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Rückkehr zur Mutterpfarrei ist denkbar

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«Ich begegnete schon als Bub guten, verständnisvollen und begeisterungsfähigen Seelsorgern», erinnert sich Charles Folly, der früh seine Eltern verloren hat, an die positiven Erfahrungen mit der Kirche in der Freiburger Unterstadt. Er erwähnt Stadtpfarrer Adolf Aebischer, Pfarrer Albert Moser, die Vikare Arthur Oberson, Linus Auderset. Winfried Baechler und seine Kontakte zu den Franziskanern. Er war auch aktives Mitglied der Jungwacht Tafers und von 1971 bis 1980 Scharleiter. Nach der Synode 72 wirkte er in Tafers auch im Seelsorgerat mit. Zusammen mit den Vikaren Niklaus Kessler und Guido Burri hat er die regionalen Jugendgottesdienste organisiert. Positive Erfahrungen mit der Kirche machte er später auch als Lehrer in der Freiburger Unterstadt, wo sich die Geistlichen dafür einsetzten, dass die Neiglen-Schule nicht aufgehoben wurde. Geborgenheit auch physisch erlebt Am 27. Dezember 1999 hat Charles Folly erlebt, dass man sich in der Kirche auch physisch geborgen fühlen kann. Er war am Abend dieses Tages unterwegs, um die Schäden zu begutachten, die der Wirbelsturm «Lothar» an den Pfarreigütern angerichtet hatte. Zum Abschluss besuchte er in der Kirche den Abendgottesdienst. In der Kirche gab es wegen eines Stromausfalls nur Kerzenlicht und da ging nochmals ein Sturm los. «Ein unvergesslicher Moment. Die Stürme, die um die Kirche wehen, waren auf einmal nicht mehr nur blosse Worte, sondern Wirklichkeit», erinnert er sich an dieses eindrückliche Erlebnis. Integration ins Dorfleben 1983 nahm er in Alterswil Wohnsitz, hatte aber zur Pfarrei nicht grossen Kontakt. 1989 rückte er bei einer Ergänzungswahl in den Pfarreirat nach. «Das Amt als Pfarreirat hat mir geholfen, mich ins Dorfleben zu integrieren», blickt er zurück. Nach der Wiederwahl 1996 wurde er Pfarreipräsident und gleichzeitig Vorstandsmitglied der Vereinigung der Pfarreien Deutschfreiburgs. Als Delegierter der Vereinigung wurde er in die Pastoralplanungskommission gewählt. 1997 hat er dann auch eine Stelle als Lehrer in Alterswil angetreten. Selbstversorger in der Seelsorge «Alterswil ist eine lebendige Pfarrei und steht auch finanziell gut da», betont Charles Folly. Wir haben einige sehr engagierte Pfarreimitarbeiter und -mitarbeiterinnen. Auch die Pfarrvereine sind sehr aktiv. «Nach dem Pfarrerwechsel 1997 wurden wir eine Art Selbstversorger», führt er weiter aus. Der Pfarreirat musste sich plötzlich vermehrt auch mit seelsorgerlichen Problemen auseinander setzen. Die Katechese in der Schule z. B. ging ganz in die Verantwortung von Laien über. In Pfarrresignat Moritz Boschung hat die Pfarrei einen Seelsorger, der mehr macht, als man von einem Mann im Pensionsalter eigentlich erwarten darf. Auf Abruf ist er Tag und Nacht bereit. Der Pfarreirat hat es als seine Aufgabe betrachtet, den Seelsorger bei seiner Arbeit wo immer möglich zu unterstützen. «Wichtig ist, dass die Kirche in der Öffentlichkeit präsent ist. Dazu dient auch die Gratis-Abgabe des Pfarreiblattes.» Zu erwähnen sind aber auch der Organist Joseph Burri, Sr. Raymunda, die die Administration besorgt, sowie die Katechetinnen. Bei den Pfarrvereinen ist eine gewisse Überalterung festzustellen. Doch an Aufgaben fehlt es nicht. «Die sozial tätigen Vereine müssten vielleicht auch versuchen, auf andere Art tätig zu werden. Ich denke z. B. an die Organisation eines Mittagstisches. Viele Leute benützen den