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Saidef will noch ökologischer werden

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Autor: Arthur Zurkinden

«Es war ein gutes Jahr», resümierte Albert Bachmann, Verwaltungsratspräsident der Saidef, an der Pressekonferenz am Mittwoch das verflossene Betriebsjahr. Dabei dachte er an das finanzielle Ergebnis, schloss doch das Jahr mit einem Gewinn von 266000 Franken ab, so dass zusätzliche Abschreibungen von 120000 Franken vorgenommen werden konnten. «Wir haben noch 63 Millionen Franken Schulden, die wir bis im Jahre 2020 abtragen wollen», ergänzte Saidef-Direktor Gabriel Nussbaumer.

Abfälle besser sortieren

Ein gutes Jahr war es aber auch, weil die ökologischen Werte massiv verbessert werden konnten. So erinnerte Bachmann daran, dass nun die Haushaltsabfälle und der Klärschlamm in zwei verschiedenen Öfen verbrannt werden, womit die Ammonium- und Zink-Rückstände auf ein Minimum reduziert werden konnten.

Er wies auch darauf hin, dass ab diesem Herbst der neue Lagerbunker in Betrieb genommen werden könne. Somit können die angelieferten Abfälle besser sortiert und die Lagerkapazität um 10000 Kubikmeter erhöht werden. «Wir investieren 7,5 Millionen Franken, ohne Fremdgeld aufnehmen zu müssen», fügte Nussbaumer bei.

Der Saidef-Direktor sieht aber im Betrieb noch einige Verbesserungsmöglichkeiten. Nach seinen Worten sind er und seine Kaderleute stets bemüht, Verbesserungspotenzial ausfindig zu machen, indem andere Betriebe besucht werden. «Wir sind ein mittelmässiger Schüler», sagte er und dachte dabei an die Wärmenutzung. Im Jahre 2011 produzierte die Saidef 55166 Megawatt-Stunden (MWh) Strom und 56110 MWh Wärme, mit der etwa das Kantonsspital oder die Cremo geheizt wird. So soll vor allem auch weniger Wasser zur Kühlung des 80-gradigen Wasser eingesetzt werden müssen, bevor dieses in die Saane abgelassen wird. Dabei freute sich Nussbaumer, dass beim Bau des Lagerbunkers eine Quelle mit 40 Minutenlitern entdeckt wurde, die wie gerufen kommt. «Wir wollen ökologisch die beste Anlage werden», versprach er.

Bessere Abfallverwertung

Nussbaumer will aber auch die Wertstoffe, die beim Verbrennen der Abfälle anfallen, besser verwerten. Von den 120000 Tonnen verbrannten Abfällen bleiben am Schluss 22000 Tonnen Rückstände zurück, zum Beispiel 965 Tonnen Eisenschrott. Diese landen bisher ungenutzt in der Deponie von Châtillon. An anderen Orten ist man da weiter: Nussbaumer wies darauf hin, dass in einer Anlage in der Deutschschweiz heute gar Gold und Silber zurückgewonnen werden.

Neue Verwaltungsräte

An der Aktionärsversammlung vom Mittwoch wurden neu Grossrat Alfons Piller, Plaffeien, Staatsrätin Marie Garnier sowie der Waadtländer Sektionschef Jean-François Jaton in den Verwaltungsrat gewählt, als Nachfolger von Grossrat Ruedi Vonlanthen, Giffers, Staatsrat Georges Godel und André Cornamusaz, Vertreter der Waadtländer Broye.

Gebühren: Für Gemeinden wird es teurer

Pro Tonne Abfall, die sie der Saidef abliefern, müssen die Gemeinden ab nächstem Jahr 167 statt 159 Franken Gebühren bezahlen. Für die acht der 210 angeschlossenen Gemeinden, die nicht Aktionäre der Saidef sind, steigt der Tonnenpreis von 172 auf 199 Franken. Ein Grund für die Tarifanpassung: Der Grosse Rat hat eine Gebühr von 15 Franken pro Tonne Abfall, die in eine Deponie geliefert wird, zur Sanierung der mit Altlasten behafteten Deponien eingeführt. Die Tarifanpassung soll ausserdem auch zur Tilgung der Schulden der Saidef beitragen.az

Finanziell und ökologisch ein gutes Jahr für die Saidef.Bildvm/a

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