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Rechnung positiv trotz Nachbesserungen

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«Dieses Mal ziehen wir definitiv einen Schlussstrich», sagte Anton Rüffieux, Präsident der Mehrzweckgenossenschaft Ärgera-Höllbach, an der Generalversammlung vom Donnerstagabend vor 28  Mitgliedern. Seine Betonung auf das Wort «definitiv» übernahm auch Ingenieur Raphael Richter – beide bezogen sich auf die Schlussrechnung für die Gesamtsanierung der Basisstrasse in den Plasselbschlund, eines der wichtigsten Bauprojekte der Genossenschaft in den letzten Jahren. Erste Arbeiten an diesem rund 4,6 Kilometer langen Strassenstück zwischen dem Eingang des Tales im Roggeli bis zum Torryboden waren ab 2014 bis 2016 in Etappen ausgeführt worden. Kernstück war eine sogenannte Ribbertwand bei der Abzweigung zum Steinbruch Tatüren, eine komplizierte Hang- und Strassenbordbefestigung mit aufwendigen Verankerungen: Eisenbahnschienen wurden acht Meter tief in den Boden gerammt, mit Ankern zurückgebunden und mit zusammengeschweissten Querprofilen verstärkt. Die Experten gingen damals davon aus, dass diese Massnahme ausreichen würde, um ein erneutes Absenken dieses Strassenabschnitts zu verhindern.

Nachbesserungen nötig

Doch es kam anders: Einen Tag nach dem Starkregen vom 28.  und 29. Mai 2016 zeigten sich Risse und erste Absenkungen auf der neuen Fahrbahn. Kontrollmessungen ergaben, dass sich ein Teil der Stützwand vertikal gesenkt hatte. «Es stellte sich heraus, dass einige der gebohrten Stützen nicht bis hinunter auf den Fels aufkamen», erklärte Raphael Richter vom Forstingenieurbüro «pbplan». Unter diesen Stützen war der Hang ins Rutschen gekommen. Die Firma, die diese Konstruktion angebracht hatte, hatte zwischen den Stützen 14 und 18  zu wenig tief gebohrt. Das Unternehmen übernahm die Verantwortung und führte die Reparatur als Garantiearbeit aus. Neu sind die besagten Stützen nun 11 bis 13  Meter tief beziehungsweise zwei Meter tief in den Fels verankert. Um die Stützwirkung zu verstärken, hat die Baukommission zusätzliche Massnahmen ergriffen, wie Hangentwässerungen, Bohrungen, Sickerpackungen und offene Gräben. Dies hatte Mehrkosten von 23 600 Franken zur Folge. Ein Jahr später als geplant wurde die Sanierung abgeschlossen.

Doch gab es für die Mitglieder der Mehrzweckgenossenschaft gute Nachrichten: Die Schlussabrechnung fiel trotzdem besser aus als budgetiert. Bei der Planung war man von 1,4 Millionen Franken ausgegangen, effektiv kostete die Sanierung 1,344 Millionen Franken. Nach Abzug von Subventionen von Bund und Kanton, der Beteiligung von Drittparteien wie Gemeinde, Staatsforst und Steinbruch, verbleiben zulasten der Genossenschaft noch 342 000 Franken.

Die Versammlung hat diese Abrechnung und auch die Jahresrechnung 2017 genehmigt. Sie weist einen Umsatz von 248 000 Franken und eine Bilanzsummer von 1,8 Millionen Franken auf. «Die aktuelle finanzielle Lage der Mehrzweckgenossenschaft ist positiv», fasste Kassierin Nadine Julmy zusammen. Die Fonds seien eine gute Absicherung für Projekte. Präsident Anton Rüffieux hat im Rückblick die Bilanz eines ruhigen Jahrs gezogen. Ein nächstes Grossprojekte ist die Erschliessung der Muschen­eggflanke. Da ein erster Vorschlag zu kostspielig ausfiel, wird als neue Variante geprüft, allenfalls nur einen Maschinenweg zu realisieren. Für Ärger sorgte einmal mehr der Vandalismus im Torryboden: Die Barriere ist wiederum von Unbekannten beschädigt worden. Die Versammlung hat zudem Roger Raemy aus dem Vorstand verabschiedet und Daniel Pürro, Leiter des Staatsforstbetriebs Sense, in dieses Gremium gewählt.

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