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Rabattschlachten wie Black Friday bergen Schuldenrisiko

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70 Prozent Rabatt auf einen neuen Fernseher, die Spielkonsole zum halben Preis: Mit solchen Angeboten locken Detailhändler auch dieses Jahr wieder am Black Friday die Kunden. Doch Experten warnen vor dem Kauf auf Pump. Es drohe die Schuldenfalle.

Der Schweizer Detailhandel hat die Corona-Pandemie dieses Jahr zu spüren bekommen. Die Umsätze im stationären Geschäft gingen zurück. Derweil erlebte das Online-Shopping einen deutlichen Zuwachs. Und der Black Friday dürfte den Internet-Händlern noch zusätzlichen Schwung verleihen.

Allerdings kaufen über vier Fünftel der Internet-Kunden ihre Produkte zumindest teilweise auf Pump. Grund hierfür sind die im Onlinehandel üblichen Bezahlungsarten. So kaufen die Kunden meist mit der Kreditkarte oder auf Rechnung.

Bei beiden Arten der Bezahlung wird der Betrag erst mit einiger Verspätung tatsächlich beglichen oder dem Konto der Kunden abgebucht. Auch Ratenzahlungen sind häufig möglich. Im Vergleich dazu bezahlen die Konsumenten im stationären Geschäft meist mit Bargeld oder mit Debit-Karten, bei denen der Betrag direkt dem Konto abgebucht wird.

Shoppen kann «ins Auge gehen»

Die Entwicklung hin zu mehr Online-Shopping ist somit nicht ungefährlich. «Viele verschaffen sich mit einem Zahlungsaufschub Spielraum auf dem Konto. Gerade bei höheren Beträgen kann das in der gegenwärtigen Situation aber ins Auge gehen», sagt Comparis-Experte Michael Kuhn am Freitag zur Nachrichtenagentur AWP.

Gerade in der anhaltenden Coronakrise solle man Vorsicht walten lassen, rät Kuhn. Wegen dieser drohe nach wie vor ein Einkommensverlust durch Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder tiefere Umsätze bei Selbstständigerwerbenden. Gerade bei Menschen mit tieferen Einkommen könnte das ungehemmte Black-Friday-Shopping somit zur Schuldenfalle werden.

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