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Raumplanung, Verkehr und Umwelt als Basis

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Raumplanung, Verkehr und Umwelt als Basis

Beabsichtigter Haupttätigkeitsbereich der Agglomeration Freiburg ist bekannt

Die Agglomeration Freiburg ist momentan von der Kommissionsarbeit geprägt. Diese geht gut voran. Sieben Tätigkeitsbereiche sind vorgesehen und werden nun geprüft.

Von CHRISTIAN SCHMUTZ

«Es ist schön, dass in allen drei Kommissionen sehr viel passiert und dass sehr engagierte Leute darin sind», sagt Christoph Allenspach. Als Präsident der Kommission «Tätigkeitsbereiche» ist er an der Quelle der zukünftigen Zusammenarbeitsgebiete der Agglomeration. Dann werden in den beiden anderen ständigen Kommissionen deren finanziellen und juristischen Auswirkungen geprüft.

1. Raumplanung, Verkehr, Umwelt; 2. Wirtschaft, Tourismus; 3. Kultur, Sport

Die Kommission soll die Aktivitätsbereiche der Agglomeration definieren und hat diese Arbeit vorangetrieben. «Alle unsere Entscheide waren einstimmig», sagt Allenspach und listet auf, in welche Richtung die Zusammenarbeit gehen könnte: Raumplanung, Verkehr und Umwelt; Wirtschaft und Tourismus; Kultur und Sport.

«Wir wollen die Gemeindeautonomien nicht antasten», schwächt der 49-jährige Stadtfreiburger ab. Stattdessen müsse die Agglomeration ergänzend wirken, wo die Gemeinden nicht allein arbeiten könnten oder allein überfordert wären. Als Beispiel spricht Allenspach die Kulturpolitik in den letzten Jahren an. Hier habe eine «Goldgräber-Stimmung» geherrscht. Auch die vielen Gemeindeverbände mit unterschiedlichen Perimetern seien keine Basis für eine Koordination der Themenbereiche gewesen. «Da sitzen überall andere Leute», sagt Allenspach.

Auf Vorarbeiten und Erfahrungen
der Cutaf aufbauen

Die Kommission hat nicht nur geprüft, welche Themenbereiche einbezogen und wie sie untereinander verknüpft werden könnten, sondern auch, auf welche bestehende Strukturen aufzubauen sei. Die Vorarbeiten und die Erfahrungen des Verkehrsverbundes Cutaf sind eine ideale Grundlage. «Sonst wäre eine sinnvolle Arbeit im Bereich Raumplanung, Verkehr und Umwelt in so kurzer Zeit nicht möglich», sagt Allenspach. Diese drei Bereiche seien eine minimale Basis für die zukünftige Entwicklung des städtischen Zentrums.

Die Ortsplanung bleibe bei den Gemeinden, aber die Grundlagen und Richtlinien würden innerhalb der Agglomeration definiert. So verlangt es auch der Bund: Um Subventionen zu erhalten, müssen bis Ende 2004 Raumplanung, Verkehr und Umwelt in allen Gemeinden einer Agglomeration aufeinander abgestimmt sein. Und auch der Kanton hat ein grosses Interesse an einem regionalen Richtplan.
Der Entwicklungsbereich «Wirtschaft und Tourismus» könnte auf bestehenden Strukturen aufbauen. Aber gerade im Tourismus sind diese momentan sehr komplex und verzettelt.
Die Kultur hat ebenfalls eine bestehende Basis, auch wenn Allenspach die Komplexität der drei Coriolis-Gemeindeverbände mit unterschiedlichen Grössen anprangert. Noch schlimmer siehts aber bei den regionalen Sport-Infrastrukturen aus. Hier besteht keinerlei Zusammenarbeit innerhalb der Agglomeration. Alles muss von Null auf angepackt werden.

Weitere Zusammenarbeit
vielleicht in einer zweiten Phase

Trotzdem ist Christoph Allenspach überzeugt, dass alle beabsichtigten Aktivitäten in einer ersten Phase – zum Beispiel ab 1.1.2006 – realisiert wer-den können. Vorspuren wird die
Agglomerations-Vollversammlung diesen Herbst. Allenspach hofft dabei auf einen Grundsatzentscheid, um zu sehen, ob die Kommissionen auf dem richtigen Weg sind.

Der Kommissionspräsident kann sich auch vorstellen, in den Statuten mögliche spätere Zusammenarbeitsbereiche aufzuführen. Er denkt dabei an den ganzen Sozialbereich, die technischen Dienste und die Feuerwehr. «Das muss aber noch offen bleiben», erklärt Allenspach. Sonst würde das Paket allzu sehr überladen.
Er gehe davon aus, dass die Statuten bei der Volksabstimmung angenommen würden. Vor allem wenn er sehe, welchen Wandel frühere Agglo-Gegner gemacht hätten. Auch Düdingen und Tafers seien sehr pragmatisch dabei und hätten gemerkt, dass daneben die Zusammenarbeit innerhalb des Sensebezirks nicht gefährdet sei.

Kommission «Tätigkeitsbereiche»: Christoph Allenspach, Gilles Bourgarel und Dominique Nouveau Stoffel (alle Freiburg), Christian Marbach (Düdingen), Anton Meuwly (Tafers), Georges Baechler (Givisiez), Olivier Maradan (Marly), François Pythoud (Villars-sur-Glâne), Jean-Marc Kuhn (Corminboeuf).

Fünf
Fragen
zur Agglo

Fünf kurze Antworten zur Agglomeration von Christoph Allenspach. Der Präsident ist überzeugt, dass die Kommission «Tätigkeitsbereiche» das bestmögliche Produkt erarbeitet.

Mit CHRISTOPH ALLENSPACH sprach CHRISTIAN SCHMUTZ

Welches ist aus heutiger Sicht die beste Zusammenarbeits-Lösung für die rund 70 000 Einwohner im Perimeter der Agglomeration Freiburg?

Die Agglomeration ist unumgänglich. Auf die Länge wären auch verschiedene Fusionen darin gut. Perfekt wäre eine Grossfusion. Diese ist aber nicht unbedingt realistisch.

Wenn Sie auf einer Skala von 1 bis 10 den Fortgang der Arbeiten beurteilen müssten, wie wäre ihre Benotung?

In unserer Kommission eine 10.

Warum?

Die Zusammenarbeit ist harmonisch und die Mitglieder haben erstaunliche Wege gemacht. Alle wollen das bestmögliche Produkt erarbeiten, egal ob die Gemeinde dafür oder dagegen ist.

Wo liegen die Hauptprobleme?

Die Vertrauensbildung; der Beweis, dass wir zusammenarbeiten können, sowie technische Fragen, weil wir das «Erbe» der bisherigen Gemeindeverbände zusammenführen müssen.

Worin besteht die Hauptchance?

In der heutigen Struktur sind wir zu schwach innerhalb des Schweizer Städtenetzes. Nur dank dem Halt des Intercitys hat Freiburg noch einen gewissen Stellenwert. Mit der Agglomeration bekommen wir eine brauchbare Grösse sowie eine Basis von Vertrauen, Transparenz und Demokratie. Dies dient allen.

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