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Schonende Bodenbearbeitung gefragt

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Die Direktsaat ist ein geeignetes Anbausystem

Autor: Von JOSEF JUNGO

«No tillage» (deutsch: keine Bearbeitung) bedeutet die Ablage des Saatgutes in einen seit der Ernte der vorangehenden Hauptkultur absolut unbearbeiteten Boden. Direktsaat ist nicht lediglich eine andere Sätechnik, sondern ein eigenständiges Anbausystem. Das Saatgut wird mit Hilfe von Meissel- oder Scheibensäscharen in den unbearbeiteten Boden abgelegt. Um Erfolg zu haben, müsse der Bauer umdenken, genau beobachten und Erfahrungen sammeln, schreibt Swiss-no-till-Geschäftsführerin Regula Schwarz (Ufa-Revue). Es sei ein neues Anbaumanagement nötig. Damit könnten gezielt die ökologischen (hohe biologische Bodenaktivität, hohe Tragfähigkeit) und die betrieblichen Vorteile (z.B. tiefere Produktionskosten) genutzt werden.

Das Interesse an der Direktsaat steigt. 1995 wurden in der Schweiz 1000 ha so angesät, 1999 waren es 6000 ha, wie an der Flurbegehung ausgeführt wurde. Die Kosten für die Direktsaat betragen zwischen 180 und 200 Franken pro ha. Lohnunternehmer verfügen über die entsprechenden grossen Maschinen. Ob ein Landwirt diese Maschinen selbst anschaffen will, ist von den Kulturen, der Grösse usw. abhängig.
Erosionsgefährdete Böden und Parzellen am Hang veranlassten Rudolf Niederhäuser vor fünf Jahren, auf Direktsaat umzustellen. Es handelt sich um einen gemischten Betrieb: Ackerbau, Milchvieh-Zucht, Label-Weidepouletmast. Von den 22 ha seines auf 650 m gelegenen Betriebes entfallen gut 10 ha auf Ackerbau. Seine Erfahrungen mit Direktsaaten von Mais, Hafer und Weizen sind positiv. Wie er ausführte, besteht nach der Vorfrucht Kartoffeln eine gewisse Gefahr von Bodenverdichtung. Natürlich sei diese Verfestigung auch vom Wetter abhängig. Als weiteren Nachteil sieht er den Einsatz von chemischen Herbiziden. Ohne diese hätten jedoch die Saaten keine Entfaltungsmöglichkeiten. Er glaubt, dass sich mit den Jahren eine gewisse Resistenz gegenüber einzelnen Mitteln bilden könnte.
Für Ing. Agr. Wolfgang Sturny von der Abteilung Umwelt und Landwirtschaft im Amt für Landwirtschaft des Kantons Bern dürfte sich die Direktsaat zu einem bio-tauglichen Anbausystem entwickeln. Es seien Versuche im Gang, die Reihen zwischen den Saaten mit Gas (Abflammen) oder mechanisch zu bearbeiten. Ebenso sollen demnächst Zahlen veröffentlicht werden, von denen man Aufschluss über die betriebswirtschaftlichen Vergleiche zwischen der Direktsaat und dem konventionellen Pflugverfahren erwartet. Das Direktsaat- Anbausystem, wie es von der Swiss no-till (SNT) – Schweizerische Gesellschaft für bodenschonende Landwirtschaft – empfohlen wird, erlaube es zudem, die Nitratauswaschung ins Trinkwasser zu vermindern, erklärte Bodenspezialist Sturny auf Anfrage. Die SNT ist ebenfalls auf Internet (www.no-till.ch) zu finden und bietet den rund 200 Mitgliedern, Lohnunternehmungen und Interessenten so ein Forum an.

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