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Rückkehr in die «Heimat»

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Rückkehr in die «Heimat»

Im Herbst zieht das Kellertheater zurück nach Murten

Im Gärtnerhaus des Beaulieuparks in Murten soll ein regionales Kulturzentrum entstehen. Dieses bietet auch dem Kellertheater Murten ein neues Zuhause.

Von PATRICK HIRSCHI

Bereits vor einem Monat hatte Beatrix Vogl, Präsidentin des Kellertheaters, die Rückkehr vom «Gerbestock» in Kerzers nach Murten angekündigt (siehe FN vom 11. April). Nun steht auch offiziell fest, wo genau das Kellertheater untergebracht wird: im Gärtnerhaus des Beaulieuparks.

Trägerverein für Kulturzentrum

Möglich geworden ist die Rückkehr dank dem Verein «Kultur im Beaulieu». An einer Medienorientierung am Dienstag stellte Präsident Kurt M. Gloor den Anfang April gegründeten Verein und seine Ziele vor.

Der Verein hat rund 30 Mitglieder und bezweckt die Förderung des kulturellen Lebens in der Region. Er richtet sein Hauptinteresse auf die Bereitstellung eines Standortes mit Infrastruktur für die Durchführung von kulturellen Anlässen.
Wie Stadtpräsidentin Christiane Feldmann bereits an der Generalratssitzung von letzter Woche bekannt gab, hat der Gemeinderat entschieden, den Ökonomieteil des Gärtnerhauses für kulturelle Zwecke zur Verfügung zu stellen (siehe FN vom 8. Mai). Zurzeit arbeitet der Gemeinderat mit dem Verein einen Zusammenarbeitsvertrag aus. Die Gemeinde Murten als Besitzerin des Hauses vermietet die Räumlichkeiten an den Verein und gibt ihm einen Leistungsauftrag.

Offen für verschiedenste
Formen der Kultur

Das Kellertheater wird vor allem während der Theatersaison im Winterhalbjahr der eigentliche Hauptbenützer. Weitere Schwerpunkte des kulturellen Rahmenprogramms sind Konzerte von Klassik bis Jazz, Lesungen und Buchbesprechungen, Workshops und Seminare, Vernissagen und Ausstellungen. Zudem sollen die Räume auch für Vereine zur Verfügung stehen, die bis jetzt kein permanentes Vereinslokal haben – vorausgesetzt, sie passen ins Konzept, wie Gloor hinzufügt.

Der Verein «Kultur im Beaulieu» koordiniert zwischen den verschiedenen Veranstaltern von kulturellen Anlässen. Diese zahlen dem Verein eine Miete für die Nutzung der Räumlichkeiten und tragen das finanzielle Risiko selber.
Wie Präsident Kurt M. Gloor betonte, sei man für jegliche Form der Nutzung offen. Ausgeschlossen seien einzig private Feierlichkeiten sowie permanente gewerblich-kommerzielle Ausstellungen.

Verein kommt für die
Inneneinrichtungen selber auf

Genutzt werden können zwei Räume. Im unteren Stockwerk werden vorwiegend Lesungen und Zusammenkünfte abgehalten, im oberen Raum wird eine Bühne mit einer Zuschauertribüne für bis zu 100 Personen gebaut. Für die Inneneinrichtungen muss der Verein selber aufkommen. Er hat hierzu für die nächsten drei Jahre Ausgaben von etwa 90 000 Franken vorgesehen.

Neben Einnahmen aus der Vermietung rechnet der Verein mit Einkünften aus Mitglieder- und Gönnerbeiträgen sowie mit Zuwendungen von Kanton und Gemeinden der Region Murten. Für das Sponsoring sind Gespräche mit Unternehmungen im Gange, man hofft aber noch auf weitere Angebote.

Als Nächstes werden die Wände und das Dach isoliert. Einen grossen Teil der Renovation hatte bereits die Expo.02 finanziert, die im Gärtnerhaus einen Teil der Expoagricole untergebracht hatte. Die Gemeinde Murten hat insgesamt rund 600 000 Franken investiert.
Der Programmstart ist für den 13. September vorgesehen. Das Datum ist nicht zufällig gewählt, es ist der nationale «Tag der Kleinkunst». Im Januar 2004 wartet das Kellertheater mit seiner neuesten Eigeninszenierung auf.
Verlust für
den Gerbestock

Man sei sich in Kerzers bewusst gewesen, dass das Kellertheater Murten nicht ewig im «Gerbestock» bleibe, sagt die Co-Leiterin des Kulturkellers, Esther Grossenbacher, gegenüber den FN. Man verliere eine interessante und gut besuchte Sparte.

Die Zeit mit dem Kellertheater Murten sieht sie als grosse Bereicherung. Erst durch das Theater habe man den Mut geschöpft, sich nicht auf Kunstausstellungen zu beschränken. Inzwischen finden im «Gerbestock» auch Konzerte statt.

An der nächsten Versammlung des Trägervereins im August will man neue Ideen für den Kulturkeller präsentieren. Esther Grossenbacher stellt sich eine Zusammenarbeit mit anderen Theatern der Region vor, aber auch die Suche nach Leuten, um eine eigene Theatergruppe auf die Beine zu stellen. Natürlich hoffe sie, dass die knapp 100 Vereinsmitglieder dem «Gerbestock» auch weiterhin treu bleiben. «Und dem Kellertheater Murten möchte ich für die gute Zeit danken», fügt sie hinzu. hi

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