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Seilziehen um Schiessstand beendet

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Kerzerser Schützen treffen ab nächster Saison in Wileroltigen ins Schwarze

Der Schiessstand in Kerzers muss spätestens im Jahr 2002 geschlossen werden. Er entspricht nicht mehr den Lärmschutzverordnungen des Bundes. Die Gemeinde ist aber verpflichtet, das ausserdienstliche Schiessen der Wehrpflichtigen sicherzustellen.

Mit dieser Ausgangslage startete vor sechs Jahren die Suche der Kerzerser Schützen nach einem neuen Schiessstand. Die Gemeinde hatte eine Kommission eingesetzt. Unter der Leitung von Vize-Ammann Kurt Tschachtli sollte sie nach der bestmöglichen Lösung fahnden. Ein erster Versuch betraf die Sanierung des bisherigen Standes. Sie kam aus finanziellen Gründen nicht in Frage. Dann richtete die Kommission ihr Augenmerk auf die Nachbargemeinde Fräschels. Der dortige Schiessstand entsprach den Lärmverordnungen. Wegen Oppositionen aus verschiedenen Kreisen musste aber auch diese Möglichkeit begraben werden.

Wileroltigen als ideale Lösung

«Erst 1998 sind wir darauf gekommen, dass in Wileroltigen Platz für zehn Scheiben wäre, aber nur vier benutzt werden», erläutert Kurt Tschachtli den nächsten Schritt. Man hätte also die eigenen sechs elektronischen Scheiben gleich mitnehmen und Kosten sparen können. Zwischen den Schützenvereinen Kerzers und Wileroltigen und den beiden Gemeinden gab es unzählige Gesprächsrunden, bis alle Details geklärt waren. So konnten nun in den letzten Tagen die beiden Gemeindeversammlungen über diese Zusammenarbeit abstimmen.

Kerzers hat vor zehn Tagen dem Kredit von 250000 Franken klar zugestimmt. Auch wenn der Umzug einiges kostet, hatten die Kerzerser keine Wahl.«Jede Gemeinde muss die Auflagen des Bundes erfüllen», weiss Gemeinderat Tschachtli. «Wir mussten für die schiesspflichtigen Kerzerser eine Lösung finden.»

Knapper Ausgang der geheimen
Abstimmung in Wileroltigen

Für eine Lösung war aber ein «Ja» der Standortgemeinde Wileroltigen unabdingbar. Dort hat sich am Freitag die Gemeindeversammlung mit den möglichen neuen Gästen des Schiessstandes auseinander gesetzt. Bereits im Vorfeld traten einige Gegner an die Öffentlichkeit, um auf den zunehmenden Lärm aufmerksam zu machen.

Der Aufmarsch an der Gemeindeversammlung hat denn auch alle Erwartungen übertroffen. Gemeindepräsident Gerhard Hofer bestätigt:«101 Anwesende haben rund eine Stunde lang intensiv über dieses Traktandum diskutiert. Das sind rund dreimal mehr Bürger als an anderen Frühlings-Gemeindeversammlungen.» Dabei gab es intensive Wortgefechte zwischen Befürwortern und Gegnern. «Ich habe das Gefühl, dass bei vielen Bürgern die Meinung schon vorgefasst war. Besonders die Gegner machten sich lautstark bemerkbar. Die Auseinandersetzung blieb aber jederzeit fair», bemerkte der Ammann. In geheimer Abstimmung wurde über den Einzug der Kerzerser Schützen in den Schiessstand Wileroltigen abgestimmt.
Mit 56 zu 42 Stimmen nahm die Berner Gemeinde die Freiburger Schützen in ihrem Schiessstand auf. Bedingung dafür ist aber, dass sich die Kerzerser den bisherigen Schiesszeiten in Wileroltigen anpassen und nur für die Jungschützen vier zusätzliche Termine beanspruchen. Die detaillierten Verhandlungen über denSchiessbetrieb sind zwischen den beiden Gesellschaften noch im Gang. Kerzers braucht noch ein Überschussrecht von den beiden Landbesitzern zwischen Stand und Scheiben. Die-
se bekommen für den Eintrag
im Grundbuchamt eine Entschädigung.

Erleichterung in Kerzers

Den Kerzersern ist ein Stein vom Herzen gefallen, wie Gemeinderat Kurt Tschachtli bestätigt. Bereits nach der Schiess-Saison 2000, also Ende September, soll der Umzug gestartet werden. «So können wir ab nächster Saison bereits das ganze Programm in Wileroltigen schiessen.» Das Schützenhaus in Kerzers, das dem Schützenverein gehört, bleibt bestehen. Der bleiverseuchte Boden hinter den Scheiben muss saniert werden. Dafür bleibt der Gemeinde Kerzers aber noch Zeit, da keine Frist besteht.

Die Gemeinde Kerzers bezahlt für den Umzug 250000 Franken. Ein Teil davon wird zusammen mit Geldern der Gemeinde Wileroltigen für Abänderungen im Schiessstand und den Bau eines Parkplatzes finanziert. Wileroltigen muss – ob mit oder ohne Kerzers – eine vier Meter lange Schallschutzwand vor dem Schiessstand aufbauen. Sie werden dabei wie die neuen Kerzerser Mieter die anfallenden Kosten stark verringern, in-dem die Vereinsmitglieder Fronarbeit leisten.
Die Schützengesellschaft Kerzers bezahlt jährlich der Gemeinde Wileroltigen 1500 Franken Miete für den Schiessstand und der Schützengesellschaft Wileroltigen rund 500 Franken für das Schützenhaus.

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