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Schiffe nehmen wieder Fahrt auf

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ruhig wartet die «Fribourg» am Samstag im Hafen von Murten auf ihre Passagiere. Um 14.15 Uhr startet die nächste Rundfahrt. Seit einer Woche haben die Schifffahrtsgesellschaften ihre Kurse wieder aufgenommen, wenn auch bis Anfang Juli mit einem reduzierten Corona-Fahrplan und halbiertem Platzangebot.

Zurückgewonnene Freiheit

Im Osten lässt der blaue Himmel mit den weissen Wolken die Ausflüglerseele hoffen, während im Westen graue Wolken das vorhergesagte Gewitter ankündigen. Rund zwei Dutzend entschlossene Fahrgäste sind optimistisch und nehmen auf dem Aussendeck Platz. Es sind genügend Sitz­abteile vorhanden, um den ­Corona-bedingten Sicherheitsabstand zu wahren.

Unter den Gästen sind die 61-jährige Margrit aus Bösingen, die 57-jährige Maria aus Zürich und die 57-jährige Monica aus Lauerz SZ. Dass sie sich auf ihrem Ausflug für eine Schifffahrt entschieden hätten, sei purer Zufall, so Maria. «Ich sah das Schiff im Hafen, und so kamen wir auf die Idee.» Die drei Frauen geniessen die Fahrt mitsamt Hündin Lena, die entspannt zu ihren Füssen liegt. «Während des Lockdown hat einfach alles gefehlt, etwa die Gesellschaft der Menschen», so Margrit. «Sonne, Wind und Wetter zu spüren ist einfach super», freut sich Maria. «Und die Lichtstimmung ist so schön.» Der See glitzert in Schattierungen von türkisgrün bis dunkelblau, währenddem sich der Himmel immer mehr gräulich verfärbt.

Auf dem Schiff sind auch die 35-jährige Michelle Hofer und der 38-jährige Simon Dobler aus Murten. «Wir wohnen erst seit kurzem in Murten, auf dem See waren wir noch nie», sagt Dobler. «Es war eine spontane Entscheidung, wegen des Wetters», so Hofer. Dobler freut sich über die Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen. «Es ist allgemein gut, dass es wieder einfacher wird. Die Einschränkungen waren zum Teil schon extrem.» Auf dem obersten Deck steht Kapitän Christian Blanc hinter dem Steuer. «Mir hat die Schifffahrt sehr gefehlt», sagt er über den verspäteten Saisonbeginn. «Obwohl ich letzte Woche eigentlich frei hatte, war ich bereits mit meinen Kollegen auf dem Kursschiff unterwegs.» Seit 1997 ist er für die Schifffahrtsgesellschaft auf dem Neuenburger- und Murtensee (LNM) tätig, seit 20 Jahren als Kapitän. Schon sein Vater arbeitete während 40 Jahren für das Unternehmen. Blanc freut sich auf die Saison. «Ich hoffe, dass viele Menschen, die ihre Ferien in der Schweiz verbringen, die Schifffahrt entdecken!»

«Wir haben 50 000 Passagiere ­eingebüsst.»

Jean-Luc Rouiller

Direktor Schifffahrtsgesellschaft

Mittlerweile hat das Wetter umgeschlagen, heftiger Regen schlägt auf das Deck, Blitze sind am Horizont erkennbar. Die Passagiere flüchten ins Trockene. Die klitschnasse Flagge flattert am Heck.

Unwiederbringliche Verluste

Es ist ein regnerischer Start für die LNM. «Dies hat sich auf die Passagierzahlen ausgewirkt», sagt Direktor Jean-Luc Rouiller auf Anfrage. Eine Ausnahme in der ersten Betriebswoche war der sonnige Freitag. Der verspätete Saisonstart hat nicht aufzuholende Konsequenzen: «Wir haben 50 000 Passagiere eingebüsst», so Rouiller. «Wir gehen bis Ende Saison insgesamt von einem Ausfall von einem Fünftel aus.» Im Gastrobereich pro­gnostiziert der LNM-Chef sogar 30 bis 40  Prozent Verlust. Ein Grund: «Sämtliche Gruppenreisen wurden abgesagt.» Die Vermietung des Schiffs ist weiterhin möglich. Bis Ende Juni ist die LNM in Kurzarbeit. «Wir können auch auf Reserven zugreifen; die letzte Saison hatte eine positive Bilanz.» Auch zählt die LNM auf die Unterstützung durch die Behörden.

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