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«Sensler Museum muss sich bewegen»

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«Wenn man ein einigermassen funktionierendes Museum will, dann können wir so weiterfahren wie bisher. Wenn das Sensler Museum aber wirklich ein Bezirksmuseum sein soll, dann sind wir mit der heutigen Struktur an unsere Grenzen gekommen.» Beat Hayoz, Präsident des Stiftungsrats des Sensler Museums, spricht Klartext. «Wir haben kein Entwicklungspotenzial», sagt er und spricht dabei einerseits die Besucherzahlen an, bei denen 2018 ein Rückgang von 767 Personen oder 15,5 Prozent verzeichnet worden ist (siehe auch Kasten).

Nicht als Museum geeignet

Andererseits sieht Beat Hayoz auch die räumlichen Grenzen des Museums, das 1975 in das ehemalige Sigristenhaus mitten in Tafers eingezogen ist. Das alte Holzhaus von 1780 hat durchaus seinen Charme, als Museum ist es aber eigentlich nicht geeignet: Die Räume sind klein, die Decken niedrig und das Haus ist nicht rollstuhlgängig. «Ein optimaler Museumsbetrieb ist in diesem Gebäude nicht möglich», so der Stiftungspräsident. «Das Sensler Museum muss sich bewegen.»

Ein Anbau oder …

Der Wunsch einer Veränderung ist nicht neu. Bereits vor zehn Jahren hat die Stiftung eine Studie zu Ausrichtung und Zukunft des Sensler Museums in Auftrag gegeben. Diese kam zum Schluss, dass das Museum grösser werden muss, um überleben zu können. Der damals angedachte Anbau, der unter anderem wegen der zu hohen Kosten verschoben wurde, ist gemäss Beat Hayoz noch nicht ganz aus den Gedanken des Stiftungsrats verschwunden. Er ist überzeugt, dass sich das Projekt realisieren liesse. Er sei sich aber auch bewusst, dass solche Pläne grosse Diskussionen auslösen würden.

… ein Neubau

Der Stiftungsrat hat auch die Idee eines Neubaus diskutiert. Die Frage ist, ob dieser in Tafers oder an einem anderen Ort stehen müsste. «Für Tafers spricht, dass es der Haupt­ort ist, zentral gelegen und gut erreichbar», so Beat Hayoz. «Würden wir jedoch touristisch denken, müssten wir am Schwarzsee etwas realisieren.»

Eine andere Möglichkeit wäre, das Museum aufzuteilen, also einen neuen zusätzlichen Ausstellungsraum dazuzunehmen. So könnte im alten Sigristenhaus eine permanente Ausstellung mit Sammel­stücken, die für den Bezirk kulturhistorisch relevant sind, realisiert werden. In einer anderen Räumlichkeit könnten die Wechselausstellungen besser präsentiert werden als heute.

Platzprobleme hat das Museum in mehrfacher Hinsicht: Ihm fehlen Depoträume. «Wir brauchen unbedingt bezahlbare Räume, um unsere Exponate zu lagern und unser Sammelkonzept umzusetzen.» Heute habe das Museum verstreut im ganzen Bezirk Lagerräume. «Auf diese Weise können wir nicht systematisch sammeln. Wenn uns etwas angeboten wird, müssen wir zuerst überlegen, ob wir es auch unterbringen können.» Er sei überzeugt, dass jetzt der letzte Moment sei, gewisse wertvolle Sammelstücke aufzubewahren, bevor sie für immer verloren gingen. Das Museum braucht einen Depotraum von mindestens 200 Quadratmetern.

Mehr Verpflichtung gewünscht

Um all dies zu realisieren, braucht es mehr Geld und eine breitere Unterstützung. «Ich zitiere einen Kollegen im Stiftungsrat: Das Sensler Museum ist zwar geduldet, aber nicht anerkannt», sagt Beat Hayoz. Man klopfe ihnen auf die Schulter, wenn es aber darum gehe, die Institution konkret zu unterstützen, gehe man auf Distanz. «Die Sensler Gemeinden unterstützen uns bereits jetzt», sagt er. Die 145 600 Franken, die das Museum von der öffentlichen Hand erhält, machen 55 Prozent des Budgets aus. Zwischen der Stiftung und der Region Sense gebe es einen Leistungsvertrag. «Wir möchten das Museum besser verankern. Es soll allen Gemeinden gehören. Es braucht mehr Verbundenheit und damit auch mehr Verpflichtung.» Der Stiftungsrat könne sich darum gut vorstellen, die heutige Trägerschaft zu erweitern. Derzeit stellen die Gemeinde und die Pfarrei Tafers sowie der Verein Kund (ehemals Heimatkundeverein) den Stiftungsrat. «Das Sensler Museum sollte nicht nur ein Museum für alle Senslerinnen und Sensler sein, es sollte auch allen Sensler Gemeinden gehören.» Der Stiftungsrat will deshalb im Mai beim Gemeindeverband Region Sense mit seinen Anliegen vorstellig werden.

«Ein optimaler Museumsbetrieb ist in diesem Gebäude nicht möglich»

Beat Hayoz

Präsident des Stiftungsrats Sensler Museum

Zahlen und Fakten

4196 Besucher im Sensler Museum

Das Sensler Museum in Tafers verzeichnet für 2018 einen Rückgang von 767 Besuchern. Insgesamt haben 4196 Personen die Ausstellungen im alten Sigristenhaus besucht, wie das Museum mitteilt. Von den vier Wechselausstellungen liefen «Vom Bärg zum Fluss» und die Sensler Biennale mit je über 1000 Besuchern am besten. Die Weihnachtsausstellung zog 943 Besucher an, die Ausstellung «Lebensfreude» deren 733. Die Rechnung schliesst bei einem Aufwand von 264 000 Franken und Einnahmen von 265 000 Franken mit einem Gewinn von 1000 Franken. Finanziell wird das Museum getragen von der öffentlichen Hand (55 Prozent), von Privaten (32) und den Einnahmen aus dem Betrieb (13). Von den Letzteren machen die eigentlichen Eintritte nur 2,9 Prozent aus; vor zehn Jahren waren es noch 8,2 Prozent.

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