Mahlzeiten-Dienst. Ich bin überzeugt, dass viele gerne von Zeit zu Zeit mit andern eine Mahlzeit einnehmen würden», führt der Pfarreipräsident aus. Pfarrei hat auch kulturellen Auftrag «Eine Pfarrei hat auch kulturelle Verpflichtungen. Alterswil ist eine junge Pfarrei und deshalb nicht besonders gesegnet mit Kulturgütern. Über das Pfarrblatt versuchte ich die Leute für die Wertschätzung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren. Ohne das notwendige Verständnis der Bevölkerung ist es schwierig, sich für die Erhaltung des Kulturgutes zu engagieren», erklärt er. Sehr schnell hört man den Vorwurf, man würde besser in die Seelsorge investieren als in Altertümer. «Es muss ein Ausgleich gefunden werden, was man in die Seelsorge und was in die Erhaltung der kulturellen Güter investiert. Hauptaufgabe ist sicher, dass der Pfarreirat ein gutes Umfeld für die Seelsorge schafft», ist der abtretende Pfarreipräsident überzeugt. Rückkehr zur Mutterpfarrei Tafers? Zurzeit hat Alterswil noch einen eigenen Priester, doch hat sich der Pfarreirat angesichts des Priestermangels auch Gedanken gemacht über die zukünftige Seelsorge. «Die geplanten Seelsorge-Einheiten könnten ein Ausweg aus dieser Situation sein», ist Charles Folly überzeugt und bedauert, dass dieses Konzept vielerorts immer noch als Notlösung betrachtet wird. Dies obwohl schon die pastoralen Leitlinien der neunziger Jahre diese Idee lanciert hatten. «Man müsste die Seelsorge-Einheiten als Chance sehen und sie positiv gestalten.» 1994 waren es 100 Jahre, dass sich Alterswil von der Mutterpfarrei Tafers getrennt hat und eine eigenständige Pfarrei wurde. «Vielleicht kehren wir wieder einmal zur Mutterpfarrei zurück», blickt er in die Zukunft. Charles Folly macht sich aber auch Gedanken über das oft negative Image, das die kirchlichen Berufe in der Öffentlichkeit haben. «Die Priester leisten ein riesiges Pensum an Arbeit. In freudigen und traurigen Momenten sind sie präsent», betont er und würde erwarten, dass ihre Arbeit positiver dargestellt wird. Keine Lösung jedenfalls sieht er in Seelsorgern aus Afrika oder aus Polen, die man mit Geld lockt. Er befürchtet, dass dann auch noch in diesen Ländern die Elite der Seelsorger abwandert. Wechsel in den Pfarreien Durch die Pfarreiratswahlen Ende Mai kam es in vielen Pfarreien zu einem Wechsel im Pfarreirat. In einer Sommer-Serie ziehen die abtretenden Pfarreipräsidenten eine persönliche Bilanz ihres – oft langjährigen – Engagements. FN Sehr betroffen gemacht Die Innenrenovation der Kirche 1997 ist eines der grossen Projekte, die während der Amtszeit von Charles Folly realisiert wurden. Die Arbeiten wurden ausgeführt, ohne dass der Seelsorgebetrieb unterbrochen werden musste. Am Wochenende wurden die Kirchenbänke jeweils wieder aufgestellt. Eine intensive Zeit für den Pfarreirat; war doch jeden Tag ein Mitglied auf der Baustelle. In Fronarbeit hat der Pfarreirat zusammen mit der KAB auch die Zumholz-Kapelle renoviert. Besonders beschäftigt hat den Pfarreirat der Pächterwechsel auf dem Pfarreiheimwesen in Hergarten. «Die Diskussionen rund um diesen Pächterwechsel haben mich mehr betroffen gemacht, als ich mir selbst eingestehen wollte. Ich konnte nicht mehr cool bleiben», erklärt Charles Folly und gibt auch unumwunden zu, dass dies einer der Gründe ist für seinen Rücktritt. «Wir haben vor der Vergabe der Pacht die Kriterien festgelegt und dann einen Entscheid gefällt, der absolut sauber ist», führt er aus und hält fest, dass die Diskus

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