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Positive Zwischenbilanz

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Projekt Basisstufe gut angelaufen

Autor: Von PATRICK HIRSCHI

«Es läuft sehr gut», freut sich Marlene Schwab, Lehrerin an der Primarschule in Fräschels. Seit einem Jahr betreut sie zusammen mit Corine Käser eine Klasse, die aus Kindergartenschülern sowie Erst- und Zweitklässlern besteht. Für kleine Dörfer mit geringer Schülerzahl ist ein System wie die Basisstufe überhaupt die einzige Möglichkeit, in der eigenen Gemeinde noch selber eine Schule mit genügend grossen Klassen führen zu können.Doch auch im Schulalltag scheint sich die Basisstufe zu bewähren. Die Lehrpersonen können sich individueller auf die Fähigkeiten der einzelnen Schüler einstellen. «Und es gibt nicht mehr diesen Konkurrenzdruck innerhalb eines Jahrgangs», stellt Carole Richoz fest. Sie führt in Bärfischen eine Basisstufe – übrigens die einzige französischsprachige in der ganzen Schweiz. Ingesamt testen zurzeit neun Kantone dieses neue Schulsystem.

Jüngere lernen von Älteren

Weil Fräschels schon am Montag den Schulbetrieb wieder aufgenommen hat, konnte Marlene Schwab bereits einen weiteren Vorteil der Basisstufe feststellen. «Die Regeln für den Unterricht waren den Kindern sofort klar, weil ich ja nicht eine vollkommen neue Klasse vor mir hatte, sondern die meisten schon im Vorjahr bei mir waren.»Je nach Auffassungsvermögen verbringt ein Kind drei bis fünf Jahre in der Basisstufe, bevor es in die dritte Primarklasse übertritt. Weil Fräschels schon vor Beginn des Pilotprojekts den zweijährigen Kindergarten kannte, sei die Umstellung auf die Basisstufe leichter gefallen, sagt Schwab.Sie bemerke, dass die jüngeren Kinder in der Klasse viel von den älteren lernen würden. «Und umgekehrt übernehmen die Älteren gerne Verantwortung», fügt sie hinzu. Ähnliche Feststellungen werden auch in Bärfischen gemacht: «Durch die Altersmischung erhöht sich die Sozialkompetenz der Kinder. Es entsteht eine Art Familieneffekt», sagt Carole Richoz.

Ab diesem Jahr auch in Murten

Dass gerade die Lehrpersonen von der Basistufe so überzeugt sind, freut Renata Lichtsteiner, die als Kindergarteninspektorin das Projekt im Kanton Freiburg betreut. Schliesslich habe man vor Beginn des Pilotprojekts gerade von dieser Seite eine gewisse Skepsis gespürt, meint sie. «Einige hatten Bedenken, weil sie es nicht gewohnt waren, zu zweit vor einer Schulklasse zu stehen.»Doch gerade dieses «Teamteaching» empfinden die meisten Lehrer nun als motivierend, wie aus dem Evaluationsbericht der Erziehungsdirektoren-Konferenz Ostschweiz hervorgeht. Diese koordiniert das Pilotprojekt innerhalb der beteiligten Schweizer Kantone.Im Kanton Freiburg führt ab diesem Schuljahr auch Murten versuchsweise eine Basisstufenklasse. Im Gegensatz zu Bärfischen und Fräschels soll das System Basisstufe in Murten unter erschwerten Bedingungen getestet werden. Die Murtner Versuchsklasse wurde laut Renata Lichtsteiner daher bewusst heterogen zusammengesetzt. So sind darunter auch fremdsprachige Kinder sowie Kinder mit Lernschwierigkeiten. hi

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