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Scharf schiessen vs. nachdenken

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Dass SVP-Nationalrat Werner Salzmann die im aktuellen sicherheitspolitischen, internationalen Kontext sehr sinnvolle Änderung im Vertragsgeflecht von Schengen/Dublin bekämpft, wonach halbautomatische Feuerwaffen ausnahmebewilligungspflichtig werden sollen, ist unter dem Aspekt durchschaubaren Politmarketings logisch. Ganz im Sinn des seit Jahren bemühenden Gewäschs rund um die sogenannten fremden Richter und andere Grotesken wird hier in bewährter SVP-Manier ein politischer Fliegenfurz zu einer für das Weiterbestehen der Schweiz grundsätzlichen Gretchenfrage hochstilisiert und konsequent bewirtschaftet. Die den Schweizer Schützen durchaus entgegenkommenden Vorschläge des Bundesrats, die die EU akzeptiert hat, sichern die bewährten Traditionen der hiesigen Schützenvereine ohne grossen zusätzlichen Aufwand.

In Waffenfragen äffen die diesbezüglich tonangebenden SVP-Exponenten und ihnen nahestehenden Rabiatlobbyisten mehr und mehr die nordamerikanische NRA nach, dank deren Lobbying in den USA mittlerweile jeder durchgeknallte Vollpfosten sein Arsenal an Schnellfeuergewehren unbehelligt auf der Strasse spazieren tragen kann – mit allen bekannten Konsequenzen. Als Opfer müssten dann wohl hierzulande in Ermangelung schwarzer Mitbürger (zum Glück haben wir seinerzeit keine Sklaven aus Afrika importiert, sondern nur exquisit von deren Kauf und Verkauf profitiert; die das tägliche Handeln prägenden ethischen Standards des Sonderfalls Schweiz waren und sind seit jeher weltweit unerreicht!) mittellose Ausländer, Obdachlose, Sozialhilfebezüger, Gemässigte, Linke, Nette und andere Loser herhalten.

Langer Rede kurzer Sinn: Braunes im Hirn verklebt die Synapsen; da wird das Denken schwierig. Oder wie es Kurt Tucholsky formulierte: Stich hinein mit der Nadel der Vernunft, und es bleibt eine Wolke schlechten Geruchs.

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