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+ Robert Klaus, Alterswil

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Vor knapp 87 Jahren, am 18. September 1916, erblickte Robert Klaus in Plaffeien das Licht der Welt. Er war das jüngste Kind der achtköpfigen Wirtefamilie. Nach einem Abstecher nach Marly übernahm sein Vater Viktor Klaus das Café National in Freiburg. Hier, im Burgquartier der Stadt Freiburg, absolvierte Robert die obligatorische Schulzeit. Dadurch wuchs er zweisprachig auf. Diesen Bezug zur französischen Sprache, zu den Einwohnern und den Kirchen dieses Quartiers, hat er zeitlebens gepflegt.

Seine Jugendzeit wurde von einem hartnäckigen Lungenleiden beeinträchtigt. Robert liess den Kopf nicht hängen, im Gegenteil, er entwickelte die Kämpfernatur, die in seinem späteren Leben immer wieder zum Ausdruck kam. Er wurde Metzger, konnte schon bald eine Metzgerei in Alterswil in Pacht nehmen und später vom Bistum erwerben.
Mit Louise Marro gründete er eine Familie, der drei Söhne geschenkt wurden. Es war keine einfache Zeit. Der Krieg war ausgebrochen, Robert wurde als Militärkoch eingezogen. Da hiess es zu Hause anpacken: Es brauchte das Engagement der ganzen Familie, insbesondere das seiner Gattin, um zu überleben. Trotzdem oder gerade darum wurde oft im Kreise der Familie musiziert. Robert hatte das den Familien Klaus nachgesagte Talent der Stegreifmusiker. Er spielte Klavier wie auch Akkordeon gleichermassen sicher (bevorzugt wurden allerdings die schwarzen Tasten), wobei sein Stil unverkennbar war. Er war auch Mitbegründer des Jodlerklubs Alterswil.
Robert war Unternehmer, einer, der an die Kraft des Willens, des Machbaren glaubte. So wurde mit grossen Eigenleistungen der Familienmitglieder das Restaurant Blümlisalp gebaut. Bald einmal wurde die Blümlisalp zum Treffpunkt der Volksmusikfreunde. Begleitet von den Söhnen und Musikkollegen verbreitete seine Hausmusik ein Klima der Fröhlichkeit und der Behaglichkeit, welches sowohl von den deutsch- wie den französischsprachigen Gästen geschätzt wurde. Mit Weitblick und Initiative wurde der Familienbetrieb in den späten 60er Jahren mit einer Militärunterkunft vergrössert, die von den Rekrutenschulen und WK-Truppen rege benutzt wurde.
Im christlichen Glauben fand er Zuversicht. So besuchte er oft seinen Namensvetter Bruder Klaus im Flüeli-Ranft und die Mutter Gottes in Les Marches. Den regelmässigen Gang zum Elterngrab liess er nur ungern aus. Dieser enge Bezug zu seinen Wurzeln brachte es mit sich, dass Robert im Familiengrab auf dem Friedhof St. Leonhard in Freiburg zu ruhen wünschte.
Nach Jahren intensiven Schaffens zog er sich in sein Chalet zurück. Doch das Musizieren wurde weiterhin gepflegt, und so konnte man ihn an manchen Wochenenden in Schwarzsee hören. Langsam machte sich der Alterungsprozess bemerkbar. Eine Oberschenkelfraktur mit Komplikationen machte mehrere Spitalaufenthalte notwendig. Trotz guter Hauspflege konnte er sich nur noch teilweise erholen. Am Sonntag, dem 22. Juni, kurz nachdem er noch am Tisch gefrühstückt hatte, ist er in seinem Heim entschlafen. Er war ein Schaffer und Macher, gleichzeitig ein sensibler Musiker. Seine Musik, seine Jauchzer sind verstummt, seine Weisen werden weiter erklingen.

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