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Reiseabenteuer auf dem Spielbrett

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

Buchstäblich spielerisch geht es in der neuen Sonderausstellung des Sensler Museums zu und her: Sie zeigt eine Auswahl von Gesellschaftsspielen aus der Zeit von 1880 bis 1920 aus der Sammlung von Donat Schaller aus Tafers. Nebst der zeitlichen Einschränkung habe sie bei der Wahl der Spiele vor allem darauf geachtet, dass sie einen Bezug zur Schweiz hätten, sagte Museumsleiterin Marie-Anne Pinheiro-Fankhauser am Freitag anlässlich der Präsentation der Ausstellung.

Einblick in Gesellschaft

In dreizehn Vitrinen sind die Spiele nach dreizehn Themen gruppiert. Beim Betrachten wird schnell klar, dass es hier weit mehr zu entdecken gibt als nostalgische Spielbretter, -karten und -figuren. Die ausgestellten Gesellschaftsspiele geben tiefe Einblicke in die gesellschaftlichen Verhältnisse, den technischen Fortschritt, den Zeitgeist oder die Mode um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Würfelnd durchs Land

Typisch für die Schweiz ist etwa, dass ihre Reize und Sehenswürdigkeiten sehr oft in Reisewürfelspielen Niederschlag finden. Darin spiegelt sich der Aufschwung des Tourismus und besonders des Alpentourismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wer die nötigen Mittel hatte, selber solche Reisen zu unternehmen, mag die Spiele als Vorbereitung oder Erinnerung gesehen haben; den weniger gut Betuchten boten sie immerhin Reiseabenteuer auf dem Spielbrett.

In Freiburg wird gegessen

So sind in der Ausstellung im Sensler Museum mehrere Ausgaben von Ravensburgs «Reise durch die Schweiz» zu sehen, die eine Familie vom Bodensee kreuz und quer durch das Land bis in die Bundesstadt, nach Bern, führt. Auf Spielfeld 27 kommen die Spielerinnen und Spieler in Freiburg vorbei, wo es allerdings keine besondere Sehenswürdigkeit zu bestaunen, dafür eine «leibliche Stärkung» zu geniessen gibt.

«Numme nid gsprengt»

Eine andere Vitrine ist einem «Spiel mit vielen Namen» gewidmet: Das noch heute als «Eile mit Weile» oder «Mensch ärgere dich nicht» weit verbreitete Spiel hat seine Wurzeln in Indien und wurde in unseren Breitengraden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts populär. Bekannt war das Brettspiel etwa unter den Bezeichnungen «Der Weg zur Herberge», «Mit Bedacht zum Ziel» oder «Immer vorwärts»; und auch eine Variante mit dem schweizerdeutschen Namen «Numme nid gsprengt» ist im Sensler Museum in Tafers zu sehen.

Besonders sehenswert ist die Sammlung von «Kugelspielen», lauter teils längst in Vergessenheit geratene Spiele, in deren Mittelpunkt Kugeln oder Murmeln stehen. Darunter finden sich allerlei Glücks- und Geschicklichkeitsspiele wie das Tivoli, eine Art Vorläufer des Flipperkastens.

Weitere Themen sind zum Beispiel «Transportmittel», «Alpenland Schweiz», «Strategiespiele», «Zirkus», «Tiere» oder «Lernspiele».

Sensler Trouvaillen

Zwei Trouvaillen aus Sensler Sicht hat Museumsleiterin Marie-Anne Pinheiro-Fankhauser ebenfalls in die Ausstellung geschmuggelt, obwohl sie nicht ins zeitliche Konzept passen: ein elektronisches Spiel und ein Trachtenquartett, in denen die Sensler Kränzlitracht vertreten ist.

Sensler Museum, Tafers. Bis zum 16. August. Do. bis So. 14 bis 17 Uhr Nacht der Museen mit Spielanimationen: Sa., 16. Mai, 18 bis 22 Uhr Führungen: So., 17. Mai, (Franziska Werlen) und So., 7. Juni, (Heinz Fankhauser), jeweils 14.30 Uhr.

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