Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Seit 1989 ist das Heim Bachmatte ein würdiges Zuhause für betagte Menschen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das Pflegeheim Bachmatte in Oberschrot ist das Zuhause von 47 betagten Menschen im Alter zwischen 55 und 107 Jahren. Sie werden von 78 Mitarbeitenden in Küche, Hausdienst und Pflege betreut, was 56 Vollzeitstellen entspricht. Die Gemeinden Plaffeien, Plasselb und Brünisried zahlen für das Heim pro Jahr zwischen 600 000 und 700 000 Franken für Betriebsdefizit, Schuldzinsen und Abzahlung von Liegenschaft und Einrichtung. Dass mehr hinter diesen nackten Zahlen steht, das will das Heim in Oberschrot am Samstag zeigen. Der Verband und das Team laden die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Türen ein. Der Anlass: Vor genau 30 Jahren sind die ersten Bewohner in das damals neu gebaute Heim eingezogen (siehe Kasten). Weil der Verband vor fünf Jahren das 25-jährige Bestehen nicht feiern konnte, da damals das Heim umgebaut und erweitert wurde, wird nun dieser Geburtstag gebührend begangen. (siehe blauer Kasten).

Immer wieder ein Defizit

Ein Pflegeheim kann heute kaum kostendeckend geführt werden. Zwar zahlen Kanton, Krankenkassen und die Bewohner selbst für Aufenthalt, Betreuung und Pflege. Was über die vom Staat festgelegte Pensionstaxe nicht gedeckt ist, müssen die Gemeinden übernehmen. Armin Jungo ist sich bewusst, dass das Heim in den letzten Jahren in den Medien immer in Verbindung mit roten Zahlen genannt wurde. «Es ist frustrierend, dass wir immer wieder über ein Defizit diskutieren müssen», sagt der Präsident des Trägerverbands. Einziger Trost sei, dass es den meisten Heimen im Kanton gleich gehe. «Mit mehr finanziellem Spielraum könnten wir mehr Zusatzangebote entwickeln. So aber können wir nichts anderes tun als den heutigen Status aufrechtzuerhalten.» Der Vorstand sei ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, die Kosten zu senken und die Einnahmen zu erhöhen und zugleich die Wohnatmosphäre für die Betagten zu verbessern.

Würdiger Lebensabend

Die Bachmatte sei ein gutes Heim, sagt er mit Überzeugung. «Wir sind von der Infrastruktur her gut aufgestellt, haben fachkundiges Personal, eine Küche, die viel Lob erhält, und zufriedene Bewohner.»

Allen sei klar, dass das Heim die letzte Lebensstation für die meisten Bewohnerinnen und Bewohnern sei. «Wir versuchen ihnen einen würdigen Lebensabend zu ermöglichen. Das ist auch eine Erleichterung für die Angehörigen, wenn sie sie in guten Händen wissen.»

Ein Fokus am Jubiläumstag liegt auf der Lehrlingsausbildung. Das Heim bildet junge Leute in der Küche, im technischen Dienst und in der Pflege aus. Auf diese Weise will sich das Heim auch als attraktiver Arbeitgeber präsentieren und seine Leistungen, etwa den Mahlzeitendienst und die Cafeteria, bewerben.

Momentan kein Ausbau

Für Armin Jungo ist auch klar, dass der Verband vorerst selbstständig bleibt. Mit anderen Heimen wie jenem in Giffers laufen Gespräche für eine intensivere Zusammenarbeit. «Eine Fusion ist aber keine geplant», hält er fest. Wenn überhaupt, dann gebe es wohl irgendwann eine bezirksweite Lösung. Der Heimverband Bachmatte befindet sich derzeit in einer Konsolidierungsphase: Erst einmal muss der letzte Ausbau mit der Erweiterung um 16 Betten finanziell verkraftet werden. Eine weitere Vergrösserung stehe momentan nicht zur Diskussion. «Das hängt auch von der Zukunftsplanung des Kantons ab. Gemäss heutiger Bevölkerungsstatistik braucht das Pflegeheim Bachmatte in den nächsten fünf bis zehn Jahren keine weiteren Pflegebetten.»

Programm

Offene Türen am Samstag

Wie sieht es in der Küche aus, in der fast 80 Mahlzeiten zubereitet werden? Wie lebt eine Bewohnerin, und wie sieht es in der Wäscherei eines Heims aus? Diese und andere Einblicke gewährt das Pflegeheim Bachmatte am Samstag. Um 12, 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr werden geführte Rundgänge durch das Haus angeboten. Im Festzelt gibt es Auftritte der Trachtengruppe Kaiseregg, des Jodlerklubs Alphüttli, der Cäcilienvereine Plaffeien, Brünisried und Plasselb, der Musikgesellschaften Plaffeien und Brünisried und der Jagdhornbläser Deutschfreiburg. Das Orchester Ärgera­taler sorgt ganztags für Unterhaltung. Ab 11 Uhr gibt es im Zelt warme Küche und ein Buffet mit selbst gemachten Desserts.

im

 

Sa., 15. Juni, 10 bis 17 Uhr. Weitere Infos: www.ph-bachmatte.ch

Rückblick

Vor 30 Jahren als Leichtpflegeheim gebaut

Wie andere Heime im Sensebezirk ist auch das Pflegeheim Bachmatte in Oberschrot in den 1980er-Jahren entstanden. Eine der treibenden Kräfte war die Gemeinde Oberschrot, vor allem der damalige Syndic Siegfried Bürgy und die Gemeinderätin Martha Mäder.

Viele Anläufe

Bis die Idee umgesetzt war, brauchte es einen längeren politischen Prozess, in dem viele Fragen geklärt werden mussten, zum Beispiel: Wo und gross soll das Heim gebaut werden? Welche Gemeinden finanzieren es? «Es brauchte mehrere Anläufe», sagt der heutige Verbandspräsident Armin Jungo. Allein um den heutigen Standort nahe beim Dorfzen­trum zu sichern, habe es Landabtausche, Grenzkorrekturen und Zonenänderungen gebraucht. Ende 1985 waren die Statuten von den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinden Brünisried, Oberschrot, Plaffeien, Plasselb und Zumholz genehmigt und der noch heute bestehende Gemeindeverband war somit gegründet.

Der Baukredit betrug vier Millionen Franken. Nach Abzug der Subventionen blieben für die Gemeinden noch Restkosten von 2,2 Millionen Franken. Nach fünf Jahren Planung fand der Spatenstich im Frühjahr 1988 statt, im Juni 1989 zogen die ersten Bewohner ein. Das Heim hatte damals 25 Plätze und galt als «Alters- und Leichtpflegeheim». Mit steigender Pflegebedürftigkeit der Bewohner wurde es im Laufe der Zeit zum reinen Pflegeheim. 2008 hat der Verband den Aufenthaltsraum mit einem Wintergarten erweitert, um mehr Platz für die zunehmende Zahl an rollstuhlabhängigen Bewohnern zu gewinnen. Die grösste Entwicklung machte das Heim zwischen 2013 und 2015 durch: In dieser Zeit wurde es für 5,5 Millionen Franken um 16 zusätzliche Betten erweitert. Gleichzeitig wurden die Küche und der Altbau saniert. Die damals begonnene schrittweise Renovation der 30 Altbau-Bewohnerzimmer ist bis heute am Laufen, zehn sind noch zu sanieren. Heute bietet das Pflegeheim Bachmatte 47 Betten.

im

 

«Es brauchte einen längeren politischen Prozess.»

Armin Jungo

Präsident Heimverband

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema