geleistet werden. «Man darf den Aufwand nicht unterschätzen», sagt Ismael Jordan. «Die eigene Vergangenheit nach allen Kompetenzen zu durchforsten, braucht viel Zeit.»

Auf diese Weise erarbeitet sich jeder Einzelne ein Portfolio, das einerseits seine Fähigkeiten, Interessen und Stärken darlegt, andererseits aber auch eine berufliche Zukunftsvision sowie einen entsprechenden Aktionsplan beinhaltet.

Vorerst nur auf Französisch

Die «Bilanz der Kompetenzen» richtet sich gemäss Berufsberaterin Carole Lauper Menninger an Personen mit einem untypischen Lebenslauf, an Hausfrauen, die wieder ins Berufsleben einsteigen möchten, an Arbeitslose, Ausländer oder Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Das Portfolio ist zwar kein offiziell anerkanntes Papier. «Es kann aber helfen, das Selbstvertrauen zu fördern, sich über die eigenen Fähigkeiten bewusst zu werden und diese auch besser zu verkaufen», so Lauper. Man erarbeite konkrete Argumente in eigener Sache und werde glaubwürdiger.

Vorerst gibt es die Dienstleistung nur auf Französisch. Um teilzunehmen, muss man nicht französischer Muttersprache sein, sich aber mündlich und schriftlich auf Französisch ausdrücken können. Die erste Gruppe wird ihre Ateliers zwischen dem 14. Februar und dem 30. Mai abhalten, jeweils am Montagabend von 18.15 bis 21.15 Uhr. Ist das Projekt erfolgreich, wird es wiederholt und auch auf Deutsch angeboten.

Weitere Informationen beim Amt für Berufsberatung und Erwachsenenbildung: 026 305 41 86. Eine öffentliche Informationsveranstaltung findet statt am Montag, dem 17. Januar, um 20 Uhr im Berufsinformationszentrum an der St.-Peter-Gasse 3 in Freiburg.

Idee aus den
Fünfzigerjahren

Das Portfolio der Kompetenzen ist keine neue Idee. Die Ursprünge liegen in den USA der Fünfzigerjahre. Damals wollten amerikanische Soldaten, die aus dem Koreakrieg zurückkehrten, die Fähigkeiten, die sie sich in der Armee angeeignet hatten, für den Wieder-
einstieg ins Berufsleben nützen. So entstand die Idee, alle Kompetenzen einer Person systematisch zu erfassen.

Auch die nordamerikanischen Einwanderer machten sich das System zunutze, weil sie oft wenige berufliche Qualifikationen mitbrachten oder ihre ausländischen Diplome in den USA nicht anerkannt wurden. Hausfrauen begannen ebenfalls, ihre in Haushalt und Erziehung erworbenen Kenntnisse auf diese Weise aufzuwerten. cs

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