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Selital-Sprungschanze wird wieder genutzt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marc Kipfer

Lange ist es her, da sprangen über die Selital-Sprungschanze noch richtige Skispringer. Zum Beispiel Birger Ruud. Der Norweger stellte 1936 den bis heute gültigen Schanzenrekord auf, mit einer Flugweite von 54 Metern. Im gleichen Jahr wurde er Olympiasieger.

Deutlich bescheidener war die Affiche am letzten Samstag. Mit einem «Schanzen-Jam» für mutige Freestyle-Skifahrer und -Snowboarder ist die Originalschanze nach vielen Jahren wieder einmal genutzt worden. Bis zu 25 Meter weit und acht Meter hoch flogen die elf Teilnehmer. Auch der Skiclub Schwarzenburg war vor Ort. Seine Mitglieder veranstalteten auf einer separaten Schanze nebenan eine interne Meisterschaft.

Der Snowboard-Wettkampf auf der Originalschanze sei ein guter Anlass gewesen, sagt Skiclub-Präsident Stefan Riesen anerkennend. Eher kritisch beurteilt er die Pläne, die einer der Verantwortlichen danach den Medien präsentiert hat: Hans Walther, dem das Land gehört, auf dem sich die Schanze befindet, sieht in der Anlage grosses Potenzial.

An grosse Zeiten anknüpfen

Walther möchte an die Zeit anknüpfen, als der Olympiasieger aus dem hohen Norden im Selital Geschichte schrieb. Die Veranstaltung vom Wochenende bedeute für die Selital-Schanze eine Renaissance, ist er überzeugt.

Nun möchte Walther mit einer Machbarkeitsstudie abklären, ob die Selital-Schanze den Betrieb einer anderen Schanze übernehmen könnte: jenen der Trockenschanze am Berner Hausberg Gurten. Letztere muss wohl bald einer Sommerrodelbahn weichen. Bereits schielt Walther nach dem Material, das am Gurten künftig nicht mehr gebraucht wird: zum Beispiel der Juryturm, die Anlaufspur und die Matten, wenn nicht sogar die gesamte Schanzenanlage.

Von Swiss-Ski vertröstet

Für eine solche Studie möchte Walther mit dem nationalen Verband Swiss-Ski zusammenspannen. Sein Projekt hat er bereits eingereicht – und wurde vertröstet. Man lasse zuerst die aktuelle Saison zu Ende gehen und schaue sich die Unterlagen dann im Frühling an.

Während er auf den Bescheid wartet, ist Walther guter Dinge. Nachdem der Ausbau und die Sanierung der Sprunganlage in Kandersteg infrage gestellt seien, und die Schanze auf dem Gurten wohl verschwinde, brauche es in der Region einen Ort, wo Nachwuchstalente entdeckt und gefördert werden könnten, ist er überzeugt. «Gäbe es in der Region keine grosse Schanze mehr, wäre das fahrlässig dem Sport gegenüber», findet er, «denn nicht alle Talente können nach Einsiedeln gehen.» Damit meint er das nationale Leistungszentrum, wo Simon Ammann und weitere Spitzenathleten trainieren.

Was Walther vorschwebt, ist ein «Schanzenpark Selital», der sowohl die Bedürfnisse der konventionellen Skispringer wie auch der Freestyler abdecken würde. Beide sollen von einem gemeinsamen Sicherheitskonzept profitieren.

Walther ist enthusiastisch: «Der Tatbeweis des möglichen Nebeneinanders ist am Wochenende erbracht worden.»

 

Bis zu 25 Meter weit und acht Meter hoch: mutiger Skifahrer auf der Selital-Schanze.Bild zvg

«Gäbe es in der Region keine grosse Schanze mehr, wäre das fahrlässig dem Sport gegenüber.»

Autor: Hans Walther

Autor: Grundeigentümer Selital-Schanze

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