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Schiffscontainer und Wellblechhütten

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Schiffscontainer und Wellblechhütten

Am Informationsabend der Expo nahmen die Murtner Projekte klare Formen an

Lange hatten Expo-Skeptiker nach Inhalten für die Landesausstellung gefragt. Jetzt sind sie da. An einem Informationsabend stellten Mitarbeiter des Berner Büros von Jean Nouvel die Murtner Ausstellungsprojekte vor.

Von URS HAENNI

Gemäss dem künstlerischen Leiter der Expo, Martin Heller, gibt es in Murten nicht mehr viel Unbekanntes. Einzig beim Landwirtschaftsprojekt weiss man noch nicht ganz genau, wo es realisiert werden soll. Es gebe momentan drei Varianten, die studiert würden. Noch am Dienstag fand eine Ortsbegehung statt.

Ansonsten, so Heller, könnten bloss die Finanzen einzelne Projekte gefährden. Mehrere seien noch nicht gesichert. Doch Heller sagte auch: «Geld suchen, das gehört einfach zu den Spielregeln. Daran haben wir uns bereits gewöhnt.»

Für die Mitarbeiter von Jean Nouvels Büro GIMM in Bern ist die Arteplage Murten in vier Teile gegliedert: die Innenstadt, der See, Merlach und Muntelier. Entsprechend präsentierten sie auch ihre Projekte.

Bereich Altstadt: Restauration auf
dem Kanonenmätteli

Der Berntorplatz wird in erster Linie als Informations- und Dienstleistungszentrum genutzt. Die Räumlichkeiten sind in Containern vorgesehen, die direkt von Hochseeschiffen kommen. Sie sollen aus dem Alltag herausgerissen sein und temporär in Murten auftauchen.
Die Archäologie findet in einem Hangar im Stadtgraben direkt neben der Deutschen Kirche ihren Platz. Es handelt sich dabei um das Projekt des Espace Mittelland.
Auf Gerüsten entlang der Ringmauern begehen die Besucher den Parcours «Hors-sol?», wo sich Fragen zum Thema Heimat und Zuhausesein stellen.
Das Kanonenmätteli wird ganz durch Restaurationsbetriebe eingedeckt. Gegen den See hin wird eine Terasse einen Überblick über die ganze Arteplage bieten.

Bereich See: der Monolith
als Markenzeichen

Mit seinen Dimensionen von weither sichtbar ist der rostige Metallkubus – das eigentliche Monument der Arteplage Murten. Er wird nur per Boot zugänglich sein und beherbergt zwei Panoramas: im oberen Stock das historische Murtenschlachtpanorama und im unteren Stock ein Panorama derselben Dimension, diesmal aber von modernen Künstlern gestaltet.
Ebenfalls aus dem See wird ein riesiger Bildschirm ragen, auf dem tagsüber wie nachts Bilder zu sehen sein werden. Am Ufer der Pantschau steht eine natürliche Tribüne. Eventuell werden die Bilder «In 1/80 Sekunde durch die Schweiz» auf den Bildschirm projiziert, eine andere Möglichkeit ist ein Filmfestival.
Im Labyrinth auf der Pantschau hat es eine Gebäudehülle aus Steinschüttungen, die noch nicht besetzt ist.
Der Klöpplerdom befindet sich auch im Labyrinth. Es handelt sich dabei um eine Betonkuppel mit Rosen überwachsen und einer Lücke für Tageslicht. Im Innern arbeiten bis zu 30 Frauen ständig an einem gemeinsamen Werk.
Weiter wird auf der Pantschau ein riesiger Krater in den Boden gegraben. Auf Projektionsflächen im Innern des Kraters werden Filme zum Thema Zeit gezeigt.
Am Ende der Seepromenade entsteht ein Holzlager, welches von aussen kaum erkennen lässt, dass sich im Innern ein Ausstellungsprojekt befindet. Dabei handelt es sich um die Ausstellung zum Thema «Zeit».
In der Ecke Pantschau-Hafen entsteht ein Luxusrestaurant, das sich in einer Wellblechhütte versteckt. Vor dem Minigolf gibt es ebenfalls ein Restaurant, wobei diesmal altes Strandgut als Gebäudehülle dient.
Auf der Wiese neben dem Parkplatz des Hotels Schiff entsteht ein grosses Militärzelt. Im Innern des Labyrinths entsteht die Greenbox, ebenfalls für Events, die aus Containern und Blachen erstellt wird.

Merlach: der Bund zu Gast

Merlach dürfte während der Expo mehrere Male einen grossen Besucherandrang erleben. Unter dem Namen «Roadhouse» entsteht eine Bühnenanlage mit 2000 Plätzen. Noch ist nicht sicher, ob das Geld für eine Überdachung reicht. Auf der am Dienstag gezeigten Grafik war jedoch zu sehen, dass das bestehende Beachvolleyball-Feld daneben bestehen bleibt.
Das Bundesprojekt «Werft» mit dem Thema «Sicherheit in der Offenheit» wird gleich neben der grossen Bühne erstellt. Es ist gemäss Martin Heller eines der schönsten Projekte.
Schliesslich beherbergt Merlach das Projekt «Blindekuh». Der Besucher begibt sich dabei in ein Holzgebäude neben dem Strandbad. Er sieht immer weniger, je weiter er sich in den dunklen Raum wagt.

Muntelier: schwebende Engel

Der Übergang vom Bereich Pantschau nach Muntelier wird fliessend sein. Verantwortlich dafür ist das Kirchenprojekt «Un ange passe». Zum Projekt gehören sieben Hütten die entlang des Seeufers aufgestellt sind. Sieben Künstler werden in diesen Hütten die Religion und den Ökumenismus behandeln.
Auf dem Sportplatz gleich unterhalb des Schulhauses Muntelier entsteht ein grosser Schuttkegel. «Visionen der Vergangenheit» soll dort Ideen darstellen, die entweder erfüllt wurden oder aber in Vergessenheit gerieten.

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