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«Qualität ist wichtig, nicht die Form»

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Markus Baumer, der neue «Monsieur Culture», freut sich auf die Arbeit in Freiburg

Die Aufgaben werden sich auf zwei Prioritäten verteilen. Dies ist einerseits die Subventionsproblematik und andererseits die Frage der kulturellen Infrastrukturen. Bei den Subventionen geht es vor allem darum, eine gerechtere Verteilung der vorhandenen Mittel zu erlangen. Um jedoch eine solide Kulturpolitik zu betreiben, ist genügend Geld nötig. Ich werde also auch versuchen, die vorgesehene Erhöhung der kommunalen Subventionen zu bewirken, wenn möglich noch in diesem Jahr. Meine Aufgabe im Bereich der Infrastruktur wird sich auf den Bau der beiden vorgesehenen Theater beschränken, deren Realisierung bevorsteht. Dabei muss sowohl die Finanzierung als auch die Architektur berücksichtigt werden. Das Wichtigste ist jedoch das Betreibungskonzept, das es zuerst gemeinsam mit den Kulturschaffenden und Vertretern der Politik auszuarbeiten gilt.

Der Zeitpunkt des Amtsantrittes ist für mich ideal. In Zürich wird nämlich der Club, dessen Geschäftsleitung ich bis jetzt innehatte, im September an neuem Standort eröffnet. Wäre die Stelle vor einem Jahr ausgeschrieben gewesen, dann hätte ich mich nicht bewerben können.

Ich bin Freiburger und seit jeher mit der Freiburger Kultur vertraut. In den 90er Jahren habe ich mich selber aktiv als Veranstalter und Musiker betätigt und bin so mit den kulturpolitischen Problemen in Kontakt gekommen. Schon damals spürte ich, wie wichtig ein Mitspracherecht der Kulturschaffenden in der Politik gewesen wäre. Doch damals war es nicht möglich. Heute hat sich die Situation verändert. Der Kultur kommt ein höherer Stellenwert zu. Man hat ihre Bedeutung für die Zukunft erkannt. Um meinen Job zur Zufriedenheit zu erfüllen, werde ich selbstverständlich wieder nach Freiburg ziehen müssen, worauf ich mich schon freue. Die näheren Gründe für meine Wahl kenne ich nicht. Das müssen Sie schon die Entscheidungsträger der Gemeinden fragen.

(Spontan:) Transparenz und Kommunikation. Ich werde hart daran arbeiten, dieses Ziel zu erreichen. Kommunikation bedeutet, auf die Leute zuzugehen und Kontakte zu knüpfen. Es gilt, eine gemeinsame Basis zwischen Kulturschaffenden, Politikern und der Bevölkerung aufzubauen, die wegweisend für die Zukunft der Kulturpolitik in der Stadt Freiburg ist. Im Weiteren möchte ich ein stabiles Terrain für die Kultur anbieten, damit sich Freiburg auch gesamtschweizerisch profilieren kann. Eine Plattform besteht schon, ist doch in Freiburg Kultur gross geschrieben.

Ich werde nicht mehr Kulturschaffender sein, sondern Kulturförderer. Ich habe lange Musik gemacht und war daneben als Veranstalter tätig. Ich denke, darin besteht der grösste Unterschied. Ich habe die Seite gewechselt. Dies geschah schon in Zürich, aber durch die Arbeit in Freiburg wird dieser Schritt definitiv. Ich werde eine Vermittlerrolle übernehmen. Das ist neu.

Eigentlich ist es paradox, wenn ich sage, dass ich an dieser Stelle nicht als Erstes den «Blues Rock» nenne, wie ich ihn zusammen mit Calvin Russell selber spiele. Aber tatsächlich mag ich alle Kulturformen über die klassische Musik bis hin zur Literatur. Wichtig ist mir die Qualität und nicht die Form. Ich würde auch nicht eine Grenze zwischen klassischer und zeitgemässer Kultur ziehen, denn was heute modern ist, ist morgen schon wieder traditionell. Heute verstehen sich die meisten Künstler als Forscher. Kultur ist eine Art Zukunftsforschung. Aber es ist wie in der Geschichte: Man muss die Vergangenheit verstehen, um in der Gegenwart bestehen zu können.

Ich freue mich und werde mit viel Power an die Arbeit gehen. Es ist nicht einfach, und natürlich habe ich grossen Respekt vor dem, was auf mich zukommt. Ich werde versuchen, objektiv und vor allem konfliktfähig zu bleiben. Ich möchte einen Beitrag zur Kulturentwicklung in Freiburg leisten.

…keine Welt. Der Mensch definiert sich durch die Kultur.

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