Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Scheit um Scheit zum Klubjubiläum

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Samstagmittag im Schwarzenburgerland: Wenige Hundert Meter oberhalb der Mehrzweckhalle Riffenmatt in Guggisberg ist ein fleissiges Grüppchen dabei, Holzscheit um Holzscheit zu einer dreiseitigen Pyramide aufzustapeln. Bei dem eingespielten Team, das sich am Bau des rund acht Meter hohen Gebildes versucht, handelt es sich aber nicht um Holzbauliebhaber auf Weiterbildung, sondern um die Mitglieder des Jodlerklubs Rüschegg, die inmitten der Vorbereitungen für das 75-Jahr-Jubiläum ihres Vereins stecken.

Eine alte Tradition

«Wir wollten das Jubiläum mit einem besonderen Projekt verbinden», erklärt Präsident Alfred Zahnd die Idee hinter der handwerklichen Betätigung seiner Mitsängerinnen und Mitsänger: «Deshalb haben wir uns dazu entschieden, gemeinsam ein Chutzen­feuer aufzubauen.» Brennen wird das eindrückliche Holzkon­strukt im Rahmen der Jubi­läums­feierlichkeiten vom 11.  und 12. Mai (siehe Kasten). «Bis dahin soll es in der Region ein wenig Werbung für uns und das Jodeln machen.»

Denn wie das Jodeln stehen auch die Chutzenfeuer in einer jahrhundertealten Tradi­tion: Weil die alten Eidgenossen kein stehendes Heer kannten, mussten bei Kriegsgefahr Miliz­soldaten auf Pikett gestellt werden, damit diese im Notfall rasch mobilisiert werden konnten. Weil es damals aber weder Telegrafen noch Telefone gab, waren die auf Anhöhen errichteten Wachtfeuer ein gutes Mittel, um Alarmsignale über grosse Distanzen hinweg weiterzugeben.

Bewegte Vergangenheit

Mit dem Aufkommen moderner Kommunikationsmittel verlor das einige Hundert Wachtfeuer zählende schweizweite Chutzennetz rasch an Bedeutung, zuletzt wurde es zum 700-Jahr-Jubiläum der Eidgenossenschaft entzündet. «Auch in Guggisberg hat damals ein Chutzenfeuer gebrannt», erinnert sich Alfred Zahnd, «und jetzt ist es wieder an der Zeit.» Mit der Unterstützung von Revierförster Peter Piller und der Burgergemeinde Rüschegg hat der Jodlerklub für seinen Jubiläums-Chutzen 40 Ster Holz vorbereitet, wovon schliesslich rund 25 Ster verbaut worden sind. «Auch das nötige bauliche Know-how haben wir in der Region gefunden», sagt der Landwirt und Schreiner, der seit 1982 im Jodlerklub Rüschegg mitsingt.

In dieser Zeit durfte der Präsident zahlreiche Höhepunkte miterleben. «Die Teilnahme an grossen Jodlerfesten, das 50-Jahr-Jubiläum oder der traditionelle ‹Tannecharete›-Umzug unseres Vereins gehören da ganz sicher dazu», zählt Zahnd auf. «Aber auch die vielen spontanen Festivitäten sind mir in ebenso guter Erinnerung geblieben.» Etwas weniger gern denkt er hingegen an die Zeit um das Jahr 2008 zurück, als sich die Mitgliederzahl des Vereins infolge eines Dirigentenwechsels sowie eines internen Zwistes innert Kürze halbierte.

Klein, aber fein

«Ein kleiner Verein zu sein, das hat auch seine Vorteile», sagt das Mitglied des acht Männer- und zwei Frauenstimmen umfassenden Ensembles: «Grüppchenbildung gibt es bei uns nicht, weil alle das Gefühl bekommen, dass es sie braucht. Und weil alle wissen, dass sie individuell optimal gefördert werden.» Gerade in einer Re­gion mit hoher Jodlerklubdichte, wie das Schwarzenburgerland eine ist, sei dies von besonderer Bedeutung.

Mit der derzeitigen Zusammensetzung des Klubs ist Zahnd deshalb zufrieden. Die Altersdurchmischung des Ensembles unter der musikalischen Leitung von Dirigentin und Komponistin Therese Aeber­hard Häusler stimme, auch wenn es schwierig sei, jugendliche Sängerinnen und Sänger zu akquirieren. «Die beste Werbung macht ein Jodlerklub damit, gesanglich erfolgreich und in der Region aktiv zu sein», ist der Präsident überzeugt. Die nächste Gelegenheit, das Feuer für das Jodeln zu entfachen, steht für den Jodlerklub Rüschegg bereits vor der Tür.

Programm

Zwei Abende im Zeichen des Jodelns

Unter der Organisation des Jodlerklubs Rüschegg findet am 11. Mai in der Mehrzweckhalle Riffenmatt in Guggisberg das Jodlertreffen Schwarzenburgerland statt. Im Anschluss an die Konzerte wird das Chutzenfeuer entzündet (gegen 23 Uhr). Am Abend des 12. Mai dreht sich alles um das 75-Jahr-Jubiläum des Klubs Rüschegg. Neben dem Jodlerklub Männertreu Nesslau, den Fierobed Johlar aus dem Allgäu und dem Schwyzerörgelitrio Godi Schmid gehört die Bühne Festrednern, Gratulanten und dem Geburtstagskind selbst. An beiden Abenden ist die Bar ab 21 Uhr geöffnet.

mz

MZH Riffenmatt, Guggisberg. Fr., 11. Mai, Türöffnung/Nachtessen ab 18.30 Uhr, Konzerte ab 20.15  Uhr. Sa., 12. Mai, Türöffnung/Nachtessen ab 18 Uhr, Konzerte ab 20.15 Uhr. Infos und Reservation: www.jodlerklubrueschegg.ch

Mehr zum Thema