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Sechs Jahre Zuchthaus für Drogenkurier

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Sechs Jahre Zuchthaus für Drogenkurier

An der Grenze mit 20 kg Heroin geschnappt

Das Strafgericht Saane hat am Dienstag einen 35-jährigen Berner wegen versuchten Drogenschmuggels zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Mann war im Sommer 2002 beim Grenzübergang Chiasso mit 20 kg Heroin erwischt worden.

Der Angeschuldigte wurde der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und der Geldwäscherei für schuldig befunden. Das Gericht folgte mit seinem Urteil dem Vertreter der Staatsanwaltschaft, der sechs Jahre Zuchthaus gefordert hatte. Die Verteidigung hatte für Freispruch plädiert.

Affäre Albatros

Die Verurteilung erfolgte im Rahmen der so genannten Affäre Albatros. Diese wurde am 17. Juni 2002 aufgedeckt: Ein Lieferwagen, in welchem 20 kg Heroin geschickt versteckt waren, wurde an der Grenze in Chiasso angehalten. Der Lenker beteuerte aber seine Unschuld und behauptete immer wieder, nichts von dieser Ladung gewusst zu haben, deren Vermarktung rund zwei Millionen Franken hätte einbringen sollen.

Der Lenker, ein 35-jähriger Berner mit Kosovo-albanischer Abstammung, Elektroniker, hatte Ende Mai 2002 eine Geschäftsreise in sein Heimatland angetreten. Er gab an, Computer verkaufen zu wollen, die er in der Schweiz gekauft hatte. Seine Reise wurde jedoch von der Polizei streng bewacht, denn sie wusste, dass er mit einer «teuren Fracht» in die Schweiz zurückkehren würde. Die Polizei überwachte den ganzen Drogenring und hörte dabei die Telefongespräche des Lenkers ab. Sie wartete an der Grenze auf ihn.

Auf seine Verhaftung folgten 14 weitere. So konnte der Drogenring ausgehoben werden, der bereits über 40 kg Heroin, 400 g Kokain und rund 40 kg Streckmittel verkauft hatten.
Der Lenker sagte zu Beginn der Untersuchung aus, er habe den Lieferwagen im Kosovo während ein paar Tage einem Freund ausgeliehen. Dann sagte er aus, er habe den Wagen auf einem Parkplatz stehen gelassen, nachdem er anonyme telefonische Drohungen erhalten hatte. Einige Tage später habe er den Wagen am gleichen Ort wiedergefunden. Dies, nachdem er vorerst in der Schweiz und später im Kosovo angefragt worden sei, Drogen zu transportieren. Er habe zwar leichte Zweifel gehabt, habe aber die Rückreise in die Schweiz angetreten, wie wenn nichts geschehen wäre. Kurz, er sei in eine Falle geraten.

Offene Fragen

Doch diese Feststellung beantwortet nicht alle Fragen der Untersuchungsrichter. Wieso fanden sie eine Niete in seiner Tasche, die dem Bau des Verstecks diente, sowie das Schema, welches dieses beschrieb? Er hielt es für ein elektronisches Schema. Und was machten die 22 000 Franken, die hinter dem Autoradio versteckt waren und die die Hälfte des Lohnes ausmachten? Wieso hat der Ring ihn während der Reise unbedingt erreichen wollen? Aber auch die Geständnisse eines Paten und die telefonischen Abhörungen sprachen nicht für den Lenker.

Für den Substitut der Staatsanwältin war klar, dass der Lenker nur ein kleiner Fisch war, der für den Transport zuständig war, der aber zu einem Verbrechen verleitet wurde, weil ihm in Aussicht gestellt wurde, ganz locker 50 000 Franken zu verdienen.
Die Untersuchungen in der Affäre dauerten sechs Monate und bedingten die Zusammenarbeit der Freiburger Polizei mit der Berner und Bundespolizei sowie mit 150 Grenzwächtern. sda/Lib.

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