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Salami-Taktik bei der Spitalplanung?

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Autor: «HFR-Verwaltungsrat und Staatsrat präsentieren konkrete Sparvarianten» – FN vom 5. Juni

In den FN vom 5. Juni hat die Bevölkerung erfahren, dass die Akut-Abteilung des Spitals Tafers nach den neusten Vorschlägen zwar nicht geschlossen werden soll, dass man jedoch während der Randzeiten auf Operationen verzichten will. Das ist eine der Massnahmen, die dazu beitragen soll, das Defizit von 15 Millionen des HFR zu verringern.

Als Laie gewinnt man leicht den Eindruck, dass der Verwaltungsrat des HFR diese Massnahme offenbar ohne Kenntnis der örtlichen Verhältnisse getroffen hat und ohne die Folgen einer solchen Massnahme mit einzubeziehen. Oder steckt vielleicht nicht doch Taktik dahinter? Will man der Bevölkerung im Ernst weismachen, dass der Verzicht auf Operationen zu Randzeiten das Defizit verringern wird? Wurden auch Berechnungen angestellt, wie hoch die Kosten für einen Transport per Ambulanz zu stehen kommen und wie viel im Gegenzug ein Pikettdienst kostet? Oder wurden der Bevölkerung je Zahlen präsentiert, die belegen, dass die Kosten für eine Operation im Spital Tafers höher sind als jene in Freiburg?

Ein Hausarzt, der künftig einen Patienten zu einer Operation schicken muss, wird sich im Ernst überlegen, ob er diesen nicht gleich in Freiburg anmelden soll, denn die Operation könnte ja in eine Randzeit geraten. Also doch Berechnung vonseiten des Verwaltungsrats?

Ausserdem könnte es für ein Spital wie Tafers zunehmend schwieriger werden, gute Chirurgen zu finden. Denn welcher Chirurg will sich schon bei einem Spital anstellen lassen, dessen Zukunft zusehends unsicherer wird! Zudem wird auch das Pflegepersonal verunsichert und könnte möglicherweise nach einem sichereren Arbeitsplatz Ausschau halten.

Es ist also durchaus verständlich, dass die Sensler Bevölkerung – und dies nicht nur wegen der Sprachenfrage – eine zunehmende Verlegung von einzelnen Fachbereichen nach Freiburg berechtigterweise infrage stellt. Ein gut funktionierendes Spital wie Tafers mit kompetenten Fachärzten, das vor noch nicht langer Zeit modernisiert wurde, stellt ein Bedürfnis für die Landbevölkerung dar.

Autor: Marius Bächler, Tafers

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