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Schutzverbände verlangen seriöse Abklärungen

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Autor: Imelda ruffieux

FreiburgIn einer gemeinsamen Mitteilung drücken die sieben Natur- und Landschaftsschutzorganisationen (siehe Kasten) ihre Vorbehalte gegen den geplanten Bau von neun Windturbinen auf dem Schwyberg aus. Man begrüsse Projekte zur Förderung von erneuerbaren Energiequellen, heisst es in der Mitteilung. Doch müssten diese die Anliegen von Umwelt- und Landschaftsschutz berücksichtigen.

Vogelzüge beeinflusst

Im Fall Schwyberg befürchten die Organisationen Schaden an Natur und Landschaft. Grosse Vorbehalte haben sie in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vogelwelt. Studien hätten bewiesen, dass Windturbinen gravierende Auswirkungen auf die Vogelwelt haben können. «Betroffen sind vor allem grössere Vögel (Greifvögel und Störche), aber auch andere Zugvögel sowie Fledermäuse», stellen die Umweltorganisationen fest. Der Schwyberg zwischen dem Gurnigel und der Berra sei als Gebiet mit starkem Vogelzug bekannt. «Windturbinen könnten hier möglicherweise zum verheerenden Hindernis werden.»

Angst um die Birkhühner

Weiterer Kritikpunkt sind die negativen Auswirkungen auf die Landschaft. Da für die Realisierung des Projekts die Schwybergstrasse ausgebaut werden muss, wird eine Zunahme des Freizeitverkehrs und des Drucks auf die Natur befürchtet. So könnten zum Beispiel die Birkhühner gestört werden. Die Organisationen fordern deshalb griffige Begleitmassnahmen. Die sieben Organisationen sprechen die Vermutung aus, dass im Projekt Schwyberg der Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) verschlampt werden könnte.

Die Auflage für den Windpark sollte diesen Frühling erfolgen. Doch sei das Pflichtenheft für den UVB erst kürzlich bei den kantonalen Ämtern zur Genehmigung vorgelegen. «Nach Kenntnis der Vogelschutzorganisationen ist darin zudem keine ornithologische Studie vorgesehen.» Dabei habe der Ornithologische Verein Freiburg schon vor drei Jahren auf das Problem mit den Zugvögeln aufmerksam gemacht.

«Die Umweltorganisationen äussern deshalb grosse Bedenken zur Genauigkeit und Glaubwürdigkeit der Umweltverträglichkeitsprüfung. Sie befürchten, dass eine seriöse Abklärung der Folgen für Umwelt, Natur und Landschaft wegen Zeitdrucks verschlampt werden könnte», heisst es in der Mitteilung.

Vogelwarte einschalten

Im Hinblick auf weitere Windenergieprojekte verlangen sie einen «umfassenden und wissenschaftlich fundierten Umweltverträglichkeitsbericht», zum Beispiel von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach. Ausserdem wird verlangt, dass keine Windpärke in geschützten und schützenswerten Landschaften geplant werden.

Auf Lücken hingewiesen

Die sieben Natur- und Landschaftsschutz-Verbände haben dem Freiburger Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen und den kantonalen Ämtern ein Schreiben zukommen lassen. Sie machen darin auf die Lücken im Dossier aufmerksam. «Es soll ein Pionierwerk geschaffen werden und kein Präzedenzfall für zukünftige umweltschädigende Projekte für erneuerbare Energien».

Von der Projektleitung war am Dienstag niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

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