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Ruth Lüthi für Studiostandort Bern

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Die RGB jubiliert und wehrt sich für ihren Studiostandort

Autor: Von BERNADETTE LEHMANN

Mit einem Festakt am Nachmittag und der 75. Generalversammlung hat die Radio- und Fernsehgenossenschaft Bern, Deutschfreiburg, Oberwallis (RGB) am Samstag ihr Jubiläum gefeiert. Hauptthema an der Generalversammlung war das Radio-interne Papier namens «Gebäudeplanung», das durch eine Indiskretion an die Medien gelangte. Im Papier ist vorgesehen, dass die gesamte Produktion von Radio DRS inklusive der Information, die aus dem Studio Bern gesendet wird, nach Zürich verlegt würde. In Bern würde nur die kleine Bundeshausredaktion und das Regionaljournal übrig bleiben. Dies weil sowohl in den Studios Bern und Zürich Investitionen von rund 35 Millionen Franken anstünden und der Regionalratsausschuss, eine Art Verwaltungsrat von Radio und Fernsehen DRS, den Auftrag zur Strukturverbesserung erteilt habe. Die RGB habe hingenommen, dass die Radio-Ketten 1 bis 3 in den Studios Zürich und Basel konzentriert wurden. Diese Verluste für das Studio Bern wurden – wenn auch nur partiell – kompensiert unter dem Titel «Konzentration der Information im Studio Bern». Auf diese Weise wurde der Einsicht Rechnung getragen, dass Zürich zwar die Wirtschaftsmetropole, Bern jedoch unbestritten das politische Zentrum der Schweiz ist. Die RGB habe stets grosses Verständnis für Anpassungen im Zusammenhang mit notwendigen technischen und strukturellen Veränderungen gezeigt. «Wir waren und sind zum Dialog bereit, aber hier ist ein Punkt, der für Bern nicht akzeptabel ist», sagte Franz Hostettler, Präsident der RGB.

Resolution gegen Schwächung
des Standortes Bern

Obwohl SRG-Generaldirektor Armin Walpen und Radiodirektor
Walter Rüegg an der Versammlung versicherten, dass die SRG bei der Analyse nebst betriebswirtschaftlichen auch staatspolitische Überlegungen einbeziehen werde, hat
die Generalversammlung einstim-mig eine Resolution gegen die Schwächung des Studio-Standortes Bern verabschiedet. Für die Bei-
behaltung des Studio-Standortes Bern setzte sich auch Staatsrätin Ruth Lüthi ein. «Auch bei der Planung müssen Grenzen und Vorgaben gemacht werden», sagte Lüthi an die Adresse der DRS-Verantwortlichen. Aus Berner Sicht versprachen sowohl Regierungspräsident Samuel Schmutz für den Kanton und Ursula Begert für die Stadt Bern ihre Unterstützung.

SRG soll Träger von Radio und
Fernsehen DRS bleiben

Kritisch äusserte sich die Generalversammlung auch zu den Vorschlägen des Bundesrates zum neuen Radio- und Fernsehgesetz. Die RGB begrüsse den Willen des Bundesrates, Radio und Fernsehen DRS einen starken Service-public-Auftrag zu erteilen und den privaten Anstalten grosse Freiheiten zu lassen. Die RGB sieht aber keine Notwendigkeit, die SRG in eine öffentlich-rechtliche Anstalt umzuwandeln. Die SRG sei eine privatrechtliche Form eines föderalistisch aufgebauten Vereins und als Unternehmen mit einer Holding-Struktur zu einem starken, erfolgreichen Service-public-Veranstalter geworden. Die «SRG SSR idéé Suisse existiert bereits – sie muss nicht neu erfunden werden», beteuerte Präsident Franz Hofstettler in seiner Begrüssungsansprache. Bei den ordentlichen Erneuerungswahlen wurde Hans-Ulrich Büschi, Bern, zum neuen Präsidenten der RGB gewählt. Er tritt die Nachfolge von Franz Hostettler an, der infolge Amtszeitbeschränkung auf Ende Jahr zurücktritt. In den Vorstand der RGB wurden aus Deutschfreiburg Luzia Jutzet-Häller, Schmitten, und Christian Ziegler, Sugiez, wiedergewählt; in den Publikumsrat DRS Bernadette Lehmann, Wünnewil. Sie vertreten bei der RGB die Mitglieder der Radio- und Fernsehgesellschaft Freiburg (FRF).

Für den
Studioplatz Bern

Die RGB (Radio- und Fernsehgenossenschaft Bern, Deutschfreiburg, Oberwallis) fordert, dass die qualifizierten journalistischen Arbeitsplätze im Studio Bern erhalten bleiben.

Die RGB fordert die Anerkennung der staatspolitischen Funktion des Studiostandortes Bern. Die RGB fordert, dass das Studio Bern weiterhin als komplettes Studio eingesetzt wird, in welchem grundsätzlich alle Radioprogramme hergestellt werden können und nach Ansicht der RGB auch sollen.
Die RGB fordert für das Studio Bern die Entwicklung einer langfristigen Strategie zur Erhaltung und Sicherstellung seiner zweckbestimmten Nutzung.

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