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Rudolf Vonlanthen fand neue Heimat

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Rudolf Vonlanthen fand neue Heimat

Der Grossrat und Ammann von Giffers politisiert ab sofort mit der freisinnig-demokratischen Partei

Rudolf Vonlanthen, bis vor kurzem ein Exponent der Christlichsozialen Partei (CSP), hat in der Freisinnig-demokratischen Partei (FDP) eine neue politische Heimat gefunden. Er wird ab sofort Mitglied der FDP des Sensebezirks und des Kantons.

Von ANTON JUNGO

«In den letzten Wochen habe ich mit verschiedenen Parteien (CVP, FDP, SVP) intensive Gespräche geführt. Nach reiflicher Überlegung und gemäss meiner liberal, sozialen Einstellung habe ich mich für die FDP entschieden», schreibt Rudolf Vonlanthen in einer Medienmitteilung, die er schon als FDP-Grossrat unterzeichnet.

Die Gespräche seien sehr kollegial und sympathisch gewesen, betonte er gestern gegenüber den FN. Eigentlich hätte er sich von seiner politischen Haltung her in jeder der drei Parteien gesehen, doch er habe sich schliesslich für eine entscheiden müssen. Die CVP kam nicht in Frage, weil er festgestellt hat, dass die Partei im Sensebezirk schon über zahlreiche engagierte Persönlichkeiten verfügt.

Störende politische Rempeleien

Gegen einen Beitritt zur SVP sprach, dass er festgestellt hat, dass die Partei bei den letzten eidgenössischen Abstimmungen (z. B. Schengen) nicht auf seiner Linie war. Gestört hat ihn aber vor allem das Verhalten gewisser Partei-Exponenten gegenüber Bundespräsident Samuel Schmid, den er als seinen Freund bezeichnet. Während seines Grossratspräsidiums hatte Rudolf Vonlanthen mehrmals Gelegenheit zu gemeinsamen Treffen und persönlichen Gesprächen mit Samuel Schmid. Aus eigener Erfahrung wisse er, wie unangenehm es sei, wenn man von Parteikollegen angepöbelt werde und verweist dabei auf seine welschen Fraktionskollegen.

Eintreten für liberale Werte

«In meiner langen politischen Laufbahn habe ich immer meine Meinung offen und ehrlich vertreten. Bin für Freiheit, persönliche Entfaltung, Solidarität, wo nötig, und Selbstverantwortung, wo möglich», hält Rudolf Vonlanthen fest. Er trete für liberale Werte auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene ein. «Politiker müssen Ideen entwickeln. Dies allein genügt aber nicht; man muss schlussendlich Mehrheiten im Parlament finden, um diese umzusetzen», führt er aus und ist überzeugt, dass ihm dies mit der FDP im Rücken gelingen wird.

Er werde weiterhin für die Belange der Menschen einstehen, für seine Anliegen kämpfen und dabei seine Wurzel nicht vergessen, hält er fest. «Die Wählerinnen und Wähler können auch in Zukunft auf meine geradlinige Politik zählen, die nach bestmöglichen Lösungen sucht und nicht nach Konflikten trachtet», schreibt er.

Interessiert an nationaler Karriere

Klar ist bis jetzt, dass Rudolf Vonlanthen auf kantonaler Ebene ab sofort bei der FDP mitarbeitet (vgl. auch Kasten). Unschlüssig ist er noch darüber, ob er bei den Gemeinderatswahlen im nächsten Jahr nochmals antritt. «20 Jahre Gemeinderat, wovon 15 Jahre als Ammann, sind eigentlich genug», erklärt er. Entschieden sei aber noch nichts.

Auf seinen Entscheid, dass er für eine allfällige Kandidatur als Staatsrat oder Oberamtmann nicht zur Verfügung stehe, will er nicht zurückkommen. Unverhohlen gibt er aber zu, dass er an einer Karriere auf nationaler Ebene, sprich als Nationalrat, interessiert sei.

Rudolf Vonlanthen erklärte Ende Mai seinen Austritt aus der CSP (vgl. FN vom 27. Mai). 2004 hatte der engagierte Politiker als Höhepunkt seiner 28-jährigen Karriere den Freiburger Grossen Rat präsidiert. Dem Austritt waren längere Meinungsverschiedenheiten mit der Kantonalpartei vorangegangen. Er warf der Partei vor, sie verfolge zunehmend eine «links-grüne Politik», die er nicht mehr bereit sei mitzutragen. Rudolf Vonlanthen war der CSP Giffers-Tentlingen 1978 beigetreten. Er galt über Jahre als einer der Exponenten seiner Partei auf lokaler und regionaler Ebene.
Daheim angekommen

«In seinen Interventionen im Freiburger Parlament zeigte sich Rudolf Vonlanthen vielfach in der Nähe der Positionen seiner freisinnigen Kollegen. Wegen seiner Meinung in wirtschaftlichen Fragen und seiner sozialen Sensibilität kann er sich heute immer mehr mit der Linie und der Ausrichtung der FDP Freiburg identifizieren», hält die FDP in einer Mitteilung fest und ist überzeugt, dass er eine zusätzliche Kraft für die kommenden Wahlen bildet. Zu gegebener Zeit werde gemeinsam entschieden, für welche Funktionen er kandidieren werde. FN/Comm.

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