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Schlendrian, Spektakel, Sieg

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Drei Tage nach dem 6:5-Sieg in Bern gewann Gottéron gestern gegen Davos 7:6. Erneut gerieten die Freiburger nach einem klaren Vorsprung noch ins Zittern, was Trainer Christian Dubé gewaltig ärgerte. Werbung in eigener Sache machte derweil Andrei Bykow.

Wie Sieger sahen die Freiburger nach dem 7:6-Erfolg gegen Davos gestern nicht aus. «Niemand ist glücklich. Wenn wir als Team das nächste Level erreichen wollen, dürfen uns solche Dinge nicht passieren», sagte Stürmer Andrei Bykow mit ernster Miene. Trainer Christian Dubé versuchte gar nicht erst seinen Ärger zu verstecken und wirkte richtig angefressen. «Wenn der Gegner das halbe Spiel lang den Puck nicht sieht und wir am Ende doch wieder zittern und uns in Schüsse werfen müssen, um den Vorsprung irgendwie ins Ziel zu retten, dann weiss ich wirklich nicht, wie ich das noch erklären soll.»

Vom 5:0 zum 5:4 in 10 Minuten

5:0 führte Gottéron nach 33 Minuten. Bis dahin hatten die Freiburger alles richtig gemacht. Alle vier Sturmlinien setzten ihre Gegner früh unter Druck, fünf verschiedene Torschützen sorgten für den scheinbar sicheren Vorsprung. Auch den Vorsatz, defensiv endlich wieder stabiler zu werden, setzte Gottéron vorerst gut um. Das Heimteam spielte strukturiert und liess kaum Chancen zu. Die ersatzgeschwächten Davoser – sie spielten mit nur zwei Ausländern, Verteidiger Lorenz Kienzle musste als Stürmer auflaufen, damit die Bündner vier Sturmreihen bilden konnten – waren am Boden. «Wie nach einem solchen Spielverlauf noch einmal Panik aufkommen kann, kann ich wirklich nicht verstehen. Es ist nicht das erste Mal, dass das in dieser Saison passiert. Da fehlt uns eine gewisse Reife», sagte Dubé. «Nach dem 5:0 wollte jeder noch sein Tor schiessen, seine eigene Show zeigen und ebenfalls Teil der Party sein. Aber so funktioniert Eishockey eben nicht.» Hinzu kamen plötzlich unnötige Strafen. «Weil wir nicht mehr genug liefen», wie Dubé analysierte. Als der Freiburger Coach in der 43. Minute sein Timeout nahm, führte seine Mannschaft deshalb nur noch mit 5:4. Ihren Teil dazu bei trug die Tatsache, dass Torhüter Reto Berra für einmal einen richtig schwachen Tag einzog.

7:6,7:6–Gottéron wie Federer

Nach dem Timeout fing sich Gottéron wieder halbwegs, blieb aber wacklig. Weder Chris DiDomenicos 6:4 (45.) noch Benoit Jeckers 7:5 (48.) waren gleichbedeutend mit der Entscheidung. Zweimal kamen die Bündner wieder bis auf ein Tor heran. Am Ende drückten sie ohne Torhüter vehement auf den Ausgleich, den die Freiburger mit letztem Einsatz aber noch irgendwie verhindern konnten. «Immerhin das», sagte Bykow, der trotz allem auch dem Gegner Respekt zollte. «Man darf nicht ganz vergessen, welch beeindruckende Offensiv-Armada Davos hat.» Ständiger Antreiber war dabei einmal mehr Andres Ambühl. Mit den drei dazugekommenen Assists ist der 37-Jährige nunmehr klarer Liga-Topskorer. «Man hat schon gesehen, dass die Davoser einen guten Lauf hatten, sicher auch deshalb haben sie nie aufgegeben», sagte Freiburgs Verteidiger Marc Abplanalp. Tatsächlich hatten die Bündner vor dem gestrigen Spiel sechsmal in Folge gewonnen. Für sie war es die erste Niederlage seit dem 12. Januar. Der damalige Gegner: Gottéron. Das Resultat: 7:6.

