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Sanfter Ausbau von Alpwegen in der Brecca

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

Plaffeien Der Breccaschlund ist seit 1996 Teil des Schweizer Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Eingriffe, wie der Ausbau von Alpwegen, dürfen deshalb nur vorsichtig ausgeführt werden. Bereits 2005/06 haben die Eigentümer einen Teil der Zufahrten zu ihren Alpen saniert. «Diese Arbeiten hat die eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission als beispielhaft anerkannt», sagte Forstingenieur Joseph Brügger, als er am Donnerstag an der Jahresversammlung der Mehrzweckgenossenschaft Schwarzsee die nächste Phase vorstellte. «Den gleichen Standard wollen wir deshalb auch bei der zweiten Etappe erreichen.» Vorgesehen ist ein sogenannt angepasster Ausbau, der es den Bewirtschaftern ermöglicht, die Alpen so zu erhalten wie in den letzten Jahren. «Wir bauen keine Autobahn, die Zufahrten bleiben Alpwege.» Verschiedene Wege von total 4,125 Kilometern Länge werden verbreitert. Wo es möglich ist, wird die starke Steigung verringert. Mit Querrinnen wird das Wasser aus der Fahrbahn entfernt und die Oberfläche mit Rasengittersteinen stabilisiert. Der Kies für den Wegbau soll vor Ort abgebaut werden.

Bund macht Auflagen

Die öffentliche Auflage steht bevor. Der Bund gibt Subventionen, macht aber auch Auflagen, wie Joseph Brügger aufzeigte. So darf die Linienführung nur geringfügig geändert werden und nach Ende der Arbeiten muss die Begrünung mit Samen aus dem Breccaschlund erfolgen. Auch die Einhaltung des Fahrverbots wird kontrolliert. Zudem verlangt der Bund sogenannte Ersatzmassnahmen für den Eingriff in Landschaften von nationaler Bedeutung: Unter anderem muss ein Teil der Trockensteinmauer zwischen Marbach- und St.-Antoni-Brecca wieder instand gestellt werden. «Zudem müssen wir an exponierten Stellen Einzelbäume, zum Beispiel Ahorne, pflanzen.»

Start im Herbst möglich

Die Kosten werden auf rund 900000 Franken geschätzt. Der Bund zahlt 36 Prozent Subventionen, der Kanton 40 Prozent. So bleiben für die Eigentümer rund 230000 Franken Restkosten. Die Genossenschafter unter dem Präsidium von Alfons Piller haben dem Projekt einstimmig zugestimmt. Verläuft die Planauflage ohne Einsprache, rechnet Joseph Brügger, dass die Arbeiten noch diesen Herbst beginnen und in vier Etappen bis 2015 abgeschlossen sind.

Ein weiteres Projekt, das die Genossenschafter abgesegnet haben, ist der Ausbau der Alpwege Recardets bis zum oberen Teil der Balisa, dies als Fortsetzung einer ersten Etappe. Die Sanierung erfolgt auf ähnliche Weise wie jene im Breccaschlund. Mit der geplanten Sanierung der Zufahrt zur Alp Ahornen ergeben sich Kosten von 580000 Franken, zu 73 Prozent subventioniert von Bund und Kanton. Zustimmung fand auch der Neubau des Maschinenwegs Salevorschis–Schwand für 120000 Franken. Die Genossenschaft will zudem die Zufahrt Gassera–Schlossisboden im Rahmen der Neuvermessung an die Gemeinde abtreten, sodass sie künftig Gemeindestrasse wäre.

Kurz wurde an der Versammlung über die neue Verkehrsregelung diskutiert. «Abwarten und den weiteren Verlauf beobachten», lautet der Rat von Präsident Alfons Piller.

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