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Selbstvermarktetes Gebrauchsdesign

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Atelier «Grünenburg» feiert seinen 25. Geburtstag

Autor: Von PATRICK HIRSCHI

Einem regelrechten Boom haben es Ann-Lee und Peter Zwirner zu verdanken, dass sie vor 25 Jahren in der Kunstbranche Fuss fassten. «Damals waren Kreativkurse in Mode», erinnert sich Ann-Lee Zwirner.Die gebürtige Amerikanerin war mit ihrem Schweizer Mann gerade von Basel in die ländliche Idylle von Grueneburg bei Kleinbösingen gezogen. In ihrem Haus empfingen sie Kunden, die Sieb- und Textildruck oder Radieren erlernen wollten. Durch Cartoonkurse mit dem Berner Zeichner Pfuschi wurde das Angebot erweitert. «Wir hatten sogar Gäste aus Deutschland bei uns», berichtet Ann-Lee Zwirner.

Verschiedene Standbeine

Da die Kundschaft nicht nur für die Kurse im Haus verweilte, sondern die Zwirners die Gäste auch verpflegten, wurde es dem Ehepaar mit der Zeit etwas zu viel. Nach und nach stiegen die beiden um und stellten nur noch selber Kunst her. «Ich brachte meine erste Kollektion an Küchenwäsche heraus, später auch Geschirr», sagt Ann-Lee Zwirner. Ihr Mann begann mit dem Design von eigenen Möbeln. Eines davon ist heute noch im Museum of Modern Art in New York ausgestellt.Heute haben die Zwirners mehrere Standbeine. Da ist zum einen das so genannte Gebrauchsdesign, kreativ gestaltete Textilien zum Beispiel oder Postkarten. Dann sind da die Bilder und Installationen, und seit einigen Jahren hat Ann-Lee Zwirner auch ein Faible für Filme entwickelt.

Keine Angst vor Kommerz

All diese Produkte erscheinen im eigenen Verlag «Grünenburg». Zusammen mit dem Schwiegersohn betreibt das Ehepaar zu Hause den Verkauf und das Lager. Die Produktion hingegen ist aus Kostengründen in die Slowakei ausgelagert worden. Textildruck, Näherei, Holzproduktion – damit beschäftigen die Zwirners nach eigenen Angaben etwa 15 slowakische Familienbetriebe.Ann-Lee Zwirner ist froh, dass sie und ihr Mann – von ein paar Ausnahmen abgesehen – die ganzen 25 Jahre von ihrer Kunst leben konnten. «Ich habe keine Berührungsängste mit kommerzieller Kunst», betont sie. Da schimmere vielleicht ihre amerikanische Prägung durch.Trotzdem möchte Ann-Lee Zwirner in Zukunft den nichtkommerziellen Teil noch etwas ausbauen. Vor allem will sie noch mehr Filme drehen, wie sie selber sagt.

Erotik und schmutzige Fantasien

Diesen Samstag feiern die Zwirners ihr Jubiläum mit einer Ausstellung in den eigenen Räumen. Dazu haben sie auch befreundete Künstler eingeladen. So zeigt Edith Kernen (Kleinbösingen) Betongefässe für den Garten. Die in Freiburg lebende Argentinierin Virgina Muro stellt Kunstmalerei und Keramik aus. Brigitte Noll (Bern) präsentiert erotische Steinskulpturen. Von Stefanie Senn (Düdingen) gibt es Raumobjekte aus verschiedenen Kunststoffmaterialien zu sehen.Ann-Lee zeigt unter dem Titel «schmutzige Fantasien» Bilder. Und ihr Mann hat eigens für die Ausstellung eine Installation gebaut. «Darin verarbeitet er seinen kürzlichen Spitalaufenthalt infolge eines Herzinfarkts», erklärt seine Frau. Am Abend werden zudem filmische Porträts der ausstellenden Künstler gezeigt.«Grünenburg Produkte, Edition, Media». Längenstr. 14, Kleinbösingen. Samstag, 2. September, 10-22 Uhr. www.gruenenburg.ch

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