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«Schandfleck» soll verschwinden

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«Schandfleck» soll verschwinden

Murtens Generalrat stimmt für den Bau einer neuen Garderobenanlage auf dem Sportplatz Prehl

In rund einem Jahr können sich Murtens Fussballer in neuen Räumlichkeiten umziehen und duschen. Der Generalrat stimmte einem Neubaukredit zu.

Von PATRICK HIRSCHI

Kaum einer vermag nach dem gestrigen Tag wohl genau zu analysieren, was bei diesem knappen Abstimmungsausgang zum Entscheid geführt haben mag. Bei den Bundesratswahlen war es vielleicht intensive Lobbyarbeit gewisser politischer Kreise. Die Generalräte von Murten hingegen haben sich am Mittwochabend womöglich von den Scharen von Fussballjunioren beeindrucken lassen, die vor Versammlungsbeginn am Eingang der Aula Längmatt standen. Die jungen Kicker hielten Plakate hoch und verteilten Flyer, um die Ratsmitglieder für den Bau der neuen Garderoben zu gewinnen.

Minergie ja, Feng-shui nein

Angenommen wurde der Kredit mit 29 zu 16 Stimmen. Die Anlagekosten belaufen sich auf rund 950 000 Franken, davon entfallen auf die Gemeinde Murten etwa 700 000. Der FC Murten, die Firma Saia sowie Nachbargemeinden kommen für den Restbetrag auf.

Zwar verlangte die Finanzkommission eine Kürzung um 100 000 Franken, und Urs Kramer (FDP), der sich diesem Antrag anschloss, wollte wissen, warum der Gemeinderat nur eine einzige Variante präsentiere. Mit sarkastischem Unterton sagte er abschliessend: «Minergie? – Juhui! Wann gibts Feng-shui?»

Gemeinderat Christian Brechbühl erwiderte, dass Minergie, im Gegensatz zu Feng-shui etwa, keineswegs ein Luxus sei, den sich die Gemeinde leiste, sondern vielmehr gesetzliche Vorschrift. Ausserdem seien im Vorfeld mehrere Varianten ausgearbeitet worden, worüber man den Generalrat laufend informiert habe. Beim Bau dieser Garderobenanlage handle es sich um eine langjährige und solide Anlage.

Unterstützt wurde sein Votum von Marino Palli (SP), der meinte, das alte Gebäude sei ein «Schandfleck», weshalb sich auswärtige Klubs jeweils schon zu Hause umziehen würden.

Mit dem Bau soll bereits im kommenden Mai begonnen werden. Die Eröffnung ist für November 2004 geplant.

Weiteren grossen Kreditbegehren wie dem Landerwerb im Prehl (750 000), dem Bau von Abwasser-Hauptleitungen im Merlachfeld (240 000) sowie der Anschaffung eines Forstfahrzeuges (390 000, abzüglich Rückerstattung Revierkörperschaft von 150 000) wurde ohne Einsprache zugestimmt.

Zu reden gaben die Verkehrsberuhigung beim Ryf (10 000), die mit 25 zu 22 Stimmen doch noch angenommen wurde. Ebenfalls zu diskutieren gab der Belagseinbau bei der Murtenholzstrasse zwischen Lurtigen und Altavilla (70 000) sowie die Anschaffung von neuen Werkhoffahrzeugen (240 000). Doch die beiden Kreditbegehren wurden schliesslich mit 32 zu 8 beziehungsweise 23 zu 17 Stimmen ebenfalls gutgeheissen.

Bei Redaktionsschluss noch nicht entschieden war, ob mit der ersten Etappe des Umbaus der «Grande Ferme» beim Löwenberg begonnen werden kann. Von den Gesamtkosten von etwa 800 000 Franken für ein neues Jugendzentrum standen vorerst 156 000 Franken zur Debatte.

Solides Budget für 2004

Gemeinderat Andreas Aebersold präsentierte das Budget der Laufenden Rechnung 2004. Es sieht bei einem Aufwand von zirka 32,2 Millionen einen Ertragsüberschuss von 92 184 Franken vor. Der Cash-flow liegt im Bereich von 2,05 Millionen. Dem stehen ungefähr Nettoinvestitionen von 2,5 Millionen Franken gegenüber. Gemäss Aebersold sei diese Differenz von einer halben Million mit vorhandenen Geldern finanzierbar.

Sorgen bereiten ihm hingegen die stetig steigenden Kosten durch Beiträge an den Kanton und die Gemeindeverbände. Seit 2001 habe man einen Kostenanstieg von beinahe 23 Prozent festgestellt. Immerhin seien aber in der gleichen Zeitspanne die Steuereinnahmen um fast 20 Prozent angestiegen.

Die Finanzkommission und die bürgerlichen Fraktionen mahnten, trotz der gesunden Finanzlage «den Fuss nicht von der Sparbremse zu nehmen», wie es Peter Huber von der CVP ausdrückte. Trotzdem fanden die Streichungsanträge der Finanzkommission bei den Kreditbegehren im Anschluss kaum Anklang.

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