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Schluss mit langem Gratis-Parkieren

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Parkuhren stehen in Düdingen seit drei Wochen bereit. Ab kommendem Samstag müssen die Autofahrer sie jetzt auch benutzen und fürs Parkieren bezahlen.

Gebührenpflichtig werden die Langzeitparkplätze bei der Freiburger Kantonalbank sowie bei den Schulanlagen Gänseberg und Wolfacker. Ebenfalls bezahlt werden muss für die Kurzzeitparkplätze bei den Hotels Bahnhof und Central, entlang dem Veilchenweg und bei der Migros. Pro Tag belaufen sich die Gebühren je nach Parkplatz auf vier bis fünf Franken. Autofahrer müssen bei einer Parkuhr bezahlen und die Quittung hinter die Frontscheibe legen.

Zur Kontrolle hat die Gemeinde Securitas beauftragt. «Wir wollen die Autofahrer nicht schikanieren», sagt Gemeinderat Markus Bapst auf Anfrage der FN. «Aber wir müssen die Bewirtschaftung ernsthaft durchsetzen, sonst bringt es nichts.»

Viele sind weiterhin gratis

Weiterhin gebührenfrei stehen Kurzzeitparkplätze beim Friedhof Leimacker, entlang der Hauptstrasse, bei der Passage Hauptstrasse–Gänseberg bei der Horia, bei der katholischen und reformierten Kirchgemeinde sowie vor dem Bahnhofzentrum zur Verfügung. Dort kann je nach Parkplatz zwischen einer respektive drei Stunden gratis parkiert werden. Die Kontrolle läuft mit Parkscheiben. Bis zu zehn Stunden gratis parkieren können Autofahrer bei der Sportanlage im Birchhölzli und bei der Sporthalle Leimacker. Auch dort wird mit Parkscheiben kontrolliert. Von insgesamt 750 Parkplätzen muss so für 250 Plätze bezahlt werden.

Keine Lösung für Anwohner

 Gemeindeingenieur Jean-Frédéric Python hält fest, dass für Gemeindeangstellte die gleichen Bedingungen gelten, wie für alle anderen Bürger. Im Mobilitätskonzept sind allerdings für die 126 Lehrpersonen, die in Düdingen arbeiten, insgesamt 34 Parkplätze vorgesehen. «Die Schulleitung wird regeln, welche Personen Anrecht auf diese haben», sagt Python.

 Für Anwohner, die im Mietvertrag keinen Parkplatz haben und bisher die Gratisparkplätze nutzten, gibt es keine Lösung. «Sie können auch keine Abo-Parkkarten beziehen», sagt der Gemeindeingenieur. Die Betroffenen müssten privat nach einem Parkplatz suchen.

Betrifft nicht nur Düdinger

Laut kantonalem Gesetz sind alle Gemeinden mit über 5000 Einwohnern verpflichtet, ihre Parkplätze zu bewirtschaften. Am 12. Dezember 2011 bewilligte die Gemeindeversammlung ein entsprechendes Parkplatzreglement. Ohne dieses würde die laufende Ortsplanungsrevision von Düdingen von den Behörden wohl nicht bewilligt werden.

 Mitte August hat die Gemeinde Düdingen die Bevölkerung mittels Flyer über die genaue Ausführung des neuen Parkplatzreglementes informiert. «Bisher haben wir darauf keine Reaktionen erhalten», sagt Ammann Kuno Philipona. «Möglicherweise kommt der Ärger, sobald wir kontrollieren», sagt Markus Bapst. Die Düdinger Bevölkerung hat das Reglement bewilligt und ist sich der Konsequenzen wohl bewusst. Betroffen vom neuen Reglement sind aber vor allem auch die zahlreichen Pendler aus dem Sensebezirk, die mit dem Auto nach Düdingen fahren und von dort den Zug nehmen. «Ein Ziel der Parkplatzbewirtschaftung ist auch, dass die Pendler vermehrt mit dem Bus nach Düdingen fahren», sagt Markus Bapst. Für Pendler, die aber Düdingen nicht mit dem öffentlichen Verkehr erreichen können oder unregelmässige Arbeitszeiten haben (zum Beispiel Nachtschicht), verkauft die Gemeinde Abo-Parkkarten. Es stehen insgesamt 50 solche Abos zu je 400 Franken zur Verfügung.

 Private sollen nachziehen

Noch nicht eingeführt haben das Konzept der Parkplatzbewirtschaftung Privatbesitzer, wie beispielsweise Firmen. Die Gemeinde ist in Verhandlungen, damit auch diese nachziehen. «Das ist ganz klar das Ziel», hält Philipona fest. Dies sei auch im Interesse der Besitzer, denn sonst würden Autofahrer diese Plätze als Ausweichplätze benutzen.

Zahlen und Fakten

Bewirtschaftung soll selbsttragend sein

Das Parkplatzreglement ist in Düdingen schon lange ein Thema, 2003 lehnte die Bevölkerung eine erste Fassung knapp ab. Am 5. Oktober 2011 stellte die Gemeinde Düdingen der Bevölkerung das jetzige Reglement vor, welches sie anschliessend am 12. Dezember bewilligte. Der damit verbundene Kredit belief sich auf 235000 Franken. Die Anschaffung und Installation der Parkuhren auf sechs Parkplätzen kostet 75000 Franken. Hinzu kommen Kosten für Markierungen und Signalisierung, Tiefbauarbeiten sowie das Installieren der Software in den Uhren. Bisher hat der betriebliche Unterhalt der Parkplätze die Gemeinderechnung mit rund 80000 Franken belastet, mit der Bewirtschaftung erhöht sich dieser Betrag auf 175000 Franken. Der Gemeinderat rechnet aber damit, ungefähr denselben Betrag einzunehmen, sodass die Bewirtschaftung selbsttragend ist.mir

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