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Rekordernte 2004

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Rekordernte 2004

Saatzucht Düdingen baut 42 Getreide- und 21 Kartoffel-Sorten an

Die Saatzucht-Genossenschaft Düdingen (SGD) blickt dank einer guten Pflanzkartoffel- und einer Rekord-Getreideernte auf ein gutes Geschäftsjahr 2004 zurück. Die Sicht auf die Zukunft wird allerdings getrübt durch die Pläne der Agrarpolitik 2011.

Von ANTON JUNGO

170 aktive und zahlreiche ehemalige Saatzüchter haben am Donnerstag an der Generalversammlung der SGD in Düdingen teilgenommen. Bruno Schwaller, Präsident des Verwaltungsrates, betonte bei der Begrüssung, dass optimale Bedingungen von der Aussaat bis zur Ernte zu einem guten Resultat geführt haben – sowohl bei der Menge wie auch der Qualität der Ernte, aber ebenfalls beim Geschäftsergebnis.

Dunkle Wolken über
der Landwirtschaft

Gleichzeitig wies er aber auf die dunklen Zukunftsaussichten für die Landwirtschaft hin. Bis 2011 wird der Grenzschutz für landwirtschaftliche Produkte fallen. «Die Produzentenpreise werden dadurch weiter unter Druck geraten», ist er überzeugt und hielt fest, dass die SGD reagieren und nach Lösungen suchen werde. Bei den Kartoffeln beträgt die Produktion schon heute nur noch einen Drittel von jener vor 50 Jahren.

Hart ins Gericht mit der schweizerischen Agrarpolitik und vor allem mit der WTO (Welthandelsorganisation) ging Landwirtschaftsdirektor Pascal Corminboeuf. Er ist überzeugt, dass die WTO die Bauern in den Ruin treibt. Für ihn ist es unbegreiflich, dass die Schweiz der WTO gegenüber mehr Gehorsam leistet als notwendig ist. «Ein Land, das bereit ist für die Krankenversicherung mehr Geld auszugeben als für die Produktion gesunder Lebensmittel, ist auf dem falschen Weg», hielt er fest.

42 Sorten Getreide
und 21 Sorten Kartoffeln

Aus dem Jahresbericht von Geschäftsführer Fritz Marschall ging hervor, dass die SGD 11 231 Tonnen Saatgetreide (19 Prozent mehr als im Vorjahr) übernommen hat. Dies bedeutet eine Rekordmenge. Die durchschnittliche Saatgutausbeute lag bei 83 Prozent, was ebenfalls eine Rekordhöhe bedeutet. Kam dazu, dass auch die Saatgutqualität überdurchschnittlich gut war. Die Saatfläche belief sich auf 1666 Hektaren (mit 42 Sorten Getreide), wobei 27 Hektaren nach der Feldbesichtigung zurückgezogen oder aberkannt wurden.

Pflanzkartoffeln wurden auf einer Fläche von 432 Hektaren (in 21 Sorten) angebaut. Die Erntemenge von 7405 Tonnen entsprach jener des Vorjahres. Mit durchschnittlich 195 Kilogramm pro Are kann der Ertrag als gut bezeichnet werden. Wie Oswald Perler, Verantwortlicher für die Qualitätssicherung, ausführte, haben verschiedene Faktoren dazu geführt, dass der Virenbefall aussergewöhnlich hoch war. Seit Jahren sei es nicht mehr vorgekommen, dass rund acht Prozent der Posten (total 29) zurückgewiesen werden mussten. Er rief die Produzenten zu besonderer Wachsamkeit auf; wies aber gleichzeitig darauf hin, dass der Mensch nicht alle Faktoren, die den Virusbefall beeinflussen, im Griff haben könne (wie das Wetter oder die Blattlauspopulation).

18 Millionen Franken Umsatz

Die gute Getreide- und Kartoffelernte hat sich positiv auf das Geschäftsergebnis der SGD ausgewirkt. Bei einem Gesamtumsatz von 18,321 Millionen Franken erwirtschaftete die Genossenschaft gemäss Rechnungsführer Patrick Zurkinden einen Cashflow von rund 590 000 Franken. Dieser liegt fast 27 Prozent über jenem des Vorjahres. Nach Abschreibungen und Steuern verbleibt ein Unternehmungsgewinn von 60 000 Franken. Der gute Geschäftsgang der vergangenen Jahre hat es der Genossenschaft ermöglicht, Investitionen zu tätigen, ohne sich neu zu verschulden.

Bruno Hayoz, Mitglied der Geschäftsleitung, stellte die zwei wichtigsten Investitionsvorhaben des vergangenen Jahres vor. Sowohl für das Getreide wie auch für die Kartoffeln wurde eine neue Absackanlage installiert. Diese vereinfachen und optimieren die Auslieferung des Saatgutes.

212 aktive Mitglieder

Die SGD zählt zurzeit 212 aktive Saatzüchter; 177 produzieren Pflanzkartoffeln und 139 Saatgetreide. Fünf sind in der Produktion von Gras- und Kleesamen tätig und 21 bauen Eiweisserbsen an. Hans Pfister, Kerzers, René Vonlanthen, Niedermuhren, und Robert Aeberhard, Übewil, wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

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