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Schwierige Vermarktung der Bio-Produkte

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Hauptversammlung der Freiburger Bio-Produzenten

«Nach wie vor ist die Zahl der Bio-Betriebe im Kanton Freiburg gering.» Roger Godel, Präsident der Freiburger Bio-Produzenten, schaut jedoch voller Zuversicht in das neue Jahrtausend. «Denn die Bedeutung des Bio-Landbaus wird bestimmt auch in unserer Region zunehmend wichtiger.»

Am wirkungsvollsten können die Konsumenten den Bio-Landbau beeinflussen, wenn sie beim Einkauf konsequent nach Bio-Produkten fragen. Womit sie zugleich eine umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft fördern. Roger Godel hielt in seinem Jahresbericht Rückblick über die erfolgreich durchgeführten Anlässe und Ausstellungen. So unter anderem am Comptoir in Bulle und am Biotag innerhalb des Landwirtschaftsstandes des Freiburgischen Bauernverbandes.

Wertschöpfung der Produkte

Bio Freiburg stellte 1999 das Präsidium der «Coordination Romande» an der Ausstellung «Agrobiorama» in Lausanne. Dort hatte Bio Freiburg die Gelegenheit, sich auf einer Westschweizer Plattform zu präsentieren. Ihr Ziel war es, die Kräfte der verschiedenen kantonalen Biolandbau-Organisationen zu bündeln, um über den Biolandbau zu informieren und Erfahrungen auszutauschen.

Mit der Gründung der Genossenschaft «Progana» im Frühjahr 1999 konnten die Bioproduzenten aus der Westschweiz vereint werden. Somit werden die Interessen der Produzenten besser vertreten und es kann eine höhere Wertschöpfung der Produkte erzielt werden. «Das Problem ist nicht die Nachfrage, sondern das Angebot, denn die Schweizer Bio-Produzenten haben nicht die Kapazität, die Nachfrage zu erfüllen», meinte Charly Beyeler, Geschäftsleiter der Progana. Diese muss aber zentralisiert und verteilt werden. Im Getreidesektor wurde bereits einiges geleistet, doch eine grosse Nachfrage gibt es auf dem Bio-Milch-Markt. Auch auf dem Fleischsektor ist die Nachfrage vorhanden, doch wie im Milch-Transport sowie beim Transport der «Lebendtiere» gilt es, noch einige Probleme zu lösen. «Wenn wir Bio-Eier produzieren wollen, müssen wir auch die Nahrungsmittel dementsprechend produzieren», erläuterte Charly Beyeler.
«Der Schweizer Bauer muss sich ganz klar überlegen, ob er lieber Bio-Produkte produzieren oder Direktzahlungen vom Staat kassieren will», antwortete er auf eine Frage nach dem Preis. Ausserdem müssten ganz klare und realistische Produktionskosten-Zusammenstellungen gemacht werden, um die Preise verteidigen und überhaupt eine genaue Rechnung gegenüber den importierten Produkten aus dem Ausland machen zu können. Die Marktrealität bedeutet aber, die Interessen der Produzenten und Konsumenten und deren Verhandlungsbereitschaft zu finden.

Austausch und Interventionen

Drei Besuchergruppen aus Frankreich (Produzenten, Vertreter der Beratung und Ausbildung und Studenten) und eine Gruppe der Migros-Genossenschaft Genf konnten im letzten Jahr zu einem Meinungsaustausch empfangen werden. Ausserdem wurde bei Bio Schweiz für verschiedene Interessen von Bio-Produzenten interveniert. So für eine Verlängerung der Frist des Kuhtrainerverbots und für ein Gesuch an das Bundesamt für Landwirtschaft, damit bei der Berechnung der Standardarbeitskräfte für die Haltung von Bio-Schweinen und Bio-Geflügel dem höheren Arbeitsaufwand Rechnung getragen werde. Grundsätzlich ist ein biologischer Anbau viel arbeitsaufwendiger als der konventionelle.

Keine Interventionen gab es bei der Wahl der Nachfolger von Johannes Brunner und Rosmarie Gfeller, welche im Vorstand demissioniert hatten. Neu ins Komitee gewählt wurden Ruth Kolly und Ernst Fivian. Auch dieses Jahr findet wieder das «Agrobiorama» vom 30. März bis 2. April 2000 im Palais Beaulieu in Lausanne statt. Die Ausstellung, Seminare und Vorträge mit einem üppigen Biomarkt werden von der Schweiz und Frankreich unterstützt. Der Neuenburger Nationalrat Fernand Cuche wird einen Vortrag über die Landwirtschaft und die WTO halten. Ausserdem hält François Turrian zusammen mit Walliser Schafzüchtern Ausblick nach den «grossen Raubtieren».

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