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Schloss-Wohnung geht an die Bank

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Es ist eine kleine Runde im Saal des Restaurants Bahnhof in Murten. Drei Personen vom Betreibungsamt des Seebezirks und neun weitere sind am frühen Nachmittag anwesend und warten auf die Versteigerung einer 7-Zimmer-Duplex-Wohnung sowie von vier Garagen und Kellerräumen im Schloss Bärfischen. Wie den Unterlagen des Betreibungsamtes zu entnehmen ist, gehört die Wohnung einem Mann mit Wohnsitz im Staat Florida in den USA. Da dieser seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist, hatte das Betreibungsamt die Versteigerung im Amtsblatt ausgeschrieben.

Auf die Minute pünktlich beginnt Sylvain Bangerter vom Betreibungsamt damit, den Ablauf kurz zu erklären. «Wir werden die Konditionen vorlesen, und falls noch Fragen vorhanden sind, ist dies die letzte Gelegenheit, diese zu stellen.» Bei jedem Angebot müssen die Bieter ihren Namen und ihren Wohnort sagen. Schriftliche Offerten seien keine eingegangen, erklärt Bangerter. Nach einem Angebot ruft er den Betrag drei Mal aus. Meldet sich niemand vor dem dritten Mal, geht die Wohnung an den Bieter. Geschätzt ist der Wert des Stockwerkeigentums auf 1,8 Millionen Franken. «Das Mindestangebot beträgt 10 000 Franken», so Bangerter. Die Person, die den Zuschlag erhält, muss zudem vorweisen, dass sie über einen Betrag von 350 000 Franken verfügen kann.

Von kurzer Dauer

So weit die Erklärungen, nun kommt der Betreibungsbeamte zum eigentlichen Geschäft: «Wer macht ein Angebot?», fragt er in die Runde. Stille herrscht im Raum, niemand sagt etwas. Nach einem Moment des Wartens blickt Bangerter fragend in die Runde. «Freiburger Kantonalbank, 1,5 Millionen Franken», sagt ein Herr in dunklem Anzug. «1,5 Millionen zum Ersten, 1,5 Millionen zum Zweiten, 1,5 Millionen zum Dritten», sagt Bangerter ruhig und die Sache ist gelaufen, bereits zehn Minuten nach Beginn der Versteigerung. Die Freiburger Kantonalbank ist die neue Besitzerin der Liegenschaft. Wie den Unterlagen der Website des Betreibungsamtes zu entnehmen ist, war die Freiburger Kantonalbank vor Beginn der Versteigerung Gläubigerin. Denn der ehemalige Besitzer aus Florida hatte bei der Bank zwei Hypotheken im Gesamtwert von rund 1,5 Millionen Franken aufgenommen.

«Normalerweise läuft eine Versteigerung nicht so schnell ab», erklärt Bangerter den FN. Doch in Fällen, in denen Hypothekarschulden vorhanden seien, habe die Bank das Interesse, keinen Verlust zu machen. Macht niemand ein angemessenes Angebot, nimmt die Bank die Wohnung oder den Bau also lieber zu sich. Was die Freiburger Kantonalbank nun mit dem Stockwerkeigentum vorhat, bleibt offen.

Das Schloss am Schiffenensee gehört laut dem Grundbuchamt des Seebezirks insgesamt vier Parteien, alle sind Stockwerkeigentümer. Die Parzelle mit dem Schloss hat eine Grösse von über 32 000 Quadratmetern, davon ist gut die Hälfte Wald.

Zahlen und Fakten

Das Schloss und seine Stilform

Das Schloss Barberêche wurde von 1552 bis 1528 wahrscheinlich an der Stelle eines älteren Befestigungsbauwerks im spätgotischen Stil erbaut. Von 1839 bis 1844 wurden Umbauten vorgenommen, wobei das Schloss seine heutige Gestalt im Stil der Neugotik und des Neoklassizismus erhielt.emu

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