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Rockgenuss mit Strandgefühlen

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17. Openair Plage Salavaux

Autor: Von PASCAL JÄGGI

Endlich schönes Wetter! Die Freude war gross bei den Organisatoren des Openairs Plage Salavaux. Sascha Young erinnerte sich an die letzte Ausgabe, die von Sonnenschein geprägt war, sie fand im Hitzesommer 2003 statt. Klar, dass mehr Besucher den Weg an den Strand fanden. Marc Friederich konnte bereits am Samstag verkünden, dass der Umsatz des Freitagabends den ganzen des Vorjahres übertraf. Am späten Samstagabend kam es schon fast zum Aufruhr am Caipirinhastand, die Betreiber hatten Mühe, den vielen Bestellungen nachzukommen. Musik war natürlich auch zu sehen und hören. Allerdings ist die Aufgabe, das Publikum zu begeistern, keine leichte. Am Freitag schafften dies 2ZIS aus dem benachbarten Avenches, die erst letzte Woche noch am Rock oz’Arènes auftraten. Einen Tag später musste die Rolf Gubler Band bereits um zwei Uhr nachmittags auftreten. Eine logische Entscheidung, weil die Kerzerser Band am Abend noch nach Interlaken fuhr. Ihre Musik sorgte zumindest für eine volle Terrasse in der benachbarten Buvette. Gemeinsam mit der Skaband Two Left Feet aus Bern hatte die Rolf Gubler Band nicht nur, dass sie auf Mundart sang, sondern auch ein Lied über den Murtensee, wenn auch die Texte wohl in unterschiedlicher Gemütsstimmung geschrieben wurden. So richtigen Schwung brachten beide nicht ins Publikum. Dieses lümmelte im Sand oder begab sich ins kühlende Wasser.

Junge Rocker, alte Musik

Die sehr jungen Berner von Attitude zeigten dann, wie man die Zuschauer für sich gewinnt. Man bringt die Fans einfach selber mit. Eine ganze Schulklasse machte die Stimmung zum hart rockenden Sound von Attitude. Die Behauptung, dass die Musik älter ist als die Mitglieder der Band, ist nicht sonderlich gewagt. Auch wenn die Musik nicht besonders originell war, gefallen hat es trotzdem, die Organisatoren sagten der Band jedenfalls eine grosse Zukunft voraus. Je später der Abend, desto härter die Bands. So ungefähr kann der Auftritt der Walliser A.F. beschrieben werden. Schade nur, dass die imposante Verstärkerkulisse, die eigens aus Naters hergekarrt wurde, nicht entsprechend genutzt wurde. Etwas mehr Lautstärke hätte dem Melodic Punk gut getan. So blieb die Erkenntnis der Band, dass man normalerweise eher vor Publikum spiele, «das man sonst (sprich: im normalen Leben) eher nicht sehe». Familientauglich war ihr Sound nicht wirklich, immerhin streute die Truppe ein paar Lieder mit walliserdeutschem Text und Handorgel ein. Bei Juraya tauchten plötzlich Leute vor der Bühne auf, offenbar klappt das erst, wenn die Dunkelheit eintritt.Die erste Band des Tages absolvierte zwei Konzerte am selben Tag, die letzte tat dies ebenfalls. Bloss verspäteten sich die Punker von Grand Bastard Deluxe aus Lausanne leicht, so dass der Schreibende ihr Konzert leider verpasste. Laut Marc Friederich fand das Publikum Gefallen am Konzert, das aus Zeitgründen nur knapp eine Stunde dauerte.

Weiterhin bescheiden bleiben

Am Samstag fanden schätzungsweise 600 bis 700 Personen den Weg ans Festival, teilweise waren es bis zu 750, allerdings ist eine Schätzung sehr schwierig, da das Gelände offen zugänglich ist. Trotz kleineren Problemen, etwa mit der Bewilligung fürs Festival, kann der Verein Plage Salavaux auf eine gelungene 17. Ausgabe des Openairs zurückblicken. Musste in der Vergangenheit meist ein kleines Defizit mit anderen Anlässen ausgeglichen werden, überwiegen in diesem Jahr die Einnahmen. Dass alles klappt, liegt auch daran, dass die Bands meist sehr unkompliziert auftreten (an der diesjährigen Ausgabe sind den Organisatoren nur gerade Silver Dirt negativ aufgefallen, die sich als Rockdiven gebärdet haben sollen). Alle Helfer arbeiten freiwillig, ein Backstagebereich ist nicht vorhanden, statt eigenem Kühlschrank bekommen die Musiker Getränke- und Essensbons, auch die Gage nimmt nicht gerade schwindelerregende Ausmasse an. Dennoch bekommen die Organisatoren mindestens eine Demo-CD pro Woche zugeschickt, wie Sascha Young erzählt. Die grösste Schwierigkeit sei es dabei, die Bands fürs Festival herauszufiltern. Bisher sei auch kaum eine Truppe unbeeindruckt weggegangen. Das idyllische Plätzchen am Strand hinterlässt bleibende Eindrücke. Aufgrund der knappen Platzverhältnisse sind Young und Friederich mit den momentanen Ausmassen zufrieden. Auch in Zukunft soll das Openair Plage Salavaux bescheiden und familiär bleiben.

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