Starke Leistung von Bykow

Zu den auffälligsten Spielern gehörte bei Freiburg gestern Andrei Bykow. Er bereitete das 2:0 von Killian Mottet mit einem Zauberpass vor, erzielte das 4:0 und war ein ständiger Gefahrenherd. Weil Trainer Christian Dubé dem Kanadier David Desharnais eine Pause gönnte und dem wie ein Berserker, aber nicht immer glücklich kämpfenden Schweden Daniel Brodin eine Chance gab, erbte Bykow Desharnais’ Platz als Center der ersten Linie. «Es hat natürlich Spass gemacht, und ich glaube, es lief ganz gut», sagte Bykow. Für ihn sind gute Leistungen momentan besonders wichtig. Letzte Woche verlängerte der Club drei Spielerverträge – nicht aber jenen von Andrei Bykow. Der 32-Jährige, der nie für einen anderen Club auflief als für Gottéron, gehört zu den Gutverdienern im Team. Will er auch nächste Saison in Freiburg spielen, wird er eine deutliche Lohnsenkung in Kauf nehmen müssen. Trainer und Sportchef Dubé will den Vertrag mit Bykow nicht um jeden Preis verlängern und wird versuchen, das Salär auf ein Minimum herunterzudrücken. Gestern jedoch zeigte der Stürmer, was er immer noch wert sein kann. «Meine Zukunft entscheidet sich nicht an einem Abend», kommentierte Bykow trocken. Hilfreich im Vertragspoker sind solche Leistungen aber allemal. «Ich hoffe es», sagte Bykow und verschwand schulterzuckend in der Kabine.

Stalberg mit Kopfschmerzen

Bereits nicht mehr dort war zu diesem Zeitpunkt Viktor Stalberg. Der Schwede checkte in der 18. Minute Ambühl, tat sich dabei aber selbst weh. Nach der ersten Drittelspause kehrte er deshalb nicht mehr auf das Eis zurück. «Er hat Kopfschmerzen. Ich hoffe, jedoch, dass es nichts Schlimmes ist», sagte Dubé. Ob mit oder ohne Stalberg: Weiter geht es für Gottéron bereits morgen mit dem Heimspiel gegen Lugano.


Telegramm

Keine Zuschauer. – SR Tscherrig/Stolc, Kehrli/Progin. Tore: 9. Herren (Furrer/ Powerplaytor) 1:0. 12. Mottet (Bykow) 2:0. 21. (20:13) Jörg (Sutter, Walser) 3:0. 30. Bykow 4:0. 33. (32:43) Sprunger (Marchon, Chavaillaz) 5:0. 34. (33:07) Frehner (Ullström) 5:1. 36. Marc Aeschlimann (Guerra) 5:2. 42. (41:03) Nussbaumer (Ullström, Ambühl/ Powerplaytor) 5:3. 43. (42:03) Marc Wieser (Ambühl) 5:4. 45. DiDomenico (Gunderson, Mottet/Powerplaytor) 6:4. 47. (46:10) Herzog (Nussbaumer, Ullström/Powerplaytor) 6:5. 48. (47:56) Jecker (DiDomenico, Sprunger) 7:5. 54. Marc Wieser (Nussbaumer, Ambühl) 7:6. Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 4-mal 2 Minuten gegen Davos.

Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Sutter, Furrer; Kamerzin, Jecker; Abplanalp; Stalberg, Bykov, Mottet; Sprunger, Schmid, DiDomenico; Brodin, Walser, Jörg; Marchon, Bougro, Herren. Davos: Sandro Aeschlimann; Barandun, Zgraggen; Heinen, Guerra; Stoop, Jung; Marc Wieser, Ullström, Herzog; Ambühl, Corvi, Turunen; Frehner, Baumgartner, Nussbaumer; Kienzle, Egli, Marc Aeschlimann.

Bemerkungen: Gottéron ohne Rossi (verletzt), Desharnais (überzähliger Ausländer) und Aebischer (Prüfungen); Davos ohne Du Bois, Knak, Mayer, Palushaj, Paschoud, Rubanik, Dino Wieser (alle verletzt) und Nygren (krank). Davos ab 58:46 ohne Torhüter.

Die FN-Besten: Bykow, Ambühl.

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